Welzheim Kirchplatz rückt in den Mittelpunkt

So stellt sich die Stadt künftig den Treppenbereich vor der St.-Gallus-Kirche vor. Dazu gibt es am Dienstag, 22. Januar, 19 Uhr, eine Informations- und Diskussionsveranstaltung im Ratssaal. Foto: Stadt Welzheim

Welzheim. Mit kontroversen Diskussionen rechnet der Welzheimer Bürgermeister Thomas Bernlöhr bei der Neugestaltung des Kirchplatzes. Für Dienstag, 22. Januar, 19 Uhr, ist dazu eine Informationsveranstaltung der Stadt geplant. „Eine lebhafte Debatte zeigt nur, dass uns die Innenstadt wichtig ist.“

An diesem Abend stellt die Stadtverwaltung den Gestaltungsvorschlag für die Sanierung und Umgestaltung des zweiten Teils der Wilhelmstraße sowie des östlichen Kirchplatzes vor - Freitreppe, Parkplätze, Spielplatz und die Zufahrt zur Rienharzer Straße sind dort die Stichworte.

„Wir sind gespannt auf viele gute Vorschläge und Ideen, die eine solche Planung möglicherweise noch runder und besser machen. In der Innenstadt gilt aber natürlich wie immer: Kontroverses ist zu erwarten, weil sich alle mit diesem Ort identifizieren, viele Funktionen zusammenkommen und jeder eine Meinung hat“, so Bürgermeister Bernlöhr zu diesem Thema beim Neujahrsempfang des Handels- und Gewerbevereins in der Eugen-Hohly-Halle.

Stadt hat jetzt mehr Gestaltungsmöglichkeiten

Nach der erfolgten Sanierung der oberen Wilhelmstraße will die Stadt nun den zweiten Teil, die Sanierung der Wilhelmstraße im Bereich ab der Post südlich bis zur Eisdiele, in Angriff nehmen. Seitdem dieser Bereich Gemeindestraße ist, bieten sich viel größere Gestaltungsmöglichkeiten.

Wesentliche Inhalte des Gestaltungsvorschlags sind: Die Straße ist wie bisher befahrbar, der motorisierte Verkehr ordnet sich aber durch die Platz- und Oberflächengestaltung stärker als bisher unter. Eine Freitreppe nordöstlich der Mediathek stärkt die Verbindung über die Straße hinweg; der Spielplatz nördlich der Mediathek wird auf die Nordseite der Gallus-Kirche verlegt und attraktiver gestaltet; die Zufahrtsmöglichkeit vom Kirchplatz in die Rienharzer Straße entfällt; die Zahl der öffentlichen Stellplätze bleibt insgesamt konstant.

Die Stadtverwaltung lädt ein, den Planentwurf sowie seine Vor- und Nachteile zu diskutieren. Planung sei immer ein offener Prozess, deshalb seien die Anregungen wertvolle Grundlage für eine Entscheidung des Gemeinderats über die tatsächliche Ausführung.

Anregungen können auch schriftlich eingereicht werden

Selbstverständlich könnten zusätzlich oder statt einer mündlichen Äußerung auch schriftliche Anregungen vorgetragen werden. Bisher abgegebene Stellungnahmen werden berücksichtigt, versichert die Stadtverwaltung in diesem Zusammenhang.


Stadtkernsanierung seit dem Jahr 1986

Bereits im Jahr 1986 hat die Stadtkernsanierung begonnen, die bis heute weitergeführt wird.

Im Jahr 1989 wurde das Rathaus umgebaut und erweitert.

Sowohl für den Bereich Wilhelmstraße/Kirchplatz als auch für den Bereich Feuersee-Quartier liegen vorbereitende Untersuchungen aus den Jahren 1983 und 1986 vor.

Auf Wunsch des Regierungspräsidiums Stuttgart war eine erneute vorbereitende Untersuchung erforderlich.

Nach dem Baugesetzbuch müssen die vorbereitenden Untersuchungen vor Realisierung und Förderung konkreter Maßnahmen durchgeführt werden. Sie geben Aufschluss über die städtebaulichen Mängel und Missstände innerhalb des Untersuchungsgebietes und dienen als Grundlage für die Abgrenzung des zukünftigen Sanierungsgebietes.

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