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Welzheim Souvenirs so weit das Auge reicht

Welzheim. Immer wieder gelingt es den Verantwortlichen des Historischen Vereins, passend zu aktuellen Themen und zur Jahreszeit eine Sonderausstellung auf die Beine zu stellen. „Souvenirs, Souvenirs“ ... heißt zur Urlaubszeit die neueste Präsentation, die derzeit in den Räumen in der Pfarrstraße aufgebaut wird. Die Fäden dazu zieht wie immer Roland Birkle, der die Schätze zusammengetragen hat. Im Video: Sonderausstellung Sovuenirs, Souvenirs im Museum Welzheim vom 16. Juli bis zum 20. August, Ausstellungsleiter Roland Birkle erläuert die Ausstellung. 

„Souvenirs, Souvenirs“ ist der Haupttitel der Sonderausstellung des Historischen Vereins Welzheimer Wald, die vom 16. Juli bis 20. August im Museum Welzheim gezeigt wird. Dahinter steht eine Reihe von Sonderausstellungen, die künftig regelmäßig zur Sommerzeit organisiert werden soll.

„Europa“, „Deutschland“, „Urlaubskitsch“

Das Schwerpunktthema in diesem Jahr lautet „Aus fernen Ländern“. Weitere angedachte Schwerpunkte sind: „Europa“, „Deutschland“, „Urlaubskitsch“. Ausstellungsleiter Roland Birkle: „Die Reihenfolge wurde noch nicht festgelegt.

Urlaubszeit - Reisezeit. Jedes Jahr zieht es viele Deutsche in die Ferne. Oft bringen sie sich aus dem Urlaub Reisesouvenirs mit, die sie entweder in Andenkenläden oder bei fliegenden Händlern erworben haben. Manchmal sind es aber auch Fundstücke wie Muscheln, Steine oder ein Glas mit Sand, den man an seinem Badestrand eingefüllt hat.

Zu Hause schmücken sie dann die Wohnung oder das Haus, als Krücken der Erinnerung an einen schönen Ort, ein schönes Land und als Beweis dafür, dass man wirklich dort gewesen ist.

Sonderausstellung ziehen die Besucher an

Die Sonderausstellungen sind der Besuchermagnet. Gibt es mal keine Sonderausstellung, weil zum Beispiel gerade die nächste Sonderausstellung aufgebaut wird, gehen die Besucherzahlen stark zurück. Die Antwort der Gäste lautet dann: „Ich hab ja schon alles gesehen.“

Das wiederum lässt sich von der neuen Sonderausstellung nicht sagen. Sie ist nicht nur für jene Menschen interessant, die noch nie in Urlaub gefahren sind, sie ist auch spannend für jene, die bereits viele Länder bereist haben. Glücklich schätzen kann sich der Historische Verein, der das Museum ehrenamtlich betreibt, dass Karin Steinle vom Reisebüro Steinle Mitglied des Vereins ist und viele Ausstellungstücke beigesteuert hat.

Ein bisschen Fernweh schnuppern

Dazu zählen zum Beispiel die schönsten Schnapsgläser aus Las Vegas. Afrika, Australien, Asien und Amerika sind mit Souvenirs genauso vertreten, wie Nord- und Südamerika, China, Vietnam, Thailand. Aus aller Herren Länder sind Ausstellungstücke zu sehen.

Vom Heilstein bis zur nachgeschnitzten Cola-Flasche aus Holz. Sand von den Stränden dieser Welt wird in Gläsern in den Räumen des Museums Welzheim ausgestellt. So kann auch Ausstellungsleiter Roland Birkle ein bisschen Fernweh schnuppern. „Ich war noch nie in einem fernen Land.“

Der Larimar-Stein

In seinem Erfahrungsschatz befindet sie gerade mal eine Flugreise, von Stuttgart nach Berlin und wieder zurück. Der Larimar-Stein ist etwas ganz Besonderes. Der Larimar bekam seinen offiziellen Namen in den 1970er Jahren, denn zu dieser Zeit wurde er von dem Amerikaner Norman Reilly und dem dominikanischen Geologen Miguel Mendez wiederentdeckt.

Der Name Larimar entstand aus dem Vornamen von Mendez’ Tochter „Larissa“ und dem spanischen Wort „Mar“, das Meer bedeutet.

Das alles spielte sich 1974 an einem Strand in der Dominikanischen Republik ab, nur unweit der Grenze zu Haiti, in der Provinz Barahona. Weltweit der einzige Ort an dem dieser wunderschöne Stein zu finden ist, an einem Ort, von dem viele Menschen glauben, dass hier Atlantis früher existierte. Heute findet man direkt am Strand eher keine Larimare mehr, sie werden, unter großen Mühen, in einer Mine abgebaut.

Elefantenherden aus Holz und aus Stein

Daneben sind ganze Elefantenherden aus Afrika zu finden. Aus Holz oder aus Stein. Ein Exemplar haben die Eltern von Michael Stock aus Rudersberg, der die Souvenirs zur Verfügung gestellt hat, unter großen Mühen nach Deutschland gebracht. Der Steinelefant aus Namibia wiegt nämlich 25 Kilogramm und der Vater hat die Figur als Handgepäck transportiert.

Im Flugzeug ging noch alles gut. Doch in Deutschland musste das Paar auf einem Bahnhof umsteigen und hatte dafür nur wenige Minuten zur Verfügung. Da kamen die Reisenden mit ihrem 25-Kilogramm-Stück und dem sonstigen Reisegepäck ganz schön ins Schwitzen.


Info:

  • Das Museum Welzheim in der Pfarrstraße 8 ist sonntags zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet.
  • Sechs Wochen lang ist die Sonderausstellung „Souvenirs, Souvenirs“ mit dem Schwerpunktthema „Ferne Länder“ im Museum in Welzheim zu sehen. Ausstellungsende ist am 20. August.
  • Danach ist zunächst einmal wieder Umbaupause, bis dann am Sonntag, 3. September, die Sonderausstellung „Von Welzheim ins Weltall“ eröffnet wird. Anlass ist das 25-jährige Bestehen der Sternwarte Langenberg.
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