Waiblingen/Virginia Beach Hurrikan Florence: Stihl schließt US-Werk

Hurrikan Florence soll am Freitag auf die Küste treffen. Foto: Alexander Gerst via newscom

Waiblingen/Virginia Beach. Der Hurrikan „Florence“ nähert sich der Ostküste von Nordamerika. Das US-Werk der Firma Stihl in Virginia Beach ist seit Donnerstagmittag geschlossen. Der Sturm hat sich zwar inzwischen abgeschwächt, gleichwohl ist an der Ostküste mit erheblichen Schäden zu rechnen.

Stihl Inc. unternehme alle notwendigen Maßnahmen, um das Unternehmen vor den Auswirkungen des Hurrikans abzusichern, teilt das Unternehmen auf Anfrage mit. Mit 1900 Beschäftigten ist Virgina Beach das größte Stihl-Werk außerhalb Deutschlands. Hurrikane und Tropenstürme sind nichts Neues in der Region. Das Betriebsgelände von Stihl Inc. liege jedoch in einem wenig betroffenen Teil von Virginia Beach. Bisher seien noch nie Schäden im Werk entstanden.

 

 

Stihl-Mitarbeiter müssen Häuser verlassen

Mittlerweile gehen die Meteorologen davon aus, dass Hurrikan Florence ein ganzes Stück weiter südlich von Virginia Beach auf die Ostküste der USA treffen wird. Stihl Inc. erwarte daher keine Schäden im Werk. Als eine Vorsichtsmaßnahme wurde am Donnerstagmittag den Betrieb für die Dauer des Sturms eingetellt. Die Mitarbeiter können die flexiblen Arbeitszeitmodelle des Unternehmens nutzen, um die ausgefallene Arbeitszeit auszugleichen.

Die Beschäftigten sind vom Hurrikan aber auch als Bewohner der Region betroffen. Seit Montag seien in den am meisten gefährdeten Wohn- und Gewerbegebieten der Region rundum Virginia Beach die Evakuierung angewiesen. Einige Stihl-Mitarbeiter mussten bereits ihre Häuser verlassen. 

Fünf Millionen Menschen in der Warnzone

In Virginia Beach, seit diesem Jahr Partnerstadt von Waiblingen, laufen die Vorbereitungen auf den Wirbelsturm. Allerdings werden keine so dramatischen Auswirkungen mehr erwartet, da die Stärke des Wirbelsturms von Stärke fünf auf zwei herabgestuft wurden. Gleichwohl hat die Stadt in der Kellam High School eine Notunterkunft für Obdachlose eröffnet. Fotos zeigen leer gekaufte Regale in Supermärkten, geschlossene Läden und Bürger, die Sandsäcke packen.

In der tiefroten Hurrikan-Warnzone, an deren Rand Virgina Beach liegt, leben mehr als fünf Millionen Menschen. Weitere 4,9 Millionen umfasst das Gebiet, für das der National Weather Service eine Warnung vor Tropenstürmen ausgerufen hat.

Hurrikan „Florence“ zieht an Virginia vorbei

Hurrikan „Florence“ bewegt sich laut dpa trotz verminderter Windstärke mit großer Zerstörungskraft auf die Südostküste der USA zu. Lebensgefährliche Sturmfluten und heftige Regenfälle drohen unter anderem in den Bundesstaaten North und South Carolina, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum am Donnerstag mitteilte.

Mit Windgeschwindigkeiten von rund 175 Kilometern pro Stunde ziehe der Sturm über den Atlantik in Richtung Küste. Die Stärke des inzwischen auf Kategorie 2 herabgestuften Wirbelsturms werde sich voraussichtlich nur noch geringfügig ändern, bis er auf Land treffe, hieß es weiter. Meteorologen hatten zuvor nicht ausgeschlossen, dass sich der Sturm zu einem Hurrikan der höchsten Stärke 5 entwickeln, also Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Stundenkilometern erreichen könnte.

Die Behörde warnte, eine lebensbedrohliche Sturmflut, bei der sich Wassermassen von der Küste ins Landesinnere bewegen, sei „sehr wahrscheinlich“. Überschwemmungen auch über längere Zeiträume würden erwartet. Sturmfluten von bis zu vier Metern seien möglich.

Obwohl der Hurrikan vermutlich nach Süden abdreht, baten die Verantwortlichen in der Region Hampton Roads die Bewohner, weiterhin vorsichtig zu sein. Einzelne Hotels nehmen keine Reservierungen für die nächsten Tage an. Andere wie das Beach Spa B&B teilen auf ihrer Internetseite mit, dass sie aufgrund der neue Lage wie gewohnt geöffnet seien.

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