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Waiblingen Kostenloses WLAN in der Innenstadt

Waiblingen. Im Eiscafé sitzen und dabei im Internet surfen, beim Altstadtspaziergang online nach Informationen zu markanten Gebäuden suchen oder sich die Öffnungszeiten der öffentlichen Einrichtungen anzeigen lassen. All dies ist in der Waiblinger Innenstadt nun möglich – und zwar kostenlos und ohne, dass es dafür einer Flatrate für mobile Datennutzung bedarf.

Als ersten Schritt in Richtung „Smart City“ bezeichnete der Waiblinger Oberbürgermeister Andreas Hesky das kostenlose WLAN in der Innenstadt bei dessen offizieller Inbetriebnahme am Montag. Es sei ein wichtiges Marketinginstrument und biete neue Perspektiven, insbesondere für den Ausbau touristischer Angebote. „Nun können wir den Besuchern hier bei uns einen kostenfreien Internetzugang anbieten“, so der Oberbürgermeister. Gerade für Bürger aus Ländern außerhalb der EU sei dies wichtig, deren Telekommunikationsnetze hierzulande oft nicht ausreichend abgedeckt seien. Dem obersten städtischen Wirtschaftsförderer, Marc Funk, zufolge könnte das neue WLAN auch während der Remstal-Gartenschau den Zugang zu den Attraktionen erleichtern.

Insgesamt 16 Zugangspunkte an drei Orten

Abgedeckt werden sollen große Teile der Innenstadt – von der Galerie Stihl über den Marktplatz bis zum Alten Postplatz, inklusive der Verbindungsstraßen. Gewährleisten sollen dies insgesamt 16 sogenannte Access Points. 14 davon sind bereits installiert, zwei weitere an der Galerie Stihl sind geplant. Angebracht sind die Antennen möglichst unauffällig: vorrangig an Laternenmasten sowie an Häuserfronten. Zu jedem Access Point führt eine Glasfaserleitung, dies soll Übertragungsraten von bis zu zehn Megabit pro Sekunde ermöglichen (siehe Infobox). Je Zugangspunkt können 500 Nutzer gleichzeitig ins Netz gehen – auch bei großem Andrang soll es also nicht abstürzen. „So erhalten wir eine sehr gute Netzabdeckung trotz der verwinkelten Altstadt“, erläuterte Ulf Möhring von der Unitymedia, der das Projekt vorstellte. Das Unternehmen (ehemals Kabel BW) war nach einer Ausschreibung von den Stadtwerken Waiblingen mit der technischen Umsetzung beauftragt worden. Initiator des Projekts ist die Stadt Waiblingen.

Kleine Panne kurz vor dem Startschuss

Gekostet hat die Einrichtung des freien WLANs dem Leiter der Stadtwerke Frank Schöller zufolge insgesamt rund 30 000 Euro. Dieses Budget war bereits im Haushalt 2016 für die Wirtschaftsförderung eingeplant worden. Obwohl es schwierig gewesen sei, habe man es einhalten können, so Schöller weiter. „Wir haben zum Beispiel die für die Glasfaseranschlüsse notwendigen Tiefbauarbeiten mit anderen Projekten koordiniert, um Kosten zu sparen.“

Alle Beteiligten lobten die gute Zusammenarbeit. Für eine kleine Panne kurz vor dem Startschuss hat allerdings das Wetter gesorgt: Der Access Point am Alten Postplatz ist vergangene Woche der Hitze wegen ausgefallen. Er ist in einer schwarzen Stele untergebracht – bei starker Sonneneinstrahlung offenbar nicht der beste Ort. Dort soll nun eine Kühlung eingebaut werden, so dass der Zugangspunkt in etwa zwei Wochen wieder in Betrieb gehen kann.

So funktioniert das neue WLAN

Wer sich mit dem kostenlosen WLAN in der Waiblinger Innenstadt verbinden möchte, wählt in den Einstellungen seines Smartphones oder Tablets zunächst das Netzwerk „Unitymedia Public WifiSpot“ aus.

Der Nutzer wird auf eine Startseite weitergeleitet, dort kann er sich über einen Button für 24 Stunden mit dem Netzwerk verbinden. Nach Ablauf dieser Zeit kann die Verbindung per Klick wieder aktiviert werden.

Das WLAN in der Waiblinger Innenstadt bietet eine Übertragungsrate von bis zu zehn Megabit pro Sekunde (Download) und ein Megabit pro Sekunde (Upload). Jeder Nutzer hat mit seinem Gerät ein Datenvolumen von 400 Megabyte pro 24 Stunden zur Verfügung, danach wird die Geschwindigkeit gedrosselt.

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