Weinstadt Leuchtender Weinberg: Geld zurück nach Abbruch?

Der Leuchtende Weinberg wurde am Samstagabend (27.07.) kurz nach 21 Uhr abgebrochen. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Weinstadt.
Die Stadt Weinstadt prüft derzeit die rechtlichen Rahmenbedingungen einer möglichen Rückerstattung des Eintrittspreises. Das teilte Sprecher Holger Niederberger am Montag auf Anfrage unserer Zeitung mit. „Aufgrund der Komplexität des Themas kann dies einige Tage in Anspruch nehmen. Sobald eine Entscheidung getroffen wurde, gibt die Stadt diese über die Medien bekannt.“

Weinstadt reagiert damit auf den Unmut, der im sozialen Netzwerk Facebook aufkam. Am Samstag war die um 18 Uhr begonnene Veranstaltung kurz nach 21 Uhr abgesagt worden. Grund war laut der Stadt der Eingang der Warnstufe drei des Deutschen Wetterdienstes („schwere Unwetter mit Blitzschlag“) in Verbindung mit der Wettersituation vor Ort. Dass eine Absage möglich ist, darüber hatte unsere Zeitung bereits im Vorfeld berichtet. Trotzdem hielten manche die Reaktion für übertrieben. „Leute, es hat geregnet, ein Unwetter ist was anderes!“, schrieb ein Nutzer auf der Facebookseite unserer Zeitung. Doch es gab auch Gegenstimmen: „Hätte irgendwo der Blitz eingeschlagen, hätte man gefragt, warum nicht geräumt wurde.“

Besucher sollten ihre Tickets aufheben

Die Frage, ob die Gäste ihr Geld wiedererhalten, wurde auf Facebook ebenfalls debattiert. „Bekommt man die Eintrittskarten zurückerstattet? Der Hauptakt, das Feuerwerk, fand ja nicht statt“, schrieb eine Nutzerin. An der Abendkasse kostete das Ticket zwölf Euro, an den Vorverkaufsstellen in Weinstadt acht Euro (ohne VVS-Ticket) und bei den Easyticket-Stellen 9,25 Euro (mit VVS-Ticket). Fakt ist: Es gab keine Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die eine Rückerstattung bei Unwetter ausschließen.

Ob das aber im Umkehrschluss heißt, dass die Stadt jedem gekommenen Besucher sein Eintrittsgeld zurückzahlen muss, lässt die Verwaltung gerade juristisch prüfen. Dabei muss auch überlegt werden, was mit jenen passiert, die ein Ticket kauften, aber wegen der Wetterprognose erst gar nicht kamen. Eines stellt Pressesprecher Holger Niederberger indes schon klar: „In jedem Fall sollten die Besucher ihre Tickets aufheben. Ohne Ticket kann kein Erstattungsanspruch geltend gemacht werden.“

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