Waiblingen E-Ladesäulen in allen Ortschaften

Das Netz der Ladesäulen für Elektroautos wird dichter. Stand heute betreiben allein die Stadtwerke 15 Stationen mit insgesamt 30 Anschlüssen. Foto: ZVW/Alexandra Palmizi

Waiblingen. Was in der Kernstadt von Waiblingen geht, soll auch in den Ortschaften möglich sein: Nutzer von Elektrofahrzeugen können jetzt nah am Wohnort Strom tanken. In Beinstein, Bittenfeld, Hegnach, Hohenacker und Neustadt sind neue Ladestationen der Stadtwerke in Betrieb.

Das Netz der Ladesäulen für Elektroautos wird dichter. Stand heute betreiben allein die Stadtwerke 15 Stationen mit insgesamt 30 Anschlüssen. Symbolisch für alle Ortschaften haben Oberbürgermeister Andreas Hesky, Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schöller, Netzmanagement-Leiter Axel Hamm und Ortsvorsteher Markus Motschenbacher die neue Säule in Hegnach eingeweiht. An der Ecke Hauptstraße/ Haldenäcker können Elektromobilisten ihren Akku an einer von zwei Steckdosen mit je 22 Kilowatt beladen. „In den Ortschaften sollen gleiche Lebensbedingungen herrschen wie in der Kernstadt“, begründet der OB den Ausbau in die Fläche. Das gelte auch für die Ladeinfrastruktur.

Schneller laden in Waiblingen-Süd

In den nächsten zwei Wochen installieren die Stadtwerke zwei weitere Ladesäulen in der Postplatz-Tiefgarage und am Besucherparkplatz von Stihl in Neustadt. Beide bereits bestehende Lade-Standorte werden um eine weitere Säule ergänzt. Außerdem planen die Stadtwerke, noch in diesem Jahr weitere Stationen auf der Korber Höhe, in der Rinnenäckersiedlung sowie in der Parkgarage der Volksbank in der Fronackerstraße aufzubauen. Ende des Jahres wird der lokale Energieversorger also stadtweit 20 Ladesäulen mit insgesamt 40 Anschlüssen betreiben.



Zumindest bilanziell liefern sie allesamt Ökostrom aus zu 100 Prozent erneuerbaren Energien. Zusätzlich zu den fünf neuen Ladesäulen in den Ortschaften haben die Stadtwerke auf dem Parkplatz beim Hallenbad Neustadt sowie in Waiblingen in der Heerstraße beim Remspark neue öffentlich nutzbare Ladepunkte geschaffen. Die Ladesäule beim Remspark sieht nicht nur anders aus, sie kann auch mehr. Die Kombiladesäule bietet sowohl die Aufladung mit 50 Kilowatt Gleichstrom (DC) als auch mit 22 Kilowatt Wechselstrom (AC).

Mieter mit Stromauto sind auf öffentliche Säulen angewiesen

Die Schnellladesäule ist nach Worten des Stadtwerke-Geschäftsführers „in die Zukunft gedacht“ und basiert auf der Überzeugung, dass die Batterietechnik sich entsprechend weiterentwickelt. Die volle Leistung gebe die Säule nur bei weitgehend entleertem Akku ab. Schnellladefähige Akkus wie die der Marke Tesla würden ohnehin nicht wirklich voll laden. Jedenfalls eigne sich die innovative Ladesäule wegen ihrer verkehrsgünstigen Lage gut zur Nutzung für den Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße. Die frühere Planung, einen Schnelllade-Standort in Bahnhofsnähe einzurichten, haben die Stadtwerke wegen der Entfernung zur Bundesstraße verworfen.

„Lademöglichkeiten anzubieten für unterwegs und für zu Hause, das sind wichtige Voraussetzungen, damit die Anzahl der Elektrofahrzeuge steigen kann“, meint Frank Schöller. Vor allem diejenigen Elektromobilisten, die in Mehrfamilienhäusern wohnen und dort keine eigene Wallbox einrichten können, seien auf die öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen. Die aktuelle Gesetzgebung verlangt von Eigentümergemeinschaften einen einstimmigen Beschluss, wenn ein Mieter oder Wohnungseigentümer eine Wallbox mit elf Kilowatt zur Beladung eines Elektroautos einrichten möchte. Diese Situation wird vielfach als Hindernis für einen rascheren Ausbau der Elektromobilität gesehen, da sie Interessierte potenziell vom Kauf eines Elektroautos abhält.


Noch bis Juli kostenloser Strom

Die Stadtwerke Waiblingen beteiligen sich am Ausbau des deutschen Tankstellennetzes für E-Automobile durch eine Kooperation mit der RWE-Tochter Innogy. Die Belieferung der Ladesäulen erfolgt bundesweit mit Strom aus regenerativen Energien.

Mindestens bis Juli dieses Jahres ist der Strom an den öffentlichen Ladesäulen der Stadtwerke kostenlos.

Die Stadtwerke bieten spezielle Auto-Stromverträge und verkaufen auch eigene Wallboxen, an welchen ein Elektrofahrzeug mit elf Kilowatt fünfmal schneller auflädt als an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose.

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