Wer wird neuer Präsident des VfB Stuttgart? Diese Kandidaten sind bislang bekannt

Drei Kandidaten haben bislang ihren Hut in den Ring geworfen: Matthias Klopfer, Guido Buchwald und Claus Vogt (v.li.). Foto: ZVW/obs/Intesia/Andreas Dalferth/Montage: Mogck

Stuttgart.
Drei Kandidaten sind bereits bekannt, doch bis zum 15. September können sich Mitglieder des VfB Stuttgart, welche die Anforderungen der Vereinssatzung erfüllen, noch für das Präsidentenamt beim Vereinsbeirat bewerben. Anschließend will das Gremium zwei Kandidaten auswählen, die sich dann auf der Mitgliederversammlung am 15. Dezember zur Wahl stellen werden.

Wir geben einen Überblick über die bisher öffentlich bekannten Bewerber und zeigen, welche Satzungs-Anforderungen ein Kandidat erfüllen muss.

Matthias Klopfer

Der Oberbürgermeister von Schorndorf hat sich als erster Bewerber aus der Deckung gewagt. "Wenn man in der öffentlichen Wahrnehmung so tief im Keller ist wie der VfB derzeit, braucht es einen Teamplayer an der Spitze", begründte Klopfer Mitte Juli seine Bewerbung. Als Rathauschef habe er gelernt, "Menschen miteinander zu verbinden und sich selbst auch mal zurückzunehmen. Als Oberbürgermeister arbeite ich für das Gemeinwohl – und als VfB-Präsident würde ich für das Vereinswohl arbeiten." Der 51-Jährige will im Fall seiner Wahl die beiden Ämter als VfB-Präsident und als OB parallel ausüben.

Claus Vogt

Der 50-jährige Unternehmer Claus Vogt ist der 1. Vorsitzende des FC PlayFair! e.V., einem "Verein für Integrität im Profifußball". Anfang 2017 hat der gebürtige Nürtinger den Verein gegründet, um sich kritisch mit der stetig weiter voranschreitenden Kommerzialisierung des Fußballs auseinanderzusetzen. Vogt ist Inhaber eines international tätigen Facility-Management-Unternehmens und lebt in Waldenbuch. "Immer nur reden, ist zu wenig", sagte der Fanaktivist vor kurzem der Stuttgarter Zeitung, "ich will versuchen, meinen Teil dazu beizutragen, dass der VfB die Menschen wieder zusammenbringt und die VfB-Werte gemeinsam gelebt werden."

Guido Buchwald

Auch der 1990er-Weltmeister Guido Buchwald plant laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung eine Bewerbung für das Präsidentenamt beim Zweitligisten. Demnach sind bei Fanclubs und Mitgliedern Listen eingegangen, auf denen seine Kandidatur unterstützt werden kann. Buchwald selbst hat sich noch nicht geäußert. Der ehemalige Kapitän des VfB Stuttgart und deutsche Meister von 1992 saß bis Februar im Aufsichtsrat der Schwaben, war dann aber nach einem Streit mit seinem Kollegen Wilfried Porth zurückgetreten.


Satzungs-Anforderungen für eine Bewerbung

Noch bis zum 15. September können sich Mitglieder beim Vereinsbeirat selbst bewerben oder von anderen Mitgliedern vorgeschlagen werden. Dabei kann sich jedes Mitglied auf das Amt bewerben, welches folgenden Satzungs-Anforderungen erfüllt:

  • der/die Bewerber/in muss Mitglied im VfB Stuttgart 1893 e.V. sein und darf zum Zeitpunkt der Mitgliederversammlung das 75. Lebensjahr nicht vollendet haben oder jünger als 35 Jahre alt sein.
  • Zur Bewerbung gehört eine Unterstützerliste mit den Unterschriften von 50 oder mehr volljährigen Mitgliedern, die selbst mindestens neun Monate VfB-Mitglied sind.
  • Zusätzlich wird eine mindestens zehnjährige Erfahrung in wirtschaftlichen Angelegenheiten in einer hohen Managementposition oder in einer vergleichbaren Führungsposition in der Wirtschaft und/oder im Leistungssport gefordert.

Der Vereinsbeirat hat zudem beschlossen, dass das Amt des Präsidenten im Ehren- oder Nebenamt ausgeführt werden kann. Wolf-Dietrich Erhard, Vereinsbeiratsvorsitzender: "Wir freuen uns über jede ernstgemeinte Bewerbung, die form- und fristgerecht schriftlich auf der Geschäftsstelle eingeht, damit wir den Mitgliedern zwei sehr gute Kandidaten zur Wahl präsentieren können."


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