Weiterhin hohe Giftstoff-Konzentration Plüderhäuser Badesee bleibt gesperrt

Hinweisschild am Nichtschwimmerbereich, der besonders stark von den als Blaualgen bekannten Cyanobakterien betroffen ist. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Plüderhausen.
Das Badeverbot für den Plüderhäuser Badesee bleibt bis auf Weiteres in Kraft. Wie das Gesundheitsamt des Rems-Murr-Kreises am Donnerstag in einer Pressemitteilung informierte, sind am Dienstag, 3. September, erneut Wasserproben aus verschiedenen See-Bereichen genommen worden. Die Untersuchung ergab demnach, dass die Belastung durch Blaualgen (Cyanobakterien) weiterhin besteht: „Gerade im Nichtschwimmerbereich ist die Belastung in hoher Konzentration vorhanden.“ Daher besteht aus Sicht des Gesundheitsamts weiterhin eine Gesundheitsgefährdung und deswegen müsse „zum Schutz der Bevölkerung“ das Badeverbot aufrechterhalten werden. Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Zwar kann es je nach Wetterlage und Windrichtung zu Veränderungen der Blaualgenbelastung an der Wasseroberfläche in verschiedenen Bereichen des Badesees kommen, es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Belastung an bestimmten Stellen in gefährlich hoher Konzentration auftreten kann.“

Gesundheitsamt: "Besonders Kleinkinder und Kinder gefährdet"

Microcystine, ein Stoffwechselprodukt der Blaualgen, sind in hoher Konzentration gesundheitsschädlich. Bei äußerlichem Kontakt oder Verschlucken von belastetem Wasser kann es zu verschiedenen Symptomen kommen: Haut- und Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen, Durchfall, Fieber, Atemwegserkrankungen oder allergische Reaktionen. Selten können bei Verschlucken größerer Mengen belasteten Wassers auch Leberentzündungen auftreten. „Besonders Kleinkinder und Kinder sind gefährdet“, warnt das Gesundheitsamt und bittet, auf die Beschilderung zu achten und das Badeverbot zu beachten. Auch für Tiere können Blaualgen gefährlich sein, so das Amt.

Das Badeverbot gilt seit 23. August. Bereits zuvor hatte das Gesundheitsamt empfohlen, nicht ins Wasser zu gehen, nachdem ein leicht erhöhte Microcystin-Konzentration festgestellt worden war. Viele Badesee-Fans zeigten sich vom Verbot seither allerdings unbeeindruckt und badeten trotzdem.

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