Waiblingen Rekord: 2200 Starter beim Waiblinger Firmenlauf

Waiblingen. Wer nicht schon beim Schaffen ins Schwitzen kam, der konnte es am Mittwoch beim Waiblinger Firmenlauf nachholen. Beim Rennen der Betriebe gingen mehr Läufer an den Start als je zuvor: 2200. Mehr als der sportliche Ehrgeiz stand dabei sichtlich der Spaß im Vordergrund.

Mit rund 1700 Anmeldungen aus mehr als 100 Firmen lag die Teilnehmerzahl eigentlich auf dem Niveau des Vorjahres. Nur kamen dieses Mal noch 500 Läuferinnen und Läufer der AOK aus ganz Baden-Württemberg hinzu. Das große Team der Krankenkasse sucht sich jährlich einen Lauf aus der zehnteiligen BW-Running-Serie des Württembergischen Leichtathletikverbands aus – diesmal eben Waiblingen. Von der Landeshauptstadt abgesehen, ist das Rennen durch die Talaue ohnehin das teilnehmerstärkste von allen.

Strecke von 5,4 Kilometern

Als AOK-Botschafter mit am Start: der deutsche Marathon-Rekordhalter Arne Gabius, der schon unter Dieter Baumann trainierte. Bei der Europameisterschaft 2012 holte er die Silbermedaille über 5000 Meter. Die Waiblinger Strecke mit 5,4 Kilometern liegt also nahe an seiner Paradedisziplin. Für ihn war der Firmenlauf eher ein Spaziergang: Erst lief er ein Stück mit den Schnellsten und ließ sich dann zurückfallen, um das Krankenkassen-Team anzufeuern, das er im Vorfeld trainiert hatte. Unterwegs blieb er sogar für einen kleinen Plausch stehen – und kam am Ende doch weit vor dem Feld ins Ziel. Nicht die Platzierung, sondern „Werbung für Bewegung“ war die Ambition des 37-Jährigen.

Fünf Minuten, bis alle loslaufen konnten

Mit der Rekordteilnehmerzahl kommt die Strecke an ihre Kapazitätsgrenze. Fünf Minuten dauerte es vom Startsignal an, bis alle loslaufen konnten. Fast alle: Nach weiteren zwei Minuten starteten die allerletzten Nachzügler der Firma Elanders, die noch ihre Schuhe binden mussten – und bekamen einen extra euphorischen Start-Countdown. Für die Zeitnahme im Spaß-Wettbewerb spielen solche Verspätungen übrigens keine Rolle: Die Uhr läuft für jeden Läufer erst dann, wenn er die Startlinie überquert hat. So bleibt Gerangel um die Pole Position weitgehend aus.

Eiserne Triathleten und Mamas mit Baby auf dem Rücken

In Ermangelung einer funktionierenden Pistole erfolgte das Signal als rein verbaler, pazifistischer Start-Ruf durch OB Andreas Hesky. Mehrere Dutzend Rathaus-Mitarbeiter gingen selbst mit auf die Piste, ebenso – als „Kreisläufer“ – die Kollegen vom Landratsamt. Sowohl bei Behörden wie in der freien Wirtschaft werden die Firmenläufe, in Waiblingen war es die achte Ausgabe, immer beliebter, sagt Cheforganisator Alexander Hübner vom WLV. Die Betriebe fördern die Lauflust ihrer Angestellten als Beitrag zum Gesundheitsmanagement und Teambuilding-Maßnahme. Stihl und Bosch sind stark vertreten, die Kreissparkasse und die Diakonie Stetten und viele kleinere Unternehmen aus dem gesamten Rems-Murr-Kreis. Triathleten sind dabei, reine Spaßsportler, nordische Walker und Mamas mit Baby in der Rückentrage – der Firmenlauf ist eine echte Massenbewegung. Von einigen Schürfwunden abgesehen, ganz ohne Verletzte.

Ergebnisse

Schnellster Läufer war Oscar Klein (Team Bodystreet) in 17 Minuten und 42 Sekunden vor Simon Schlichenmaier (Murrelektronik, 18:41 Minuten) und Kai Dahlhaus (ITT Cannon, 18:58 Minuten).
Schnellste Frau: Sabrina Lamparter von der Kreissparkasse in 21 Minuten und 58 Sekunden vor Nicole Friedrich (AOK, 22:26 Minuten) und Elena Brasch (Diakonie Stetten, 23:58 Minuten).
In der Firmenwertung siegte Stihl bei den Männern vor Bodystreet und der AOK.
In der Firmenwertung der Frauen gewann die AOK vor Bodystreet und Bosch.
In der Mixed-Wertung lag die AOK vor Bodystreet und der Kreissparkasse.
Die schnellsten Azubis waren bei den Männern Kai Dahlhaus (ITT Cannon) und bei den Frauen Lilli Huschle (Team Jacob).    
 

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