Waiblingen Waiblinger gewinnt die „Formula Student Germany“

Der Elektro-Rennwagen des Green Teams Uni Stuttgart heizt beim Rennen mit Bestzeiten um die Kurven. Foto: Knecht

Waiblingen. Bei der „Formula Student Germany“ am Hockenheimring sind 115 Studenten-Teams aus aller Welt mit selbst gebauten Rennwagen an den Start gegangen. Kevin Knecht aus Waiblingen und sein „Green Team Uni Stuttgart“ holten mit ihrem Elektro-Rennwagen die meisten Punkte und gewannen das Rennen.

Auf dieses eine entscheidende Rennen hatten sie Tag und Nacht hingearbeitet. Nun hat sich all die Mühe gelohnt: Der Waiblinger Kevin Knecht und sein „Green Team Uni Stuttgart“ sind die Gewinner der Formula Student Germany, einem internationalen Konstruktionswettbewerb für Studierende. 115 Teams aus 24 Nationen zeigten auf der Strecke am Hockenheimring, was ihre selbst gebauten Flitzer alles können.

In drei Wettbewerbsklassen rangen 4000 Studierende um den Sieg: in der Formula Student Combustion, dem traditionellen Wettbewerb mit Verbrennungsmotoren, in der Formula Student Electric, in der mit Elektromotoren gefahren wird, und in der neuen Wettbewerbsklasse Formula Student Driverless. In dieser Klasse traten die Studierendenteams zum ersten Mal mit fahrerlosen Fahrzeugen gegeneinander an.

Ein Rennwagen, acht Disziplinen, eine Woche

Doch die Teilnehmer müssen bei diesem Wettbewerb mehr als nur ingenieurwissenschaftliches Geschick beweisen. Hier lautet das Motto: ein Rennwagen, acht Disziplinen, eine Woche. Neben drei statischen Disziplinen, der Vorstellung der Konstruktionen, der Kostenplanung und dem Geschäftsmodell, werden die Rennwagen in fünf dynamischen Disziplinen auf ihre Praxistauglichkeit auf der Rennstrecke geprüft. Für jede Disziplin gibt es Punkte, das Team mit der höchsten Punktzahl gewinnt.

„Wir können den Sieg selbst kaum fassen.“

Die Mitglieder des „Green Teams“ haben seit Sonntagabend ein breites Grinsen im Gesicht. Denn sie holten den Gesamtsieg in der Wettbewerbsklasse für Fahrzeuge mit Elektromotor. Insgesamt setzte sich der Rennwagen des 23-jährigen Studenten Knecht und seines Teams gegen 35 andere Elektro-Rennwagen durch. „Wir können den Sieg selbst kaum fassen. Ein Jahr lang haben wir auf dieses große Ziel hingearbeitet“, erzählt Knecht nach der Siegerehrung stolz und voller Erleichterung.

Rennwagen hatten mit der Nässe zu kämpfen

Dabei standen die Zeichen zunächst nicht unbedingt auf Sieg. Der andauernde Regen machte dem „Green Team Uni Stuttgart“ zu schaffen. Nicht nur die Zelte, in denen die Teams übernachteten, waren überflutet worden, auch die Rennwagen hatten mit der Nässe zu kämpfen: „Wir haben unser Auto nur bei gutem Wetter und trockener Fahrbahn getestet“, gab sich Knecht am Samstagnachmittag vor dem Autocross, einer Parcoursfahrt auf Zeit, noch unsicher.

Doch das Green Team hatte Glück: Bis zum Start des großen Rennens blieb die Strecke einigermaßen trocken und so fuhr der schwarz-grüne Elektro-Rennwagen unter den Augen Hunderter Zuschauer erneut Bestzeiten. Der gewonnene Wanderpokal soll nun einen Ehrenplatz im Trophäenregal des „Green Teams“ bekommen. Knecht sieht dem letzten Rennen der Saison, das kommende Woche in Spanien stattfindet, gelassen entgegen: „Für mich war das Rennen am Hockenheimring das Wichtigste, denn es hatte die meisten Teilnehmer und die strengsten Regeln. Außerdem kam meine Familie zum Zuschauen.“ Nach all den nervenaufreibenden Erlebnissen am Ring freut sich der Student nun wieder auf ruhige Vorlesungen im Hörsaal.

  • Bewertung
    2
 

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!