Weinstadt 297 000 Euro Mehrkosten für Remsstrand

Knapp 1,8 Millionen Euro sind nun für den Remsstrand in den Großheppacher Mühlwiesen nötig, 297 000 Euro mehr als gedacht. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Weinstadt. Knapp 1,8 Millionen Euro sind nun für den Remsstrand in den Großheppacher Mühlwiesen nötig, 297 000 Euro mehr als gedacht. Zahlen muss das nicht allein die Stadt: Es gibt 1,175 Millionen Euro Zuschuss. Die Mehrausgaben begründet Weinstadt mit Aufwendungen, die bei der Kostenberechnung noch nicht bekannt gewesen seien.

Bei der Stuttgarter Holzbrücke sind 15 000 Euro mehr nötig, bei der Straßenbeleuchtung entlang der Brückenstraße 46 000 Euro, bei den Baumpflanzungen 17 000 Euro, beim Rollrasen 28 000 Euro, bei der freigelegten historischen Brücke 63 000 Euro für Geländer, Mehraushub und Abfuhr sowie 18 000 Euro für die Sanierung. Dazu gesellen sich noch 110 000 Euro bei den Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüssen, die für die vielen Veranstaltungen im Gartenschaujahr dringend nötig sind. Der aus dem Ruhestand ins Tiefbauamt zurückgeholte Felix Auwärter, einst langjähriger Leiter des Amts, leitete das Thema mit den Worten ein, dass ein „kleiner Betrag noch fehlt“ – was Freie-Wähler-Fraktionschefin Isolde Schurrer zu der scherzhaften Bemerkung verleitete, dass die Verwaltung bei Mehrkosten künftig immer Auwärter vorschicken sollte. Der Gemeinderat stimmte den Mehrkosten jedenfalls ohne Gegenstimme zu, verbunden mit viel Lob für das Projekt.

Armin Zimmerle (Freie Wähler) machte für die Mehrkosten rund um den Aushub bei den Mühlwiesen das Technische Landratsamt verantwortlich. „Da sind unheimlich Steuergelder verschwendet worden.“ Baubürgermeister Thomas Deißler wollte das indes nicht so stehen lassen und betonte, dass die Kollegen dort nur bestehende Vorschriften ausführen würden. Verbesserungsideen gab es indes auch. GOL-Fraktionschef Manfred Siglinger wies darauf hin, dass etwa die unterirdischen Stromanschlüsse für die Veranstalter umständlich seien. Auch empfehle sich eine Fläche, auf der kein Rollrasen verlegt wurde, nicht zum Barfußlaufen. „Das muss von der ausführenden Firma überarbeitet werden.“ Um Letzteres, versicherte Auwärter umgehend, wird sich die Stadt kümmern. Was den Wunsch der Veranstalter angeht, machte er klar, dass dann oberirdische Schaltschränke nötig werden. Hans Randler (SPD) bat noch darum, dass die Stadt bekanntmachen soll, wann auf den Mühlwiesen welche Wengerter bewirten.

OB Michael Scharmann kündigte an, dass es auch in den nächsten Jahren Veranstaltungen auf den Mühlwiesen geben soll. Er versicherte, hier die Ruhebedürfnisse der Nachbarn zu berücksichtigen.

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