Weinstadt-Endersbach Lidl: Brandursache ermittelt

Insgesamt 24 Feuerwehrleute sind am Dienstag auf dem Lidl-Gelände in der Großheppacher Straße im Einsatz gewesen. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Weinstadt-Endersbach.
Die Feuerwehr dachte erst, es sei nur ein Containerbrand – doch schnell zeigte sich, dass die Weinstädter Wehr mit mehr Fahrzeugen ausrücken muss. Es fing nämlich nicht irgendein frei stehender Papiercontainer Feuer, sondern die hydraulische Papierpresse neben der Lidl-Filiale in Endersbach. Die Weinstädter Feuerwehr rückte deshalb am späten Dienstagvormittag mit 24 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen aus. Als sie ankam, war das Gebäude bereits evakuiert. Grund: Es drang Rauch ein – und von dem geht bei Bränden bekanntlich die größte Gefahr für Menschen aus.

Einsatzkräfte benutzen Belüftungsgeräte

Aufgabe der Feuerwehr war es zu verhindern, dass der Brand aus der Papierpresse auf das Lidl-Gebäude übergreifen kann. Laut dem Weinstädter Feuerwehrsprecher Tim Maier befand sich deshalb unter den Fahrzeugen auch ein sogenannter Wechsellader. Dabei handelt es sich um Lastkraftwagen, die Container transportieren können – und zwar mittels eines Ladehakens.

Mit dem Wechsellader wurde der brennende Container laut Maier vom Lidl-Gebäude weggezogen und gelöscht. Um den Rauch aus der Lidl-Filiale zu bekommen, setzte die Weinstädter Wehr zwei Belüftungsgeräte ein. Zudem untersuchten die Einsatzkräfte in dem Gebäude die Konzentration an Kohlenstoffmonoxid, kurz CO. Das geruchslose Gas ist schließlich giftig und gilt als stiller Mörder. Knapp zwei Stunden nach der Alarmierung um 11 Uhr konnte die Feuerwehr ihre Arbeit beenden.

Lidl-Pressestelle macht keine Angaben zu Schadenshöhe

Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte Mario Köhler von der Lidl-Pressestelle mit, dass sich während des Vorfalls fünf Mitarbeiter sowie etwa 30 Kunden in der Filiale befanden. Die Mitarbeiter haben nach seinen Angaben die Filiale umgehend geräumt und die Feuerwehr gerufen. „Verletzt wurde niemand.“

Durch die schnelle Reaktion der Mitarbeiter sei kein Schaden an der Ware oder am Gebäude entstanden. „Nach der gemeinsamen Begehung der Filiale mit der Feuerwehr konnten wir bereits gegen 13.30 Uhr wieder für unsere Kunden öffnen.“ Weitere Fragen, etwa zu der Höhe des entstandenen Sachschadens, wollte der Lidl-Sprecher nicht beantworten. „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir grundsätzlich keine Angaben zu internen Abläufen sowie Schadenssummen machen.“

Polizei macht Angaben zur Brandursache

Auch das Polizeipräsidium Aalen sagte nichts zur Schadenshöhe – zur Brandursache allerdings schon. Laut der Pressestelle hat ein technischer Defekt in der hydraulischen Presse das Feuer ausgelöst. Heißt: Die Polizei schließt eine Brandstiftung aus.

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