Waiblingen Tipps zum Müllsparen

Symbolbild. Foto: Pixabay/CC0 Public Domain

Seit Anfang September versuchen wir, Verpackungsmüll zu sparen. Auf etwa die Hälfte haben wir den Müll in unserer Gelben Tonne seit Beginn unseres Selbstversuchs reduziert. Seitdem werden wir von Lesern und im Bekanntenkreis immer wieder nach Tipps zum Verpackungsmüllsparen gefragt.

Lieber mal anfangen als gleich aufgeben

Um es vorwegzusagen: Wir sind keine Anhänger von Zero Waste. Dass wir den Alltag ganz ohne Verpackungsabfall hinkriegen, haben wir nie gedacht. Sparen kann man beim Plastikmüll aber eine ganze Menge, und dabei hilft am Anfang schon ein Blick in den eigenen Mülleimer. Dort tummeln sich nämlich die jeweils größten Müllsünden – bei uns waren das die sperrigen Blisterverpackungen. Seit wir auf Blister, Tetrapacks und Duschgel verzichten, Obst und Gemüse offen kaufen und verpackte Wurst und Käse weiträumig umgehen, hat sich unser Verpackungsmüll halbiert. Wir haben praktische Produkte wie Seife und Waschpulver wiederentdeckt und neue Angebote wie Shampoo-Bits gefunden. Milch und Sahne kaufen wir nur noch in Gläsern, eine Sprudelmaschine liefert uns im Alltag die Getränke. Nur wenn wir Feste feiern und mit dem Sprudelmachen nicht nachkommen würden, kaufen wir fertiges Mineralwasser: dann aber in Getränkekisten und Glasflaschen.

Keine Fertigprodukte, kein Coffee to go

Fans von Fertigprodukten und To-go-Angeboten waren wir schon vor unserem Selbstversuch nicht. Hier lauert auf jeden Fall eine Menge Verpackungsmüll. Besser also, sich selbst einen Obstsalat zu schnippeln, als eine Fertigpackung zu kaufen. Das gilt natürlich auch für die derzeit so beliebten Fertigsalate aus dem Discounter, die gerade in den Mittagspausen an vielen Arbeitsplätzen auftauchen. Merke: Selbermachen spart jede Menge Verpackungsmüll. Günstiger im Hinblick auf den Verpackungsmüll sind auch große Packungen statt kleine, die meist auch viel teurer als größere Portionen sind.

Spontaneinkäufe erzeugen Müll

Wer mit dem Verpackungsmüllsparen mal begonnen hat, stellt bald fest, dass es klappt - und dass es richtig Spaß machen kann. Schluss ist allerdings mit den meisten Spontankäufen: Auf dem Nachhauseweg schnell mal im Discounter vorbeifahren und den Einkaufswagen mit allerlei Fertigpackungen vollladen, erzeugt jede Menge Verpackungsmüll. Wer besser plant, was er wann kochen will, weiß dann auch, was wann eingekauft werden muss. Das Wo entscheidet sich dann auch danach, wo es die meisten unverpackten Waren gibt: auf dem Wochenmarkt zum Beispiel, im kleinen Gemüseladen, beim Metzger, im Unverpacktladen oder auch in einem Supermarkt mit gut sortierten Frischetheken.

Mogelpackungen stehen lassen

Auch in vielen Supermärkten, die ja am Puls der Zeit sein wollen, sind inzwischen mitgebrachte Tupperdosen erlaubt. Den eigenen Tupperbehälter auf die Theke stellen und sich Wurst und Käse reinlegen lassen, das wird inzwischen immer öfter gerne gesehen. Im Zweifelsfalle hilft es, beim Marktleiter nachzufragen: Auch so werden Veränderungen angestoßen.

Supermärkte wie Edeka in Endersbach und Rewe bieten waschbare Mehrweg-Frischenetze für Obst und Gemüse an. Das Netz wird statt des Plastikbeutels verwendet. Sein Gewicht von zehn Gramm wird über einen Barcode beim Wiegen an der Kasse abgezogen. Karotten, Paprika, Tomaten oder Äpfel kann man aber auch lose aufs Band legen. Und auch beim Einkauf von Kleidung, Büchern oder in der Drogerie sind Tüten echt überflüssig.

Bei den meisten Drogerieartikeln ist das Potenzial zum Plastiksparen enorm. Statt Taschentücher in einzelnen Päckchen gibt es aber auch Papiertaschentücher im Kartonspender. Bei Reinigungsmitteln sollte man Nachfüllpacks kaufen, die wesentlich weniger Plastikmüll nach sich ziehen. Bei Kosmetikartikeln kennt fast jeder echt Mogelpackungen, von denen man die Finger lassen sollte.

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