Waiblingen/München Insulinmörder soll im Frühjahr angeklagt werden

, aktualisiert am 02.01.2019 - 11:41 Uhr
Ein Tropfen Insulin ist an der Nadelspitze eines Pen zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv Foto: dpa

Waiblingen/München. 2019 könnte der Prozess gegen den polnischen Hilfspfleger beginnen, der 2017 auch in Waiblingen einen Mordversuch unternommen haben soll.

Die Münchner Staatsanwaltschaft I rechnet für Frühjahr 2019 mit der Anklage im Fall eines mit Insulin mutmaßlich deutschlandweit mordenden Hilfspflegers. Im Laufe des Jahres könnte dann auch der Prozess folgen. Nach Angaben vom November werden dem Mann sechsfacher Mord sowie Mordversuch in drei Fällen und gefährliche Körperverletzung in drei weiteren Fällen vorgeworfen. Jedes Mal soll die polnische Pflegekraft den zu betreuenden Senioren im Alter zwischen 66 und 91 Jahren Insulin gespritzt haben, obwohl sie das gar nicht brauchten. Der mutmaßliche Mörder flog durch den Tod eines 87-Jährigen in Ottobrunn bei München im Februar 2018 auf, woraufhin auch an den vorigen Einsatzorten nachgeforscht wurde.

Am 21. Dezember 2017 hatte der "Insulinmörder" in Waiblingen versucht, einen 82-Jährigen umzubringen. Wie an anderen Orten war der Tatverdächtige dort als ungelernte Pflegehilfskraft tätig. Er verabreichte seinem Opfer Insulin, ohne dass es dafür eine ärztliche Notwendigkeit gab. 

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