Weinstadt Neue Ladestationen für Elektroautos

Bürger sollen in jedem Weinstädter Stadtteil ihr Fahrzeug aufladen können. Foto: Habermann / ZVW

Weinstadt. Für rund 89 000 Euro bauen die Stadtwerke das Netz an Ladesäulen für Elektroautos in Weinstadt weiter aus. Zu den Stationen am Beutelsbacher Rathaus und am Sitz der Stadtwerke in Endersbach sollen sechs dazukommen – und alle fünf Ortsteile sollen dabei vertreten sein. Kostenlos wird das Aufladen dann nicht mehr bleiben.

Noch sind die Nutzerzahlen bescheiden – aber der Trend geht klar nach oben. Lag die monatliche Ladeleistung der beiden Weinstädter Stationen zu Beginn noch bei 300 Kilowattstunden, verdoppelte sie sich schnell auf 600. Seit Oktober 2018 liegt sie nun pro Monat bei 1200 Kilowattstunden, wobei die Säule am Beutelsbacher Rathaus klar häufiger genutzt wird als jene am Sitz der Stadtwerke in Endersbach. Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Meier geht davon aus, dass die Nutzerzahlen weiter steigen. Er plant deshalb, in allen Stadtteilen eine öffentliche Ladesäule anzubieten.

Die neuen Ladesäulen können zwei Fahrzeuge gleichzeitig nutzen

So soll es einen Standort in Benzach geben, einen an der neuen Energiezentrale im Endersbacher Wohngebiet Halde IV, einen in der Tiefgarage in der Endersbacher Einkaufsstraße, einen an den Mühlwiesen bei der Großheppacher Häckermühle, einen an der Strümpfelbacher Halle und einen in Schnait. Im Gespräch ist für Schnait die evangelische Kirche, alternativ ist auch die Schnaiter Halle oder die Kelter denkbar. Vorgesehen ist, dass es an jeder Ladesäule jeweils zwei Parkplätze für Elektrofahrzeuge geben soll, inklusive zwei Ladepunkten mit einer Anschlussleistung von 22 Kilowatt. Heißt: Zwei Autos können gleichzeitig geladen werden. Dafür rechnen die Stadtwerke, inklusive Nebenkosten und eines zehnprozentigen Zuschlags für Unvorhergesehenes, mit Ausgaben von 89 100 Euro.

„Unser Ziel ist, die Umsetzung im zweiten Halbjahr 2019 hinzubekommen. Mitte Februar reichen wir den Förderantrag ein“, betont Thomas Meier. Offen ist noch, wann die Stadtwerke mit einem Bescheid rechnen können. Ebenfalls wollen sie klären, welches Bezahlmodell eingeführt wird. Klar ist nur eines: Gratis wie bisher bleibt das Laden nicht. „Mit Beginn des Aufbaus der weiteren Ladesäulen werden wir in Weinstadt unseren kostenpflichtigen Tarif einführen.“ Grundsätzlich gibt es laut dem Stadtwerke-Chef in der Branche zwei Varianten. Häufig wird nach Zeittarif abgerechnet, sprich es wird für die Minuten bezahlt, in denen das Ladekabel eingesteckt wird. Andere Anbieter rechnen nach bezogener Menge und Standzeit ab.


Weitere Wünsche

Die GOL regte an, im Zuge der Entwicklung des Großheppacher Blatt-Areals und der Überplanung des Prinz-Eugen-Platzes eine Ladesäule aufzustellen. Freie-Wähler-Stadträtin Isolde Schurrer schlug vor, statt der Tiefgarage in der Einkaufsstraße eine Säule am Endersbacher Bahnhof zu errichten.

CDU-Stadtrat Volker Gaupp warb dafür, die Ladesäule in der Einkaufsstraße außerhalb der Tiefgarage zu installieren. Zudem plädierte er für Standorte im Kalkofen und vorm Edeka in Großheppach.

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