Waiblingen Erfahrungen unserer Leser mit der Bahn

Symbolbild. Foto: Habermann / ZVW

Waiblingen. Hier eine Auswahl weiterer Stimmen und Erfahrungen unserer Leser zum Bahnfahren. Zugausfälle, Verspätungen und Frust über eine als mangelhaft empfundene Informationspolitik herrschen vor. Es gibt jedoch auch Lichtblicke.

„Ich ziehe schon lange die Konsequenz aus den S-Bahn-Strapazen“, schreibt Timo Wolter. „Nicht nur die immer wieder vorkommenden Zugausfälle und Verspätungen, auch die lange versprochene neue S-Bahn, vor allem mit Klimatechnik, haben mich dieses Jahr zum Kauf eines Motorrades bewegt. Da sich die Fahrpreise jedes Jahr sowieso erhöhen und man für mehr Geld immer weniger Service und Zuverlässigkeit bekommt, ist diese Alternative für mich mehr als besser. Ich komme schneller voran und auch stressfreier voran.“

Karl-Heinz Wahl aus Schorndorf berichtet: „Da der Zugverkehr auf der Rems-Bahn zurzeit stark eingeschränkt ist (es fährt nur ein Regional-Express statt zwei und nur zwei S-Bahnen statt vier pro Stunde nach Stuttgart), fahre ich normalerweise mit der S-Bahn 8.18 Uhr ab Schorndorf nach Bad Cannstatt.“ Da er am 20. August früher im Büro sein wollte, entschied er sich, den Regional-Express um 8.14 Uhr zu nehmen. „Während wir Fahrgäste auf Gleis 3 auf den vermeintlich verspäteten RE aus Aalen warteten, fuhr die S-Bahn pünktlich um 8.18 Uhr von Gleis 1 ab. Drei Minuten später kam die Durchsage, dass der Regional-Express heute ausfällt. Wäre die Durchsage wenige Minuten früher erfolgt, hätte man noch in die S-Bahn einsteigen können. So aber mussten die Fahrgäste warten und konnten erst mit der nächsten S-Bahn um 8.48 Uhr abfahren. Man muss sicher nicht besonders erwähnen, dass die Fahrgäste begeistert sind von dieser Informationspolitik der Bahn und des VVS.“

Waltraud Keck buchte vor drei Monaten für sich und eine Freundin, die in Schwäbisch-Gmünd wohnt, eine Hin- und Rückfahrt nach Rügen, um einen günstigen Sparpreis zu erhaschen, wie sie uns schreibt. „Da der Termin in die Zeit mit den Überschwemmungen fiel, fragte ich am Montag vor der Abfahrt nach und erfuhr, dass ich nicht von Waiblingen zuerst nach Schwäbisch-Gmünd fahren soll, sondern meine Freundin von dort über Waiblingen fahren muss, ein Vermerk auf dem Ticket sollte dies bestätigen. Alles war vorbereitet, die Unterlagen lagen auf dem Tisch bereit. Meine Freundin bat mich am Montagabend ihr doch noch die (Online)-Fahrkarte mit dem entsprechenden Vermerk zu mailen, falls auf der Fahrt nach Waiblingen eine Kontrolle käme. Mit meinem neuen Drucker klappt es nicht immer gleich, aber schließlich schaffte ich es, mein Ticket einzuscannen und zu verschicken.“

Als Waltraud Keck jedoch am Dienstagmorgen in Waiblingen zustieg, berichtete ihre Freundin, dass bei der Kontrolle der gemailten Kopie bereits nach der (echten) Bahncard gefragt wurde, die die Bezahlung (durch sie, Waltraud Keck) bestätigte. „Ich hatte sie auf dem gescannten Ticket mitgeschickt. Der Schreck war riesig, als ich merkte, dass das Ticket und die Bahncard noch zu Hause auf meinem Kopierer lagen. Nun hatten wir nur die Kopie mit dem Vermerk, die ich an meine Freundin geschickt hatte. Wir machten uns auf allerhand Schwierigkeiten gefasst.“

Zu ihrer großen Erleichterung gab es fast überall ein Schmunzeln und Verständnis. „Auf Rügen konnte ich sogar mit meiner Bahncard-Kopie beim Neukauf von Fahrkarten 50 Prozent Ermäßigung erhalten – nur einmal wurde noch zusätzlich nach meinem Personalausweis gefragt.“

Sie habe sich schon oft über die Bahn geärgert und bei entsprechenden Beschwerden auch öfters einen Gutschein erhalten – was allerdings in den aktuellen Situationen nicht hilft, so Waltraud Keck: „Die positive Urlaubserfahrung macht aber manches wieder gut!“

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