Weinstadt Glühweinfest an der Endersbacher Kelter

, aktualisiert am 28.01.2019 - 12:02 Uhr

Weinstadt-Beutelsbach. Dicke Jacke, warme Schuhe, auch Handschuhe machten sich gut beim Glühweinfestle der Weinbaufreunde Beutelsbach. Zum 15. Mal luden sie zum wärmenden Umtrunk mit zwei verschiedenen Glühweinen. Warum nicht auch mal dem Glühwein huldigen? Das dachten sich die Weinbaufreunde Beutelsbach und schufen ein kleines winterliches Weinfest.

Als rote und weiße Variante schenken die Vereinsmitglieder ihn aus: „Bei dem Glühwein wissen wir, wo er herkommt“, sagt Vorstand Christian Schaal. Bei vielen Glühweinen auf Weihnachtsmärkten schmecke er „Weinfehler“ heraus, sie seien oft übersüßt. „Wir wollen dem entgegentreten und zeigen, dass man aus gutem Wein auch einen guten Glühwein machen kann.“

Das Rezept: Kerner, Traubensaft und ein paar Gewürze

Denn die Basis des roten Glühweins, den sie bei der Remstalkellerei kaufen, sei ein wertiges Produkt: „Eine Cuvée mit dunklen Rebsorten, Acolon ist die Hauptzutat“, so Schaal. Den weißen Glühwein machen die Weinfreunde selbst. „Kerner, Traubensaft und ein paar Gewürze“, sagt Matthias Schiller, der inoffizielle „Hüter des Rezepts“. Er und Markus Gaupp hatten mit ihrem Interesse für Glühwein den Anstoß für das Fest gegeben. Es fällt in eine festleskarge Zeit: Die Weihnachtsmärkte sind vorüber, das erste Weinfest in den Weinbergen ist noch nicht in Sicht. Die Winterausgabe der sonntäglichen offenen Kelter, zu der die Weinbaufreunde das Jahr über regelmäßig einladen, fand erstmals an einem Samstagabend statt.

Mitten im Weinberg trifft man sich zum gemeinsamen Frösteln und kann sich an Feuertonnen und einer heißen Tasse wieder aufwärmen. „Jetzt hat es endlich die passenden Temperaturen“, sagen Sandra und Verena (29), die aus Beutelsbach und Endersbach herspaziert sind. „Wir mussten heute Vormittag arbeiten und dachten uns, dass das hier ein guter Ausklang ist.“ Vom Karlstein kommen Spaziergänger flotten Schrittes mit Stöcken angetrabt. „Was gibt’s hier Gutes?“, wird begrüßt. Das Gute beschränkt sich nicht auf heiße Getränke, erstmals gibt es selbst gemachten Salzkuchen. Und was Kaltes gibt es außerdem: „Den Weißwein müssen wir nicht kühlen, das spart sogar Energie“, witzeln die Ausschenkenden. Die frische, nasskalte Witterung kurbelt aber vor allem den Glühweinkonsum an. Trotz wochenlangem Duft auf Weihnachtsmärkten - kaum jemand scheint des würzigen Getränks überdrüssig zu sein. Für viele ist es ein warmer Absacker auf dem Heimweg vom Schlachtfest in Strümpfelbach. Andere „glühen“ sich die ungemütliche Temperatur weg. „Zwei oder drei Tassen, dann hat man sich das Wetter fast sommerlich warm getrunken“, bekennt ein Besucher.


Salzkuchen

Für die passende Ergänzung zum Glühwein haben die Weinbaufreunde Anfang Januar vorgesorgt. „Bei einer Backaktion haben wir das Backhäusle in Beutelsbach angeworfen und 200 Salzkuchen gebacken“, so Christian Schaal. Heiß aus dem Pizzaofen, schafft er die ordentliche Grundlage.

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