Weststadt in Schwäbisch Gmünd Zentrumsnahe Grünfläche soll 150 Wohnungen weichen

Der Grünbereich der Gärtnerei Fehrle unterbricht die Bebauung zwischen Schwerzerallee und Goethestraße in der Gmünder Weststadt. Auf diesem Gelände soll ein neues Wohnquartier entstehen. Foto: Luftbildservice Dieterle Foto: Luftbilfdservice Dieterle

Schwäbisch Gmünd. Eine zentrumsnahe Grünfläche bebauen, um Wohnraum zu schaffen? Diese Frage beantworten die Stadträte im Fall der Gärtnerei Fehrle in der Weststadt mit „Ja“. Immerhin möchte die Landes-Bau-Genossenschaft auf dem Areal zwischen Schwerzerallee, Siechenbergweg und Goethestraße 150 Mietwohnungen schaffen, einen Teil davon als Sozialwohnungen.

Ergänzt werden soll das „genossenschaftliche Wohnquartier“ durch von der Stiftung Haus Lindenhof betreutes Seniorenwohnen, über dessen konkrete Ausgestaltung Genossenschaft und Stiftung derzeit noch beraten. Außerdem entstehen eine Kindertagesstätte und ein Quartierstreffpunkt mit Café. Zudem möchte Haus Lindenhof dort einen mobilen Dienst ansiedeln. „Wir wollen alle Generationen ansprechen“, sagt der kaufmännische Vorstand der Landes-Bau-Genossenschaft, Josef Vogel, im Gespräch mit der Gmünder Tagespost.

Noch kein Termin für den Baubeginn

Natürlich möchte die Genossenschaft das Großvorhaben möglichst rasch umsetzen. Einen angestrebten Termin für Baubeginn oder gar Fertigstellung möchte Vogel allerdings noch nicht nennen, noch stünden viele Detail-Abstimmungen an.

Für die Stadtverwaltung ist das Vorhaben auf dem ehemaligen Gärtnerei-Projekt hochinteressant, da dort sehr viele Wohnungen zentrumsnah entstehen und damit auch das Ziel der Stadt, die Einwohnerzahl zu steigern, stützen. Die Planung mit viel Grün zwischen den Baukörpern und die sozialen Argumente für das Gesamtprojekt hätten bei der Zustimmung des Gemeinderats sicher eine Rolle gespielt, meint Rathaussprecher Markus Herrmann.

Ebenso wie das Argument, dass die Mieter in diesem Quartier wegen der Zentrumsnähe viele Wege wohl eher zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen werden, statt ins eigene Auto zu steigen. Es sei jedoch – zumal angesichts der derzeitigen Klima-Diskussion – nicht mehr selbstverständlich, dass ein Gemeinderat eine zentrumsnahe Grünfläche zur Bebauung freigibt. Nach seiner Überzeugung stehen noch ähnliche Entscheidungen in Zukunft in Gmünd an – Ausgang offen.


LBG

Die Landes-Bau-Genossenschaft Württemberg (LBG) besitzt rund 5500 Wohnungen im Land (davon zwölf in Gmünd). Sie besteht seit 1921 und bietet Mitgliedern vergleichsweise günstige Mieten, ein Wohnrecht auf Lebenszeit sowie eine Gewinnbeteiligung.

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