Welzheim Kirchplatz-Baustelle kommt gut voran

Im oberen Abschnitt der Baustelle ist der Bagger noch beschäftigt mit dem Aufbrechen des Straßenbelags. Im unteren Bereich, etwa bis zur Mediathek ist oder wird bereits Schotter aufgetragen. Foto: ZVW/Mathias Ellwanger

Welzheim. Seit Anfang September werden an der Schorndorfer und unteren Wilhelmstraße in Welzheim Kanalarbeiten durchgeführt. Und bis jetzt lief alles glatt: Im Moment sind die Bauarbeiten sogar weit vor dem Zeitplan. Bereits im November könnte mit dem Bau der Freitreppe zur Sankt-Gallus-Kirche begonnen werden. Bauamtsleiter Ralph Hägele ist entsprechend zufrieden.

„Das ist eine gute Kolonne“, sagt Hägele anerkennend beim Gang über die Baustelle. Aus seiner Sicht hat es sich bereits jetzt bewährt, dass hier mit Zehnder aus Rudersberg dieselbe Firma für den Kanal- und Tiefbau zum Einsatz kommt wie bei der Sanierung der oberen Wilhelmstraße. Neben dem eingespielten Team würden aber auch andere Faktoren eine Rolle dafür spielen, dass, Stand jetzt, die Baumaßnahme drei Wochen vor dem Zeitplan liegt.

Gute Firma, gutes Wetter – „es läuft“, sagt Bauamtsleiter Ralph Hägele

Allen voran ist es das Wetter, das mitgespielt hat. Es war bislang nicht zu kalt, gab nur vergleichsweise wenig Regen – und auch sonst keinerlei Erschwernisse. Kurz gesagt: „Es läuft.“ Und das gelte, so berichtet es der Bauamtsleiter, auch für die Anwohner, die während der Bauarbeiten durchaus die ein oder andere Unannehmlichkeit in Kauf nehmen müssen.

Wenn alles weiterhin so zügig vorangeht, dürften die Kanalarbeiten bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Im unteren Baustellenabschnitt, etwa bis auf Höhe der Mediathek, ist bereits Schotter aufgetragen. Und im oberen Bereich fehlt nur noch ein kleiner Straßenabschnitt, an dem der Bagger mit dem Meißel im Moment noch den Belag aufbricht. Wenn hier schließlich der neue Kanal verlegt ist, wird die Wasserleitung erst gespült, dann desinfiziert und schließlich in Betrieb genommen.

Viele Anwohner seien es übrigens nicht gewesen, für die ein Alternativ-Anschluss während der Bauphase geschaffen werden musste, berichtet Hägele. Zahlreiche Häuser an diesem Straßenabschnitt seien etwa rückseitig ans Wassernetz angeschlossen.

„Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“

Wenn der Anschluss erfolgt ist, kann auch die Straße wieder teilgeöffnet werden für jene Anwohner und Anlieger, die im Moment die Zufahrt über die Rienharzer Straße nutzen. Dort sind mittlerweile die Kübel entfernt worden, die während der testweisen dreimonatigen Sperrung die Durchfahrt blockierten. „Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Hägele, „vor allem, dass es dadurch viel ruhiger ist in der Straße.“ Ob nach dem Ende der Baumaßnahme die Durchfahrt zur Schorndorfer Straße wieder geöffnet wird, ist noch nicht geklärt. Die entsprechende Gemeinderatsentscheidung steht noch aus.

Im Winter werden sich die Bautätigkeiten ohnehin erst einmal auf den Kirchplatz und die Westseite der Straße konzentrieren – „aus Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft“. Auf dieser Seite gibt es nämlich keine Läden. „Da tut’s nicht weh, wenn der Wintereinbruch kommt und die Baustelle ruhen muss“, sagt Hägele.

Gebaut wird zunächst die Freitreppe – bis zu jener Stelle, an der jetzt die Mauer zum Spielplatz steht. Ob dieser künftig auf die Nordseite verlegt oder südlich der Gallus-Kirche saniert wird, auch darüber muss erst noch der Gemeinderat entscheiden.

Bis zu den Heimattagen soll die Straße komplett fertig sein

Im Anschluss an die Freitreppe ist dann die Bushaltestelle am Kirchplatz an der Reihe, zusammen mit den zu verlegenden Einfassungen und dem zu erneuernden Pflasterbelag. Ausgeführt werde dieser wie in der Wilhelmstraße: barrierearm mit niedrigem Bordstein. Erst wenn die Westseite beendet ist, werden die Arbeiten auf der Ostseite beginnen. Aller Voraussicht nach wird dies aber erst im Frühjahr erfolgen.

Die Bauarbeiten werden sich insgesamt also noch bis in den Sommer ziehen. Erklärtes Ziel der Verwaltung ist es, bis zu den Heimattagen komplett fertig zu sein. Diese werden im Fünf-Jahres-Rhythmus gefeiert und beginnen am 24. Juli 2020.


Kosten

Für die Sanierung der Straße sind Kosten in Höhe von 1,56 Millionen Euro veranschlagt.

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