Waiblingen Bilder: Verleihung des Waiblinger Kiebitz

Waiblingen. Eine zukunftsweisende Förderung: Der Waiblinger Kinder- und Jugendmedienpreis „Kiebitz“ zum Thema Natur- und Umweltschutz wurde diesmal an ein spannendes Hörbuch der Reihe Geolino über „Seltene Arten“ verliehen.

Die Sicherung unserer (halbwegs) natürlichen Lebensgrundlagen wird eine der drängendsten Aufgaben der nächsten Generationen sein. Grund genug also, wie OB Andreas Hesky in der Stadtbücherei sagte, schon „Kinder an das Thema Naturschutz heranzuführen. Das war in meiner Jugend noch nicht so“. Ein Mittel, dieses Bewusstsein öffentlich wirksam zu fördern, ist der Waiblinger Kinder- und Jugendmedienpreis zum Thema Natur- und Umweltschutz, kurz „Kiebitz“, den die Stadt, unterstützt von der Kulturstiftung Waiblingen von Karin und Albrecht Villinger, nun zum siebten Mal vergeben konnte.

Erhalten hat den Preis, bei erfreulich starker Konkurrenz, wie Jurorin Pia Eckstein mitteilte, die Hör-CD der „Geolinoextra“-Redaktion über das Thema „Seltene Arten“, die in unterhaltsamer Form über „besondere Tiere, bedrohte Pflanzen und mutige Naturschützer“ informiert.

Gerade Kindern ist der Gedanke, die Welt zu retten, ureigen

Dass Kindern und Jugendlichen dieses Anliegen schon von sich aus sehr nahe liegt, bewiesen sie mit der Gestaltung des kleinen Festaktes in der gut besuchten Stadtbücherei am Sonntagvormittag. Da eröffnete das „Salier-Percussion-Ensemble“ unter der Leitung von Eva Bauer die Veranstaltung mit zwei fulminanten Trommelstücken. Dabei gaben die gut 20 Jugendlichen selbst schon ein Bild der bedrohten und zugleich zusammengewachsenen „One World“, die es zu erhalten gilt. Den Gesichtern waren die unterschiedlichsten Herkunftsländer abzulesen. Auch in der Provinzstadt Waiblingen ist die Welt längst angekommen und findet, wie hier zu hören war, im erfrischend gelösten Zusammenspiel der Jugendlichen ihren integrierenden Ausdruck.

Gerade Kindern ist der Gedanke, etwas zu retten, ureigen. Das war an der berührenden Aufführung eines kleinen Theaterstückes zu beobachten, das Chor und Theatergruppe der Rinnenäckerschule unter der Leitung von Daniela Perle und Gabriele Edel einstudiert hatten. Es ging um den Regentropfen Pablo, der zum ersten Mal auf die Erde fällt und seine Erfahrungen mit einem müllverschmutzten See macht. Die Kinder entsorgen den Unrat und retten das Regentropfenkind und seinen Freund, die Kaulquappe: „Hurra, der See ist wieder sauber“, singt der Chor entzückt! Dr. Pia Eckstein von der Kreisredaktion unserer Zeitung würdigte den mit 3 000 Euro verbundenen Preis an die Autoren Martin Nusch und Oliver Versch: „Die Geolino-Hörspiele sind immer abwechslungsreich, informativ, mal lustig, mal traurig, mal sogar gruselig. Sie schenken nicht nur kluge Texte, sondern die ganze Welt im fantasieanregenden Klang.“ Martin Nusch bedankte sich für den Preis, auch weil es „nicht viele Möglichkeiten gibt, so etwas zu produzieren, weil es so wenige kaufen“. Hier mag der innovative Waiblinger „Kiebitz“ zu mehr Aufmerksamkeit beitragen.

Kiebitz-Programm

Im Begleitprogramm geht’s am Freitag, 28. März, weiter mit der Urwald-Expedition – einem Mitmachnachmittag von Christof und Vladislava Altmann. Los geht’s um 15.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus im Sörenbergweg in Neustadt. Kinder zahlen fünf Euro, Erwachsene 6,50 Euro.
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