Welzheim Das Weihnachtsdorf wird größer

 Foto: Gaby Schneider

Welzheim. Uwe Lehar ist begeistert. Das Welzheimer Weihnachtsdorf ist zum Selbstläufer geworden, der Andrang sowohl der Anbieter als auch der Besucher steigt von Jahr zu Jahr. Drei Tage lang ist das Weihnachtsdorf am ersten Adventswochenende aufgebaut. Wegen des großen Erfolgs wurde das Dorf auf nun 24 Hütten erweitert.

„Mit so einer guten Resonanz haben wir zunächst nicht gerechnet, das ist fantastisch“, sagt der Pressesprecher des Rathauses Uwe Lehar, was aber nicht nur die Stadtverwaltung freut. Lange war an einer Neukonzeption gebastelt worden, nun scheint die passende Lösung gefunden zu sein. Rund um die St.-Gallus-Kirche auf der Wiese (die mit Rindenmulch ausgelegt wird) ist das Weihnachtsdorf aufgebaut. Zugelassen sind nur weihnachtlich geschmückte Hütten. Die Hütten werden von der Stadt gestellt und an die Betreiber vermietet, können aber auch mitgebracht werden. Parallel dazu gibt es noch sonntags auf dem Kirchplatz den bisher schon vorhandenen Weihnachtsmarkt der Händler, Hobbykünstler, Vereine und Kindergärten. Hier ist allerdings die Zahl der Stände rückläufig, weil einige Standbetreiber ins attraktive Weihnachtsdorf umgezogen sind.

Mit 24 Hütten die Obergrenze erreicht

In Rudersberg gibt es den Adventswald, in Schorndorf die Weihnachtswelt: Weihnachtliche Angebote gibt es viele in der Adventszeit in der Umgebung. Mit dem Weihnachtsdorf und der Ausweitung des Weihnachtsmarktes auf drei Tage hat die Stadt offensichtlich eine Marktlücke gefunden. Standen beim ersten Weihnachtsdorf im Jahr 2016 gerade Mal zwölf Hütten, sind es mittlerweile 24. Im Vorjahr waren es noch 21 Hütten gewesen. Laut Uwe Lehar, der zusammen mit Hartmut Rupp die Veranstaltung organisatorisch stemmt, ist damit die Obergrenze erreicht. Eine Ausweitung wäre zwar rein räumlich möglich, ist aber nicht sinnvoll, um die heimelige Atmosphäre zu erhalten.

Geöffnet ist das Weihnachtsdorf rund um die St.-Gallus-Kirche am Freitag, 30. November, von 18 bis 23 Uhr, am Samstag, 1. Dezember, von 15 bis 23 Uhr und am Sonntag, 2. Dezember von 11 bis 19 Uhr.

Sonntags wird das Weihnachtsdorf rund um den Kirchplatz erweitert

Die Besucher erwartet ein bezauberndes Ambiente unter alten Bäumen und der im Lichterglanz erstrahlenden St.-Gallus-Kirche auf dem Kirchplatz im Herzen der Stadt. „24 weihnachtlich geschmückte Hütten und Stände reihen sich zu einem romantischen und stimmungsvollen Weihnachtsdorf auf und zaubern eine vorweihnachtliche Atmosphäre“, so die Stadtverwaltung in ihrer Pressemitteilung dazu.

Von 16 bis 20 Uhr können in zahlreichen geöffneten Geschäften in der Innenstadt Weihnachtsgeschenke besorgt werden. Am Sonntag wird das Weihnachtsdorf um den klassischen Weihnachtsmarkt der Vereine, Organisationen und privaten Beschicker rund um den Kirchplatz erweitert.

Weihnachtsmarkt am Sonntag

Dieses Jahr nehmen rund 20 Händler, Hobbykünstler, Welzheimer Vereine, Kindergärten und Privatanbieter am Markt am Sonntag teil. An allen drei Tagen sorgen verschiedene Musikgruppen wieder mit live gespielten Advents- und Weihnachtsliedern für festliche Weihnachtsatmosphäre auf dem Kirchplatz. Die Auerbacher Weihnachtspyramide ist im Welzheimer Rathaus (Foyer Neubau) aufgestellt.

An den drei Tagen erwartet die Besucherinnen und Besucher der Duft von Glühwein und Punsch, und eine große Vielfalt an kulinarischen Leckerbissen sowie eine große Auswahl an Geschenken, Basteleien und Waren rund um den Kirchplatz. Es wird sicherlich auch für die Weihnachtsdekoration zu Hause noch das eine oder andere zu finden sein.


Stadt hat die Regie übernommen

Angefangen hatte laut Uwe Lehar der Weihnachtsmarkt vor vielen Jahren auf Initiative des Handels- und Gewerbevereins (HGV). Am ersten Adventswochenende konnte früher, wenn es noch auf Ende November fiel, ein verkaufsoffener Sonntag geboten werden. Im Dezember waren im Land verkaufsoffene Sonntag grundsätzlich nicht zugelassen.

Das Ladenschlussgesetz wurde nun vor einigen Jahren so geändert, dass grundsätzlich an Adventssonntagen ein verkaufsoffener Sonntag nicht möglich ist. Also auch dann nicht, wenn das erste Adventswochenende auf Ende November fällt. Mittlerweile hat die Stadt die Regie beim Weihnachtsmarkt und neuerdings beim Weihnachtsdorf übernommen.

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