Waiblingen Die Hallen auf dem Hess-Areal nehmen Gestalt an

Die erste Halle des Dienstleistungsparks soll im März an den Autobauer übergeben werden. Foto: ZVW/Gaby Schneider

Waiblingen. Auf manchen Baustellen scheint sich über Wochen nichts zu regen, und für den Passanten sind nur vereinzelte Bauarbeiter zu sehen, die den Bau fast alleine voranbringen. Das Gegenteil ist auf dem ehemaligen Hess-Areal der Fall. Dort arbeiten derzeit rund 90 Arbeiter, Handwerker und Ingenieure daran, die fünf Daimler-Hallen schnell und effizient hochzuziehen. Die ersten beiden Hallen stehen, der Hang wurde aufgeschüttet und befestigt. Auch der Kreisverkehr nimmt Gestalt an.

Wie berichtet, erstellt das Düsseldorfer Unternehmen Greenfield Development derzeit auf dem ehemaligen Hess-Areal für den Autobauer Daimler fünf Hallen mit zwei angrenzenden Bürogebäuden. Im Juni dieses Jahres wurde der erste Spatenstich gesetzt, im März 2020 soll die erste Halle bezugsfertig sein – die Zeit drängt. Und das ist auch zu sehen. Woche für Woche, ja fast täglich verändert sich die Baustelle, für die die Paderborner Firma Bremer als Generalunternehmer verantwortlich ist.

Auch der Kreisverkehr nimmt bereits Gestalt an

„Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, sagt Greenfield-Projektentwickler Tim Lüttges. „Das Wetter spielt mit, und im Winter wird weitergearbeitet.“ Bis zum großen Wintereinbruch soll die erste Halle so weit fertig sein, dass nur noch im Innern der Halle gearbeitet werden muss. Bereits fertig sind die technischen Einbauten wie Sprinkler- und Entwässerungsleitungen, die Heizung und Elektrik. Mitte Januar soll der Autobauer mit den ersten Einrichtungseinbauten beginnen können. Im März soll die Halle übergeben werden.

Weil der Boden partiell die schweren Lasten nicht tragen kann, wurde für die Gesamtdauer der Arbeiten ein Bodengutachter hinzugezogen. Grund dafür sind nach Angaben des Projektentwicklers Aufschüttungen von Ziegeln, Bahnschwellen und anderen Materialien, die sich unter der Belastung der Hallen absenken würden und deshalb ausgetauscht werden müssen. Auch der Kreisverkehr nimmt bereits Gestalt an. Wo sich einst eine Pferdekoppel befand, wurde das Gelände um sechs Meter aufgeschüttet. Der Hang musste komplett neu aufgebaut und mit Hilfe von 3000 Rüttelstopfsäulen mit Schotter verdichtet werden.

Am Rande des Dienstleistungsparks wird ein Parkhaus errichtet

Neben den fünf Montage - und Lagerhallen, die in zwei Komplexen gebaut werden, werden zwei direkt angrenzende Bürogebäudeteile gebaut. Ein Bauantrag für ein weiteres 3500 Quadratmeter großes Bürogebäude liegt bei der Stadt. Geht es nach Plan, ist im Dezember Baustart für dieses Gebäude.

Am Rande des Dienstleistungsparks wird, wie berichtet, die Eigentümerfamilie Hess ein Parkhaus errichten. Zuvor will die Stadt einen Teil des Areals allerdings als Interimslösung für einen großen Parkplatz nutzen. Nach der Remstal-Gartenschau soll das überlastete P&R-Parkhaus beim Bahnhof abgebrochen werden. Damit die Parkplätze während der Bauzeit für das neue Parkhaus nicht ersatzlos entfallen, stehen bis Ende 2021 rund 320 Ersatzparkplätze auf dem Hess-Areal bereit. Die Stadt hat einen Nutzungsvertrag mit den Eigentümern der ehemaligen Ziegelei abgeschlossen.


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