Waiblingen-Hegnach Hartwaldhalle: So steht es um die Neubaupläne

Auch beim Warentauschtag platzt die Hartwaldhalle aus den Nähten. Foto: Habermann/ZVW

Waiblingen-Hegnach. Über ihre alte und viel zu kleine Hartwaldhalle klagen die Hegnacher Sportler und der Ortschaftsrat seit langem. Jetzt ist erneut der Versuch gescheitert, einen Hallenneubau kurzfristig in Gang zu bringen: Eine vom Ortschaftsrat beantragte Planungsrate über 50 000 Euro wurde im Gemeinderat abgelehnt. Trotzdem nehmen die Pläne rund um die Hartwaldhalle wieder Fahrt auf.

Da die Halle wenig von Schulkindern, sondern vor allem von Vereinen genutzt wird, gibt es für die Stadtverwaltung keinen akuten Handlungsbedarf. Anfang des Jahres sollen allerdings Gespräche mit dem SV Hegnach aufgenommen werden, um den längst avisierten Bau eines Gebäudes beim Sportplatz mit Umkleidekabinen im Erdgeschoss und einer Gymnastikhalle darüber in Gang zu bringen. Dieses Projekt hatte der SV Hegnach bereits vor fünf Jahren angehen wollen. Als erster Schritt zu einer neuen Hartwaldhalle waren der Abriss der Hausmeisterwohnung und an dieser Stelle der Bau neuer Umkleidekabinen geplant. Die Halle selbst, das war schon damals klar, bleibt Aufgabe der Stadt.

Drängendstes Problem sind fehlende Umkleidekabinen

Drängendstes Problem des SV Hegnach sind und waren die fehlenden Kabinen. Für Halle und Sportplätze gibt es gerade mal drei Umkleideräume - viel zu wenig auch angesichts der Tatsache, dass in Hegnach auch Mädchen kicken. „Wir hatten andere Dinge im Fokus, jetzt steht die Planung aber wieder auf der Tagesordnung“, sagt zweiter Vorstand Rainer Weninger. Das Angebot eines Generalunternehmers liegt vor, nun wartet der Vorstand auf einen Termin bei Oberbürgermeister Andreas Hesky. „Entscheidend ist, ob die Stadt die daraus resultierenden Konditionen akzeptiert“, meint Weninger. Anders als ursprünglich gedacht, seien Eigenleistungen nicht zu schaffen, und auch die Baupreise seien inzwischen gestiegen. Die Frage sei, ob die Stadt die Miete tragen wird.

Großartig findet es Oberbürgermeister Hesky schon mal, dass der Verein zu einem solchen Projekt bereit ist. „Ich möchte das angehen“, versichert er auf Anfrage. Erklärtes Ziel sei nach wie vor, dass der SV baut und die Stadt einen Teil anmieten wird. Anders als die Stadt kann der Verein mit den Zuschüssen des Württembergischen Landessportbund (WLSB) rechnen, zudem ist er nicht an europaweite Ausschreibungen gebunden und kann anderes verhandeln als die öffentliche Hand. Die Stadt versuche aber auch, den Vereinen zu helfen, versichert Hesky: mit einer Bürgschaft für den Kredit und einem zehnprozentigen Zuschuss.

Mögliche Umsetzung 2020

Den Neubau der Halle in mehreren Abschnitten hatten die Vereinsverantwortlichen zunächst eigentlich als Aufgabe der Stadt betrachtet, dann aber Gefallen am Vorschlag der Stadtverwaltung gefunden, im ersten Abschnitt selbst zu bauen mit der Aussicht, dass die Stadt die Räumlichkeiten im Erdgeschoss dann zurückpachtet. Vonseiten der Stadtverwaltung ist weiter klar, dass das Projekt unter der Trägerschaft des Vereins laufen soll. Nachdem die Gespräche nun wieder aufgenommen werden, soll es 2020 möglichst umgesetzt werden. „Unabhängig vom Bau des Kabinentrakts kann die Stadt die Hartwaldhalle aber erweitern oder neu bauen“, meint Weninger. Immerhin gelte das Prinzip, dass allen Ortschaften ein Sportplatz, ein Kunstrasenplatz und eine dreiteilige Halle zur Verfügung stehen soll.

Daran hatte bei den Etatverhandlungen auch Ortsvorsteher Markus Motschenbacher erinnert und war darin von Wilfried Jasper (FW/DFB) unterstützt worden. Seit 1994 seien die Hegnacher immer wieder vertröstet worden, so Jasper. Alle Angebote seien abgelehnt worden. „Wir sollten 2020 wenigstens mit den Planungen beginnen.“ Dass das Ziel letztenendes ein Hallenneubau ist, weiß auch der Oberbürgermeister. Priorität habe aber der erste Bauabschnitt. „Man sollte erst einmal da einen Knopf dran machen“, sagte er im Gemeinderat. „Erst dann kann man über einen Neubau nachdenken.“


Wenig Schulsport

Die Hartwaldhalle wird vor allem von Vereinen genutzt. Die Burgschule ist lediglich an zwei Tagen mit zwei AGs in der Halle. Aus diesem Grund hat die Halle für die Stadt keine erste Priorität.

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