Waiblingen Zeitreise durch Waiblingen: Welche Straße suchen wir?

Wo in Waiblingen stand der Fotograf? Foto: Archiv Schwarzmaier Heimatverein

Waiblingen. Eine fast schon ländliche Szene: ein Bauernhaus, davor ein Traktor mit Anhänger und ein Stapel Holz. Ein paar Autos parken am Rand der ruhigen Straße. Welche könnte es sein? Machen Sie mit bei der zweiten Folge unseres Waiblinger Zeitreise-Rätsels und beliefern Sie uns mit alten Geschichten und Erinnerungen!

Und wieder wollen wir eintauchen ins alte Waiblingen. Die Foto-Zeitreise führt uns diesmal wieder in eine Straße, die jeder Waiblinger kennt – aber beim Anblick unseres Bildes nicht zwingend wiedererkennt. Drücken wir es vorsichtig aus: Die Verkehrsverhältnisse haben sich seit der Aufnahme etwas verändert.

Den Schatz an Erinnerungen heben

Genauer gesagt, hat sich seither sogar fast alles verändert. Trotzdem sind wir sicher, dass viele Betrachter, vor allem die Älteren, ein Déjà -vu erleben werden. Denn obwohl Alt-Waiblingen zumindest an dieser Stelle ziemlich verschwunden ist, bleibt es im Gedächtnis der Zeitgenossen erhalten.

Diesen Schatz an Erinnerungen und Anekdoten wollen wir, die Waiblinger Kreiszeitung und der Heimatverein, heben. Welche Geschichten fallen ihnen ein beim Anblick dieser Straße, dieser Häuser und dem stattlichen Gebäude im Hintergrund? Und natürlich dürfen jüngere Generationen ebenfalls mitraten.

Viele rühmten die Brezeln vom Bäcker Göltenbodt

Zum Auftakt unserer Zeitreise hatten wir eine Ansicht der Langen Straße aus der Blickrichtung Alter Postplatz gezeigt. Dutzende Leser erkannten die Bäckerei Göltenbodt, die Metzgerei Honauer, die Drogerie Greis und andere Läden, die so heute nicht mehr existieren. Sie erzählten von der fleißigen Bäckersfrau, von den leckeren Brezeln und strengen Lehrern in der Karolingerschule.

Auch diesmal hoffen wir auf viele Rückmeldungen, die sich auf die hier gezeigte Straße oder die nähere Umgebung beziehen. Zum Beispiel Friedmar Probst, Jahrgang 1954 und heute Pfarrer in Alfdorf, erinnert sich an das „Café Hörnle“: „Hier haben wir als Oberstufenschüler des Staufergymnasiums oft eine Hohlstunde verbracht oder saßen nach dem Sportunterricht am Freitagnachmittag noch gemütlich zusammen.“

Klaus-Peter Randow weiß noch, wie auch die Grundschüler die frischen Backwaren mochten: „Göldenbodt-Kästle hat jede große Pause Brezeln für fünf Pfennig verkauft und die Riesenbrezeln für sieben Pfennig, und beim Hausmeister konnte man Kakao kaufen.“

Hunderte von Fotos ohne Beschriftung

Das Bild entstammt dem Privatarchiv Schwarzmaier, das dem Heimatverein vermacht wurde und das dieser für das Zeitreise-Rätsel dankenswerterweise der Zeitung zur Verfügung stellte. Das Archiv umfasst Hunderte von Fotos, vor allem aus den fünfziger Jahren. Ehrenamtliche des Heimatvereins wollen diese weiter digitalisieren, verschlagworten und ordnen. Hilfe bei der Identifizierung von Gebäuden und ehemaligen Bewohnern ist willkommen.

Grundsätzlich wissen die Waiblingen-Kenner vom Heimatverein sehr wohl, um welche Straße es sich handelt. Aber ein bisschen Rätselspaß muss ja sein – gerade auch für die Jüngeren. Und wir von der Redaktion sind gespannt, was diesmal alles zusammenkommt an „Geschichten aus der Geschichte“.

Wer kann etwas zu diesem Bild erzählen?

  • So funktioniert unsere „Zeitreise Waiblingen“: Wir zeigen in der Zeitung ein Bild aus dem Fundus des Heimatvereins und lassen Sie, liebe Leserinnen und Leser, erst einmal rätseln.
  • Erkennen Sie diesen Ort? Dann freuen wir uns auf Erinnerungen und Anekdoten, die Sie damit verbinden. Vielleicht erkennt ja sogar jemand auf dem Foto abgebildete Personen. Diese sind uns bisher nicht bekannt – der Ort durchaus. Schicken Sie uns Namen und Erinnerungen per E-Mail an waiblingen@zvw.de, per Post an WKZ Lokalredaktion, Albrecht-Villinger-Straße 10, 71332 Waiblingen oder per Fax an 0 71 51/566-402. Oder rufen Sie am Dienstag ab 11 Uhr an unter Telefon 0 71 51/566-263.
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