Wahl-Check Schwaikheim Weitere Kandidatin: Magdalena Roscher

Magdalena Roscher. Foto: Habermann / ZVW

Schwaikheim. Eine weitere Bewerberin für den Bürgermeisterposten hat ihre Unterlagen im Rathaus abgegeben: Magdalena Roscher, 51, Hausfrau, Ehefrau und Mutter, wie sie auf Nachfrage zu ihrem Beruf angibt.

Magdalena Roscher wohnt seit 2005 in Schwaikheim. Ihre Antwort auf die Frage nach ihrer Motivation, bei der Wahl anzutreten: In Schwaikheim werde nichts getan „für Menschen zweiter oder dritter Klasse“, beziehungsweise für die Mittel- und Unterschicht. Es gebe viele Familien und Rentner dort, die unter dem Existenzminimum leben müssten.

Es fehlten grundsätzlich Einkaufsmöglichkeiten im Ort, günstige Discounter, der bestehende Netto-Markt sei für Menschen mit einer Gehbehinderung „unzugänglich“, kritisiert Magdalena Roscher. Es sei erforderlich, dass hier „endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht werden und nicht immer nur Bla Bla geredet wird.“ Sie wolle für Schwaikheim, das mal eine „reiche Stadt“ gewesen sei, deutlich machen, dass es „so nicht weitergehen kann“, die Entwicklung sei seit Jahren negativ. „Schwaikheim muss wieder etwas dafür tun, dass die Bürger hierbleiben“.

Schwaikheim braucht Angebote für Jederman

Für die Jugend gebe es keine Möglichkeiten vor Ort, ihre Freizeit auszuleben. Es sei „unter aller Sau“, dass die Jugend nach Winnenden, Waiblingen oder Backnang ausweichen müsse, so die Mutter eines neunjährigen Jungen. Aber was ist denn mit den vielen Vereinen im Ort, die Jugendarbeit leisten? Die Mitgliedschaft dort sei teuer, hält Magdalena Roscher dagegen: „Das muss man sich erst mal leisten können.“

Schwaikheim brauche Angebote für Jedermann. Sie frage sich zum Beispiel, warum es dort nicht schon längst eine „Tafel“ wie in Winnenden und vielen anderen Orten gebe, wo Bedürftige günstig einkaufen können. Sie sei sicher, dass viele Schwaikheimer bereit wären, dort ehrenamtlich mitzumachen, sie eingeschlossen, so Magdalena Roscher.

Wie schätzt sie ihre Chancen bei der Wahl ein? „Ich sag hop oder top. Es funktioniert oder es funktioniert nicht.“ Es sei schon längst Zeit für eine grundlegende Änderung in Schwaikheim, Zeit, dass auch Arme Mitmenschlichkeit erfahren. Für einen regelrechten Wahlkampf fehlten ihr die Mittel, so Magdalena Roscher weiter. „Aber ich meine es verdammt ernst. Ich versuche einfach mein Glück.“

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