Wandertipp Zu den Ex-Vulkanen auf der Alb

 Foto: Grafik/Ettischer

Sehenswert: Das spektakulärste Schauspiel während der wechselvollen Entstehungsgeschichte der Schwäbischen Alb ging vor rund 15 Millionen Jahren über die Bühne, als im Urach-Kirchheimer Gebiet mehr als 350 Vulkane aktiv waren. Zwei der ehemaligen Schlote liegen an unserem heutigen Wanderweg. Das Randecker Maar, einst ein mit Wasser gefüllter Kessel von rund einem Kilometer Durchmesser, wurde mit dem Zurückweichen des Albtraufs durch Erosion vom Zipfelbach angenagt und zum Auslaufen gebracht.

Dem Schopflocher Moor, einst ebenfalls ein Maarsee, blieb dieses Schicksal dank der rückwärtigen Lage erspart. Der See verlandete im Lauf der Jahrmillionen, und es bildete sich ein Hochmoor, eines der wenigen auf der sonst wasserarmen Schwäbischen Alb. Auf einem Schwellenweg - und nur auf diesem! - kann das Moor begangen und seine besondere Pflanzen- und Tierwelt beobachtet werden.

Streckenlänge: 13 Kilometer

Anfahrt: Mit Buslinie 177 Kirchheim-Donnstetten, mit Pkw über die B465 von Kirchheim Richtung Ulm bis zur Abzweigung Schlattstall.

Hier geht's lang: In Schopfloch gehen wir beim Rathaus auf der Vorderen Bergstraße aufwärts, biegen oben vor der Gaststätte links in den Bulzenweg ein und wandern durch Felder geradeaus zu einer mehrfachen Weggabelung am Waldrand. Dort nehmen wir den halblinks abwärts führenden Weg, der mit leichtem Gefälle teils durch Felder, teils nahe dem Waldrand zur Kreisstraße hinabführt. Diese überschreiten wir, biegen rechts ab und gelangen neben ihr zum Wanderparkplatz beim Bahnhöfle hinab.

Hier wird links abgebogen und, vorbei an den Parkplätzen, dem roten Dreieck des Alb-Nordrand-Wegs (HW 1) gefolgt, das fortwährend nahe dem Trauf entlangleitet, zuerst auf einem breiten Forstweg, nach acht Minuten auf einem rechts abzweigenden Pfad zum Heimenstein hinauf. Erst nach weiteren 20 Minuten verlässt der Weg den Rand des Steilhangs und stößt außerhalb des Walds auf ein Teersträßchen. Diesem folgen wir - immer noch mit dem roten Dreieck - rechts aufwärts, um den Mönchsberg herum und an der Ziegelhütte vorbei zum Salzmannstein. Hier öffnet sich ein schöner Blick über das Randecker Maar und die Zipfelbachschlucht zur Limburg, die ihre Kegelgestalt einem Vulkan verdankt.

Nach sieben Minuten,bei der Tafel "Naturschutzgebiet", verlassen wir den HW1, überqueren die Straße und wandern zwischen dem Parkplatz und der Scheuer ohne Markierung geradeaus, biegen in den ersten links abzweigenden Weg ein, durchqueren das Hofgelände, wenden uns auf dem Querweg bei der Esche nach rechts und auf dem nächsten Querweg nach links, bis wir am Fuße des Gefälles links in den Grasweg abbiegen, der in den durch das Torfmoor führenden Bohlenweg mündet.

Am Ende des Moors beim Otto-Hoffmeister-Haus angekommen, biegen wir rechts ab, gehen beim Kreuzstein geradeaus und nehmen, um ein Stück Teerstraße zu vermeiden, drei Minuten später bei der Tafel "Naturschutzzentrum" den links abzweigenden und am Waldrand den rechts abzweigenden Weg, der durch Wald am Hang entlang und nach 20 Minuten wieder zur Straße hinabführt. Auf dieser geht's links aufwärts und bei der Ortstafel durch die Raiffenstraße zum Ausgangspunkt zurück.

Der Streckenverlauf als PDF.

Kartentipp: Wanderkarte Blatt 19 Reutlingen - Bad Urach

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