Weinstadt-Großheppach Aussichtsplattform eingeweiht

Die Einweihung der Aussichtsplattform auf der Luitenbächer Höhe hat mehr als Hundert Besucher in die Weinberge gelockt. Foto: Habermann / ZVW

Weinstadt-Großheppach. Das erste Weinstädter Projekt für die Remstal-Gartenschau ist am Dienstag eingeweiht worden: die Aussichtsplattform auf der Luitenbächer Höhe. Sie ist als erster Aussichtspunkt des gesamten interkommunalen Konzepts fertiggestellt worden. Oberbürgermeister Michael Scharmann ist stolz: „Mit dem Aussichtspunkt setzt Weinstadt einmal mehr Maßstäbe.“

Ein 360°-Blick von der Aussichtsplattform finden Sie hier.

„Herzlich willkommen am Tor des Remstals auf der Luitenbächer Höhe!“ Stolz und selbstbewusst zeigt sich Oberbürgermeister Michael Scharmann bei seiner Einweihungsrede für die neue Aussichtsplattform in den Großheppacher Weinbergen, die deutlich sichtbar im Norden des Ortes thront. Für seine Worte erntet er Beifall von mehr als Hundert Besuchern aus Weinstadt und Umgebung: von Bürgern und Gemeinderäten, von Rathaus- und Projektmitarbeitern, von Ehrengästen wie dem Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer und dem Vorsitzenden des Verbands Region Stuttgart Thomas Bopp.

Zweifache Premiere 

Mit der Einweihung wird eine zweifache Premiere gefeiert: Sie würdigt die Plattform als erstes fertiges Projekt der Stadt Weinstadt für die Remstal-Gartenschau 2019 – und zugleich als ersten fertigen Aussichtspunkt der Gartenschau als Ganzes. Denn über das Remstal verteilt sind mehrere solcher Blickpunkte geplant.

Wetter spielte bei Einweihung mit 

Die neue Aussichtsplattform kommt bei den Gästen gut an: Mit Sekt und Damenschenkel in der Hand schlendern die Männer und Frauen über die grauen Holzbohlen, genießen die Aussicht über die sanft geschwungenen Weinberge hinunter auf Großheppach und auf die angrenzenden Orte. Für die Getränke, Pavillons und Tische haben die Großheppacher Weinfreunde gesorgt, für das Essen die Stadt Weinstadt. Ein Glück für die gesamte Versammlung, dass der wolkenverhangene Himmel just zur Einweihungsveranstaltung aufreißt und die Sonne durchlässt.

„Die Bürger sind alle gespannt, wie’s aussieht“

Veranstaltungen wie diese findet Scharmann wichtig – Termine, bei denen Ergebnisse von Beratungen, Planungen und Bauarbeiten rund um Gartenschau-Projekte zu sehen sind. „Die Bürger sind alle gespannt, wie’s aussieht“, sagt er. „Ich denke, da wächst jetzt auch die Begeisterung für die Gartenschau.“

Projekt: Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen 

Die Plattform gehört zu den wenig umstrittenen Gartenschau-Projekten. Bei dem Projekt wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Der Trinkwasserbehälter am Oberen Wasserhäusle in den Großheppacher Weinbergen musste sowieso saniert werden. Um Zuschüsse zu bekommen, wurde diese Sanierung in das Gartenschau-Projekt umgewandelt und der Wasserbehälter zur Aussichtsplattform „Luitenbächer Höhe“ umgebaut. Der Verband Region Stuttgart steuerte 180 000 Euro zu dem Projekt bei. Die Gesamtkosten liegen bei 450 000 Euro.

Wo liegt die Aussichtsplattform?

Das sagen die Besucher

Heike Weidinger genießt zusammen mit ihrer Schwester die Aussicht. Ihr gefällt die Plattform gut: “Sie ermöglicht einen schönen Rundblick.“ An weiteren Festivitäten auf dem Aussichtspunkt würde sie gerne teilnehmen.

Für den jungen Weingärtner Christoph Topfer ist es wichtig, die Kultur aufzuwerten. Diese repräsentiert für ihn die Stadt. Das Projekt bezeichnet er als einen „großen Gewinn“.

Gemeinderatsmitglied Armin Zimmerle (FWW), der bei der Einweihung als kulinarischer Versorger fungiert, liegt der Erhalt der Kulturlandschaft sehr am Herzen. Er besitzt ein am Ort ansässiges Weingut und weiß den Wert des neuen Aussichtspunkt in seiner Heimat zu schätzen.

Seine Meinung teilt auch Erwin Schurrer. Seine Frau, Isolde Schurrer (FWW) ist ebenfalls ein Gemeinderatsmitglied. ,,Die Aussichtsplattform kann natürlich auch nachhaltig genutzt werden“, fügt er hinzu. Kleine Feste und Veranstaltungen in der Zukunft stoßen dabei auch auf das Interesse anderer Besucher, nimmt er an.

Einen Kontrast zum vielen Lob an dem Projekt bildet die Meinung der Stadtseniorenrätin Heike Weidinger aus Stetten. Sie findet es schade, dass die Plattform durch die steile Treppe nicht behinderten- und seniorengerecht gebaut ist. Es wäre für sie leichter gewesen, den Ausblick zu genießen, wenn jeder im gleichen Maße daran teilhaben hätte können, sagt sie. 

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