Welzheim und Umgebung Weihnachtslieder klassisch und modern

Ein SWR-4-Weihnachtskonzert wurde am Dienstagabend in der Stephanuskirche in Alfdorf aufgezeichnet. Auf dem Bild ist die SWR-4-Band bei der Generalprobe für die Rundfunkübertragung zu sehen. Bild: Stütz Foto: ZVW

Beim Weihnachtskonzert des SWR 4 in der Stephanuskirche in Alfdorf wurden die Erwartungen nicht enttäuscht

Alfdorf. Das SWR-4-Weihnachtskonzert in Alfdorf - nichts wie hin. So oder ähnlich haben am Dienstagabend sicher viele aus der näheren und weiteren Umgebung und natürlich auch aus Alfdorf gedacht - auch solche, die sich ansonsten bei örtlichen Veranstaltungen eher rarmachen.

Kein Wunder also, dass die Alfdorfer Kirche voll besetzt war wie selten einmal. Und auch der stimmungsvoll ausgeleuchtete Kirchenraum ist ja so nicht allsonntäglich zu besichtigen.

War es wegen der den treuen SWR-4-Hörern vertrauten Namen der Protagonisten - die Sängerin Ingrid Peters, die SWR-4-Band mit Sängerin Sabine Petrich, das Belcanto-Quintett oder der Moderator Edi Graf - man durfte in jedem Fall Qualität auf professionellem Niveau erwarten in einer auf SWR-4-Hörer zugeschnittenen Art und Weise. Und die Erwartungen wurden bestimmt nicht enttäuscht, wobei man als Alfdorfer mit heimlichem Stolz bemerken darf, dass die Beiträge des Alfdorfer Kirchenchores und der Kantorin Ulrike Bantleon-Bader sich auch in diesem Rahmen durchaus hören lassen konnten. Der Chor sang recht flott den Bach-Choral „Brich an du schönes Morgenlicht“ sowie „Herbei o ihr Gläubigen“, und, begleitet von der SWR-4-Band ein modernes Weihnachtslied „Es wird nicht immer dunkel sein“, und an der Orgel erklang eine Choralbearbeitung von Gustav Merk (1842-1905) über „Lobt Gott ihr Christen allzu gleich“, ein hübsches, wohlklingendes Werk, das insofern auch bei SWR 4 bestens aufgehoben ist. Volkstümliches, Eingängiges, deutsche Schlager und leichte Klassik, das ist es, was man beim SWR 4 erwarten darf.

Erster Teil war besonders gut arrangiert worden

Ingrid Peters stellte sozusagen „live“ unter Beweis, dass sie wirklich schön singen kann - etwa bei „Von guten Mächten ...“ (von Dietrich Bonhoeffer im Gefängnis kurz vor Weihnachten 1944 gedichtet) oder bei einem schlichten rumänischen Weihnachtslied. Ebenso gut kam ein Weihnachtslied auf die Melodie von „Greensleves“ an. Besonders der erste Teil von „Panis Angelicus“ von Cesar Franck war von Bandleader Rolf Dieter Fröschlin ganz hervorragend für seine Truppe arrangiert worden. Ebenso wie das von der Band in einem eigenen Arrangement gespielte Mozartsche „Ave Verum“ ist es kein Weihnachtslied, sondern weist auf das letzte Abendmahl hin. Dass SWR 4 auch diesen Zusammenhang herstellt, ist immerhin beachtlich, wobei sicher wichtig ist, dass es sich hier um zwei schöne und sehr bekannte Kompositionen handelt, die gut zum musikalischen Programm von SWR 4 passen. Das gilt auch für das „Tollite hostias“ (Belcanto-Quintett) und noch mehr für das berühmte „Ave Maria“ von Bach/Gounot (Band), wobei hier der weihnachtliche Zusammenhang klar ist - das eine ist der letzte Satz des Weihnachtsoratoriums von Camille Saint-Saëns, das andere bezieht sich auf den Beginn des Lukasevangeliums (Lk 1,28 und 42).

„Belcanto“ steuerte das gemütvolle „Winternächtiges Schweigen ...“ bei - besonders schön das Pianissimo am Schluss mit abgrundtiefem Bass. Anrührend der Bach-Satz von „Ich steh an deiner Krippen hier“ und das „Gloria“, flott kam der „Père Noël“ daher. Die Band mit ihrer Sängerin Sabine Petrich beeindruckte bei „Fröhliche Weihnacht“ und „Still, still“, auch durch die hübschen Zwischenspiele. Das Schlagzeug ist bei Weihnachtsliedern durchaus mit Vorsicht zu genießen - mit einer Ausnahme: Beim „Kleinen Trommler“ drehte Schlagzeuger Karlheinz Link - ansonsten Musikchef bei SWR 4 - voll auf. Edi Graf hatte mit einem Weihnachtsgedicht von Sebastian Blau alias Josef Eberle den Abend eröffnet, die übrigen Textbeiträge waren von Schülerinnen und Schülern der Alfdorfer Schule ausgesucht worden. Sonja und Sofia, Janis und Sascha trugen sie deutlich und mit guter Betonung vor - eine ganz schöne Leistung bei über 400 Zuhörern. Aber auch die Besucher wurden ins Programm einbezogen mit „Macht hoch die Tür“ und „O du fröhliche“. Und - ganz zum Schluss - „Stille Nacht“, mit dem ein schöner vorweihnachtlicher Abend mit ansprechendem Programm zu Ende ging.

 

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