Welzheim Osterausstellung: „Ich wollt‘ ich wär‘ ein Huhn“

Ausstellungsleiter Roland Birkle führte eine Gruppe des Kinderhauses Pfarrstraße schon vor der Eröffnung durch die Ausstellung. Foto: Habermann/ZVW

Welzheim. „Ich wollt‘ ich wär‘ ein Huhn“. Wer kennt nicht dieses Lied. Dann hat man nämlich nicht viel zu tun. Viel Arbeit hat aber Roland Birkle, der die Sonderausstellung im Museum Welzheim mit dieser passenden Überschrift zusammengestellt hat. Eröffnung ist am Sonntag, 18. März, um 11.30 Uhr.

Video: Mit Kindern durch die Ausstellung.

Doch schon vorher hat Ausstellungsleiter Roland Birkle eine Gruppe des Kinderhauses Pfarrstraße durch die Ausstellungsräume geführt. Wo sich wohl das größte Huhn versteckt hat? Das schwere Bronzehuhn in der Ecke ist zwar sehr schwer, aber eher mittelgroß. Es ist eine Leihgabe von der benachbarten Flaschnerei Lindauer.

Es gibt Hühner als Kuscheltiere, Hühner aus Holz, Hühner aus Plastik, Hühner aus Schokolade und ein Huhn, das war einst mal lebendig. Es wurde für die Ausstellung präpariert und ist mindesten so groß wie der Gockel, der einst die Spitze des Kirchturms geschmückt hat.

Bis zum 6. Mai können die Besucher Hühner, Hähne und Hennen aller Sorten und Arten bei der Osteraustellung bewundern. In vielfältigen Ausführungen schmücken sie als Dekoration viele Häuser und Gärten. In nahezu allen Materialien sind sie überall präsent: auf dem Frühstückstisch, auf der Kirchturmspitze, im Bier- und Mostfass, als Spielzeug, in Liedern und Sprichwörtern, als Symbol, in Comics und Cartoons, als Warenzeichen. Bei manchen Objekten muss man schon genauer hinschauen, um das Huhn oder den Hahn zu entdecken. „Im letzten Jahr hatten wir zu Ostern eine Hasenausstellung, aber beim Thema Huhn ließen sich noch viel mehr Ausstellungsstücke finden, das hätte ich nicht gedacht“, sagt Birkle.

Das Huhn als Fleisch- und Eierlieferant

Daneben sollen weitere Lebewesen, die sich unter dem Begriff Huhn, Hahn oder Henne tummeln, betrachtet werden. Das Huhn wird auch als Fleisch- und Eierlieferant beleuchtet. Und am Ende steht dann aber die Frage, ob es wirklich so erstrebenswert ist, ein Huhn zu sein, wenn man am Ende im Suppentopf landet. – Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm: Ausmalbögen für Kinder liegen aus. An manchen Öffnungstagen gibt es Bastel- und Vorleseangebote. Mitglieder des Kleintierzüchtervereins werden Hühner ausstellen und an den Osterfeiertagen sollen Küken im Brutkasten schlüpfen. Ebenfalls an den Osterfeiertagen wird die österliche Tradition des Eierhetzelns im Museumshof gepflegt, wozu die Besucher zum Mitmachen eingeladen sind.

„Was ist das für eine Lampe, die da hängt?“ Kinder dürfen, Kinder müssen neugierig sein. Da ist es geschickt, dass Birkle mal ein guter Lehrer war und sein Geschäft nicht verlernt hat. Geduldig und ausführlich informiert er darüber, dass an Ostern die ersten Küken schlüpfen sollen und die Lampe im Brutkasten für die dafür nötige Wärme sorgt. Ob die kleinen Tiere rechtzeitig zu Ostern schlüpfen werden?

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag kommt ein Ensemble der Musikgruppe Corona Musica Waiblingen. Dreimal darf geraten werden, was für Lieder gesungen werden: „Ich wollt‘ ich wär‘ ein Huhn“ ist natürlich auch dabei.


Info

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 18. März, um 11.30 Uhr statt. Fünf Musiker tragen Lieder vor und laden zum Mitsingen ein. Geöffnet ist das Museum jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Über Ostern ist das Museum am Sonntag und Ostermontag geöffnet. Jeden 1. Sonntag im Monat werden Kaffee und hausgemachte Kuchen gereicht. Handwerker zeigen dann längst vergessene Handwerkskunst.

Der Mann hat‘s auf der Welt nicht leicht

Ich wollt ich wär’ ein Huhn Ich hätt’ nicht viel zu tun Ich legte vormittags ein Ei Und abends wär’ ich frei

Mich lockte auf der Welt Kein Ruhm mehr und kein Geld Und fände ich das große Los Dann fräße ich es bloß Ich brauchte nie mehr ins Büro Ich wäre dämlich, aber froh

Ich wollt, ich wär’ ein Huhn Ich hätt’ nicht viel zu tun Ich legte täglich nur ein Ei Und sonntags auch mal zwei

Der Mann hat‘s auf der Welt nicht leicht Das Kämpfen ist sein Zweck Und hat er endlich was erreicht Nimmt’s eine Frau ihm weg Er lebt, wenn’s hoch kommt, hundert Jahr Und bringt’s bei gutem Start Und nur, wenn er sehr fleißig war Zu einem Rauschebart

Die Comedian Harmonists haben den Text von Hans Fritz Beckmann berühmt gemacht. Peter Kreuder hat die Musik dazu komponiert. Die Comedian Harmonists waren ein international bekanntes Berliner Vokalensemble der Jahre 1927 bis 1935. Die Comedian Harmonists gehörten zur Kategorie der A-cappella-Vokalgruppen, die bis auf Pianobegleitung ohne Instrumente auskamen.

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