Weihnachtswelt in Schorndorf Das Rathaus trägt wieder Weihnachtsmütze

Die Weihnachtsmütze sitzt. Foto: Mogck / ZVW

Schorndorf. Elf Monate war das Rathaus nackt und musste frieren, jetzt hat es wieder seine kuschelig-warme Weihnachtsmütze. Schorndorf-Centro setzt auch in diesem Jahr wieder auf das klassische Modell in Rot-Weiß. Seit Montag um halb 10 Uhr sitzt die Mütze auf ihrem Platz an der Spitze. Von dort aus hat sie nun freie Sicht auf den Weihnachtsbaum am Marktbrunnen.

Eine Karte mit allen Weihnachtsmärkten im Rems-Murr-Kreis (inklusive Öffnungszeiten) finden Sie hier.

Geschäftiges Treiben herrscht am Montagmorgen auf dem Marktplatz. Lastwagen, Kräne und andere Baustellenfahrzeuge sind angerückt. Fleißige Arbeiter sind unterwegs und sorgen dafür, dass aus dem Marktplatz eine Weihnachtswelt wird.

Bäume gibt es in vielen Städten und Gemeinden, aber eine Weihnachtsmütze auf dem Rathaus – das ist schon etwas Besonderes. Auch wenn sich die Schorndorferinnen und Schorndorfer in den letzten Jahren an den Anblick schon gewöhnt haben.

Gebläse wie bei einer Hüpfburg

Mit Steiger und Kran wird die Hülle der Mütze von Hand über die Rathausspitze gezogen und über den spitzen Blitzableiter gefädelt. Anschließend sorgt ein Gebläse dafür, dass aus der schlaffen Mütze ein standhaftes Exemplar wird, das über dem Marktplatz thront. Das Ganze funktioniert wie bei einer Hüpfburg: Regelmäßig wird neue Luft hineingeblasen, so dass sie nicht wieder in sich zusammenfällt.

Das Ganze lässt sich Schorndorf-Centro, der Veranstalter des Weihnachtsmarktes, einiges kosten: Der Auf- und Abbau der Mütze kostet jedes Jahr zwischen 4000 und 5000 Euro. Doch für Uli Fink, Geschäftsführer von Schorndorf-Centro, ist die Mütze nicht mehr wegzudenken: „Sie ist das Wahrzeichen des Weihnachtsmarktes.“

Ursprünglich sollte das Rathaus auch einen Schal bekommen

Die Schorndorfer Werbeagentur Joussen-Karliczek dachte sich die Aktion vor vielen Jahren aus. Ursprünglich sollte es zur Mütze auch einen Schal fürs Rathaus geben. „Das ist und bleibt jedoch ein Wunschtraum“, sagt Fink. Der Aufwand und die Kosten dafür seien einfach zu groß.

Neben der Mütze baut Finks Team auch die Hütten für die Weihnachtswelt auf. Wichtig dabei: Die Stände bekommen Holzböden, damit die Standbetreiber nicht auf dem kalten Steinboden ausharren müssen. Die einheitlichen Hütten sollen für ein besonders schönes Bild sorgen, erklärt Fink, der mit seinem Sohn die Arbeiten auf dem Marktplatz koordiniert. Die Standbetreiber müssen nach dem Aufbau nur noch in die Stände einziehen.

Beleuchtung noch nicht abschließend geklärt

Wie und ob die Mütze in diesem Jahr beleuchtet wird, ist noch unklar. Bis vor einem Jahr wurde die Mütze von innen beleuchtet, das ist aus Brandschutzgründen nicht mehr möglich. Deshalb wurde sie im letzten Jahr von außen beleuchtet. Doch auch das wird in diesem Jahr zum Problem: Der Lichtstrahl störte im letzten Jahr offenbar einige Anwohner.

Parallel zur Mütze stellen einige Arbeiter den Weihnachtsbaum auf. Die 16 Meter hohe Rotfichte stammt, so viel soll verraten sein, von einer Schorndorfer Privatperson.

Landschaftsgärtner Manfred Schock fällte den Baum am frühen Morgen, fuhr ihn auf den Marktplatz und stellte ihn mit seinen Mitarbeitern auf. Eine der größten Schwierigkeiten sei es, samt Baum durch den Verkehr zu kommen, erzählt Schock, der bei der Aktion von der Polizei begleitet wurde. Beim Aufbau hat Schock viel Routine, schon seit 27 Jahren stellt er den Baum auf. Die Rotfichte wird in ein im Boden eingelassenes Loch gehoben, wo ihr Stamm mit Holzlatten fixiert wird.

Damit aus dem Baum ein Weihnachtsbaum wird, bringen Mitarbeiter der Stadtwerke im Anschluss eine meterlange Lichterkette an.

Das kulinarische Angebot wird in jedem Jahr noch besser

Der Weihnachtsmarkt geht in diesem Jahr zweieinhalb Wochen. Zwei Arbeitstage vor Heiligabend muss der Markt – einschließlich Mütze – abgebaut werden, deshalb ist er in einigen Jahren kürzer und in anderen etwas länger, erklärt Fink. Er preist in diesem Jahr besonders die Essensstände an: „Das kulinarische Angebot wird mit jedem Jahr noch besser.“


Die Weihnachtswelt im Überblick

Der Weihnachtsmarkt findet vom 1. bis 19. Dezember statt. Am Samstag um 11 Uhr wird er von Oberbürgermeister Matthias Klopfer eröffnet. In diesem Jahr gibt es 39 Stände auf dem Weihnachtsmarkt.

Einige neue Standbetreiber sind mit dabei. Zu ihnen gehören das Café Hallo, die Remstal-Gartenschau, ein neuer Süßwarenstand, Los Oliveros (Kunst und mehr aus Olivenholz) und Jacky’s Dorfladen (Allgäuer Käse und Wurstwaren).

Am Sonntag, 2. Dezember, findet der Weihnachtsmarkt der Vereine statt. Traditionell bieten dort Vereine, Kindergärten und Schulen und karitative Einrichtungen ihre Waren an.

Während der Markt abgebaut wird, gibt es am Donnerstag, 20. Dezember, von 17 bis 20 Uhr einen Benefizstand mit Glühwein und Punsch vor dem Rathaus, der ehrenamtlich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rathauses betrieben wird. Der Erlös kommt der Schorndorfer Tafel zugute.

Besucherinnen und Besucher können auf Facebook und auf der Homepage von Schorndorf-Centro über die schönste Weihnachtsmarkthütte abstimmen. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden Gutscheine verlost.

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