Waiblingen Telefon und Internet: Ärger über tote Leitungen

, aktualisiert am 08.03.2019 - 17:42 Uhr
Kein Anschluss unter dieser Nummer: Andrea Wurster, Laura Thalau, Desiree Weigert, Susanne Ruopp (von links) von der Sparkassen-Versicherung. Foto: ZVW/Andreas Kölbl

Waiblingen. Über Stress durch viele Anrufe und E-Mails können sich Gewerbetreibende und Anwohner in der Heinrich-Küderli-Straße diese Woche nicht beklagen: Seit Montag sind die Leitungen tot. Offenbar wurden bei Arbeiten zum Netzausbau Kabel durchtrennt.

„Hallo, uns gibt es noch“ – das ist die Botschaft, die Gewerbebetriebe wie die Sparkassen-Versicherung und die Staufen-Apotheke an ihre Kunden senden möchten. Denn so ganz selbstverständlich scheint das dieser Tage nicht. „Wir sind wie von der Außenwelt abgeschnitten – und das seit Tagen“, sagt Andrea Wurster von der Versicherungsfiliale. Telefon und Internet sind tot.

Telekom: "Können uns nur entschuldigen"

Nur die Kunden, die persönlich ins Büro kommen, können notdürftig beraten und bedient werden. Flugs Vertragsangebote online abrufen: geht nicht. Einen Versicherungsschaden aufnehmen: Die Mitarbeiterinnen schreiben die Daten auf und geben sie per Handy an die Zentrale durch. Weil bis Ende der Woche nicht klar war, wann die Störung behoben sein wird, hat Andrea Wurster einen LTE-Router bestellt, um übers Mobilfunknetz online gehen zu können. „Jetzt hoffen wir, dass er rasch geliefert wird.“

Mit Rufumleitungen konnte sich inzwischen die Staufen-Apotheke behelfen: Sie ist wieder unter der gewohnten Telefonnummer erreichbar. „Wir können unseren Kunden den vollen Service bieten, auch der Notfalldienst ist von der Störung nicht betroffen“, sagt Apotheker Patrick Pfeifer, der etwa bei der Medikamenten-Bestellung, die eigentlich direkt vor Ort übers Internet läuft, auf die Zusammenarbeit mit der Central-Apotheke bauen kann, die er ebenfalls leitet. Weil solche Notlösungen jedoch mit Mehraufwand für die Belegschaft verbunden sind, hofft er trotzdem auf eine schnelle Rückkehr zum Normalzustand.

Derzeit rüstet die Telekom für den Ausbau des Breitband-Netzes die hellgrauen Multifunktionsgehäuse auf. Dabei kam es zu Problemen: Nun müssen die durchtrennten Kabel wieder zusammengefügt und anschließend umfangreiche Schaltarbeiten durchgeführt werden. Die Instandsetzung hat laut Telekom am Freitag begonnen und soll „hoffentlich“ bis Montagabend abgeschlossen sein. Betroffen seien knapp 150 Kunden, „bei denen wir uns nur entschuldigen können“. In der Staufen-Apotheke funktionierte am Freitag das Internet teilweise wieder.
 

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