Waiblingen Bosch bleibt in Waiblingen

Bosch bleibt in Waiblingen. Nachdem der Waiblinger Betriebsrat die Gespräche über die Umsiedlung des Kunststoffwerks nach Feuerbach für beendet erklärt hat, ist der Plan auch für die Unternehmensleitung vom Tisch. Fürs Erste. Bosch ist jederzeit bereit, die Gespräche über einen Umzug wieder aufzunehmen, so Pressesprecher Joachim Siedler. Für den Betriebsrat dagegen ist dieses Thema beendet.

Aufatmen in Waiblingen. Die geplante Umsiedlung des Bosch-Kunststoffwerks nach Feuerbach hatte in den vergangenen Monaten nicht nur unter den Beschäftigten für große Unruhe gesorgt. Umgehend nach Bekanntwerden hatte Oberbürgermeister Andreas Hesky den Kampf für die 1300 Arbeitsplätze aufgenommen, der Waiblinger Gemeinderat hatte eine Resolution verabschiedet. Gleichzeitig hatten sich die Beschäftigten und der Betriebsrat mit Demonstrationen und Unterschriftenlisten zur Wehr gesetzt. In Facebook wurde eine Gruppe mit dem Namen „Bosch Waiblingen Verlagerung nach Feuerbach stoppen“ gegründet.

Betriebsrat: „Über Feuerbach werden wir nicht mehr sprechen“

All das ist offensichtlich nicht ohne Wirkung geblieben. Die Unternehmensleitung hat die Pläne aufgegeben, das Kunststoffwerk im Einvernehmen mit dem Betriebsrat von Waiblingen nach Feuerbach zu verlagern. Dies werde sehr bedauert, schließlich sei man nach wie vor davon überzeugt, dass das Umzugskonzept eine langfristige Zukunftssicherung biete und im Interesse der Arbeitsplatzsicherheit im Großraum Stuttgart sei. Bosch, so der Sprecher, sei deshalb jederzeit bereit, die Gespräche über einen Umzug wieder aufzunehmen.

Für den Betriebsrat ist die Umsiedlung dagegen definitiv kein Thema mehr. „Wir freuen uns, dass die Pläne vom Tisch sind“, sagte Betriebsratsvorsitzender Gürhan Ag gestern auf Anfrage. In nächster Zeit will der Betriebsrat mit der Unternehmensleitung Gespräche darüber führen, wie der Standort Waiblingen auf Dauer zukunftssicher gemacht und die Beschäftigung dauerhaft erhalten und ausgebaut werden könne. Die Firmenleitung habe bereits zugesichert, dass sie diese Gespräche führen will. Gürhan Ag: „Über Feuerbach werden wir nicht mehr sprechen.“

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