Waiblingen. Für mich soll’s rote Rosen regnen, hat Hildegard Knef einst gesungen und damit einen Evergreen geschaffen. Ein Dauerbrenner ist mittlerweile auch der Rosenmarkt. Nach dem heftigen Regen der letzten Tage fand die fünfte Auflage des feinen, kleinen Gartenmarkts allerdings nicht am Bürgerzentrum und auf der Brühlwiese statt, sondern bei der Galerie - eine rosige Entscheidung.

Viel zu weich und sumpfig wäre der Untergrund der Brühlwiese gewesen, als dass er Transporter, Marktstände und Besuchermassen des Rosenmarkts hätte verkraften können. Der Markt mit seinen rund 100 Ständen wurde deshalb kurzerhand auf den Bereich rund um die Galerie verlegt, was sich nicht zuletzt angesichts des erneuten Regens am frühen Sonntag als goldrichtig rausstellte. So konnten die Besucher auch noch gestern an Rosen, Rosenbögen und Gartenobjekten und Ständen mit Schmuck, Rosenseife und Bio-Falafel vorbeischlendern – sehr zur Freude natürlich der Aussteller, die aus dem Umland, aber auch aus Bad Nauheim und Weberstedt in Thüringen angereist waren.

„Sehr zufrieden mit der Resonanz“ war beispielsweise der Heidenheimer Gärtner Konrad Huber. Seine englischen nostalgischen Rosen gefallen dem Waiblinger Publikum, ebenso wie die strotzenden Hortensien und knallbunte Klematis. Wer möglichst lange Freude an seinen Rosen haben will, die ja nicht zu Unrecht als die Königinnen der Blumen bezeichnet werden, sollte die Tipps des Gärtners beherzigen: unbedingt ein vollsonniger Standort und ein kräftiger Rückschnitt. Außerdem beim Spritzmittel abwechseln, so dass verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz kommen können. Dann klappt die Sache. Gärtner Huber berät, verkauft, wickelt Pflanztöpfe ein und trägt sie einer Kundin auch zum Auto: .„Die Leute sind anders als wir von der rauen Alb“, schmunzelt der Gärtner: „Freundlicher und offener, das gefällt mir.“

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