Waiblinger Blogger testen Wie gut sind die neuen Smartphones?

Ein Gabentisch voller Geräte vom Android-Männchen über die Drohne bis zur Autorennbahn. Foto: Kölbl / ZVW

Waiblingen. Seit vier Jahren betreibt der Waiblinger Sebastian Seitz mit Freunden den markenunabhängigen Blog „Droidgeeks“ und testet dabei Smartphones, Tablets und Hightech-Spielzeug auf Herz und Nieren. Ein Überblick über Trends der Digitalwelt, die aktuellsten Smartphones, Smart Home mit Alexa und die Google-Datenbrille.

Zu Weihnachten wird immer mehr Elektronik verschenkt. Wohl kein Zufall, dass gerade im Herbst viele neue Geräte erscheinen. Doch welche taugen wirklich etwas, welche sind die Besten und bei welchen überzeugt das Preis-Leistungs-Verhältnis? Die Droidgeeks wissen Rat und vereinen technisches Know-how mit jugendlicher Begeisterung. Davon zeugt schon der Name des Blogs, ein Akronym aus „Android“ fürs bevorzugte Betriebssystem und „Geeks“, was in etwa so viel bedeutet wie „Computerverrückte“. So fehlt denn auch kaum eine neue digitale Errungenschaft im Fuhrpark der Blogger: weder die Speicherkarte mit 400 Gigabyte noch verschiedene Drohnen, die smarte Kaffeemaschine, der Staubsauger-Roboter oder die Autorennbahn 2.0 mit App-Steuerung. Der fachliche Hintergrund der Tester lässt nichts zu wünschen übrig. So arbeitet der 23-jährige Sebastian Seitz nach abgeschlossenem Studium als IT-Berater im Außendienst, während sein 21-jähriger Bruder in Stuttgart Technische Kybernetik studiert. Also ran an fünf Smartphones unterschiedlicher Preiskategorien und zwei weitere Geräte, die viel von sich reden machen.

Akkulaufzeit und Kamera machen oft den Unterschied

Google Pixel 2 XL: Erschienen im Oktober. Nach Meinung der Tester das beste Smartphone überhaupt, in etwa auf Augenhöhe mit dem neuen iPhone X. Für Begeisterung sorgt die „Hammer-Kamera“-Auflösung von zwölf Megapixeln, extrem schneller Laserautofokus, Bildstabilisator und Porträtmodus mit kunstvoller Tiefen-Unschärfe dank spezieller Software-Berechnung. Trotz starker Nutzung hält der Akku zwei Tage, alle Programme laufen flüssig, und Google sorgt aktuell für die neusten Updates. Der Speicher kann zwar nicht erweitert werden, aber bei 64 oder wahlweise 128 GB sollte das kein großes Problem sein. Das große Aber: der Preis mit rund 945 Euro.

Huawei Mate 10 Pro: Sebastian Seitz’ aktuelles Handy nimmt zwei SIM-Karten, die sowohl parallel als auch sauber getrennt genutzt werden können. Gut also für die Nutzung im Job und privat. Die Leica-Camera produziert scharfe Bilder, selbst bei Nachtaufnahmen. Mit „Artificial Intelligence“ (künstlicher Intelligenz) erkennt sie Motive wie Wald oder Essen und stellt sich eigenständig darauf ein. Gute Akkulaufzeit, aber die Größe ist ebenso wie die Glasrückseite nicht nach jedermanns Geschmack. Preis: 798 Euro.

LG V 30: Brandneu. Der Fingerabdruck-Sensor ist seit diesem Jahr quasi Standard. Doch während viele Neugeräte nur noch Bluetooth-Verbindungen zu Kopfhörern aufweisen, hat dieses auch weiterhin einen Kopfhörer-Eingang. Die Kooperation mit dem Lautsprecher-Spezialisten Bang & Olufsen ermöglicht das Hören von Musik auf Topniveau. Außerdem eine Kamera mit schöner Weitwinkel-Funktion und ein cooles Display mit flachem Rand. Preis: 849 Euro.

Honor 6 C Pro: Beim nicht ganz aktuellen Gerät der Huawei-Tochter machen die Tester klare Abstriche bei der Kamera, zudem ist der Prozessor spürbar langsamer. Trotzdem bescheinigen sie ihm gute Verarbeitung, einen ordentlichen Akku und besonders gute Eignung als Einsteiger-Handy, denn: Der Preis liegt bei etwa 200 Euro.

Huawei P 10: „Unser Geheimtipp im Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Denn bei den von den Droidgeeks geschätzten Chinesen verfallen die Preise rasch. Im Frühjahr ist das Gerät erschienen. Leica-Kamera und Kopfhörer-Anschluss sind vorhanden. Der Fingerabdruck-Sensor befindet sich ausnahmsweise vorne. Eine starke Kamera, aber ohne „AI“-Funktion und ohne Endlos-Display – dafür in der Größe kompakt. Preis: 457 Euro.

Amazon Echo („Alexa“): Sebastian Seitz besitzt drei Exemplare der „Smart Home“-Steuereinheit. Nachrichten, Stauwarnungen und Musik gibt es auf Zuruf. Das vielbeschworene Internet der Dinge wird in der webbasierten Steuerung des Staubsaugerroboters, der Beleuchtung und der Kaffeemaschine Wirklichkeit. Das war’s denn auch fast. Kommt in naher Zukunft die Integration ins Auto? Das Prinzip Smart Home lebt von den Geräten, die sich damit auf Zuruf oder von unterwegs bedienen lassen. Noch ist der Markt überschaubar, besonders beim Konkurrenten Google Home. Preis: 80 Euro.

Google Daydream View: Für den größten Wow-Effekt sorgt die Datenbrille bei 360-Grad-Videos. Ansonsten eignet sie sich für bestimmte Spiele. Bei der Grusel-Variante wird die Welt draußen mit engem Gesichtsfeld wie mit einer Taschenlampe ausgeleuchtet. Wer Dinos mag, kann damit in die Urzeit reisen. Für eine „Augmented Reality“ (verbesserte Realität) sorgt sie nur bedingt – letztlich eher eine Spielerei. Preis: 99 Euro.


Tablets

Tablets haben die Droidgeeks (www.thedroidgeeks.de) lange nicht mehr getestet.

Abgesehen vom iPad setzten sie sich nicht dauerhaft durch.

Einerseits würden die Handys immer größer. Andererseits eignet sich für längere Arbeiten ein Laptop besser.

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