Waiblingen-Bittenfeld Es geht voran im Baugebiet Berg-Bürg

So sieht das Neubaugebiet Berg-Bürg von oben aus: An rund zehn Rohbauten wird momentan gebaut. Foto: Benjamin Beytekin

Waiblingen-Bittenfeld. Baukräne dominieren das Gelände im Osten von Bittenfeld. Im Baugebiet Berg-Bürg geht es voran: Drei Häuser in dem klimaneutralen Gebiet haben Fotovoltaik-Anlagen auf dem Dach. 38 Bauanträge wurden genehmigt, an rund zehn Rohbauten wird momentan gebaut. In Berg-Bürg entstehen 130 Wohneinheiten für 300 Menschen. Manche feierten bereits Richtfest.

Das erste Richtfest im Baugebiet Berg-Bürg hat Familie Stahl gefeiert. Gemeinsam mit ihrem zweijährigen Sohn ziehen Sven und Naemi Stahl in das Bittenfelder Neubaugebiet. Ihr Haus, das direkt an der Verbindung der Gotenstraße liegt, ist ganz aus Holz. „Wir haben hauptsächlich mit Naturbaustoffen gearbeitet“, berichtet Stahl. Er kennt sich aus, schließlich ist er Zimmerermeister und Geschäftsführer der Zimmerei Holzwurm Uwe Stahl GmbH.

„Momentan sind wir mit dem Innenausbau zugange“, sagt er. Auf dem Dach sind seit Mitte Juni die Fotovoltaik-Platten angebracht. So wie es die Regelung im klimaneutralen Wohngebiet vorsieht. Als Einzugsziel hatte sich die kleine Familie Ende des Jahres gesetzt. „Wir wollen uns aber nicht stressen lassen“, sagt Sven Stahl. Wenn der Einzug Anfang nächsten Jahres klappt, sei das auch gut.

Baukräne stehen auf dem 5,8 Hektar großen Gelände, Bagger und Lkw sind hier unterwegs. Der Bau von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern und Doppelhaushälften ist in vollem Gange. Drei fertige Häuser stehen, sie alle haben Fotovoltaik-Anlagen auf dem Dach.

Innerhalb von drei Jahren muss mit dem Bau begonnen werden

Weil das Baugebiet klimaneutral werden soll, überprüfe die Umweltschutzstelle der Stadt Waiblingen jeden Bauantrag darauf, dass alle Vorgaben eingehalten sind, sagt Anja Wenninger, Ortsvorsteherin in Bittenfeld. Im Gebiet soll mindestens so viel Strom produziert werden, wie verbraucht wird.

Auch gebe es höhere Anforderungen beim Hausbau, beispielsweise bei der Dämmung. Wenninger ist mit dem Baufortschritt in Berg-Bürg zufrieden. „Es sind schon viele Bauanträge gestellt worden“, sagt sie. Das sei gut, aber zugleich überraschend, weil im Kaufvertrag festgelegt ist, dass innerhalb von drei Jahren mit dem Bau begonnen werden muss. „Damit keine Baulücken entstehen“, erklärt sie. Noch haben die Bauherren also Zeit. Von den verkauften 66 Bauplätzen wurden für 54 bereits Bauanträge eingereicht, teilt Wenninger mit. 38 davon sind genehmigt. Momentan wird an rund zehn Rohbauten gearbeitet.

Mehrfamilienhaus mit sechs Wohungen geplant

„Wir sind auf jeden Fall froh darüber, dass wir für die Arztpraxis eine gute Lösung gefunden haben“, sagt Wenninger. Die Hausärztin Dr. Anke Menikheim, die seit Januar 2018 in Bittenfeld praktiziert, zieht mit ihrer Praxis vom Haldenweg nach Berg-Bürg.

Unter dem Motto „Gemeinsam planen, gemeinsam bauen, gemeinsam wohnen“ findet momentan die Planung für ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen zwischen 40 und 105 Quadratmetern statt. Architekt Jürgen Fischer, der mit seiner Frau Petra auch in das Haus einziehen wird, berichtet, dass sich nun fünf Ehepaare als Bauherren gefunden haben.

Zusätzlich zu den sechs Wohnungen wird es einen Gemeinschaftsraum geben, um die Freizeit zusammen zu verbringen. Fischers Idee dahinter ist: „Da können wir dann mal gemeinsam ein TVB-Spiel gucken.“ Das Baugesuch will Fischer im September einreichen. Er geht davon aus, dass die Genehmigung bis Ende des Jahres vorliegt. Im Frühjahr soll es dann mit dem Bau losgehen.


Eines der größten Baugebiete der Stadt

Anfang Oktober 2017 begann die Erschließung des Baugebiets. Die Arbeiten zur technischen und verkehrsmäßigen Erschließung wurden wie geplant noch 2018 abgeschlossen: Kanäle, Wasserleitungen, Stromversorgung und Fahrbahnen. Im Januar 2019 folgten noch einige kleinere Maßnahmen: Straßenlaternen wurden angeschlossen, Randsteine gesetzt.

Die Stadt Waiblingen hatte die ersten Bauherren Anfang Februar eingeladen, um zu feiern, dass der Bau nun losgehen kann. Die Nachfrage nach den Bauplätzen sei enorm gewesen, hatte Oberbürgermeister Andreas Hesky damals in seiner Begrüßungsrede betont. Einige hätten viele Jahre lang auf einen Bauplatz gewartet. Festlegungen oder Ausschlusskriterien für die Bewerbung habe es nicht gegeben.

Mit rund 130 Wohneinheiten für 300 Menschen auf 5,8 Hektar wird Berg-Bürg II eines der größten Baugebiete in der Stadt – neben dem alten Krankenhaus-Gelände und dem ehemaligen VW-Hahn-Areal im Hohen Rain in der Kernstadt.

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