Historisches Volksfest in Stuttgart CDU setzt OB Fritz Kuhn unter Druck

Gibt es eine Neuauflage des historischen Volksfests? Und wenn ja – wo? Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Es war ein Riesenerfolg und soll eine Erfolgsgeschichte werden – das historische Volksfest, das 2018 zum 200-Jahr-Jubiläum des Volksfests auf dem Schlossplatz veranstaltet wurde. Der Stuttgarter CDU-Kreisverband fordert, OB Fritz Kuhn (Grüne) solle endlich eine Grundsatzentscheidung herbeiführen. „Wenn diese höchst erfolgreiche und attraktive Veranstaltung im Jahr 2019 wiederholt werden soll, sind Entscheidungen und konkrete Maßnahmen dringend geboten“, sagt CDU-Kreisvorsitzender Stefan Kaufmann.

Das historische Volksfest hatte parallel zum Volksfest auf dem Wasen mehr als eine halbe Million Besucher auf den Schlossplatz gelockt. Alle waren begeistert – die Kommunalpolitiker inklusive Kämmerer Michael Föll (CDU) und OB Fritz Kuhn (Grüne), die Schausteller, die Menschen. Auch die Polizei war voll des Lobes. Keine einzige Straftat war gemeldet worden. Für den im März als Amtschef ins Kultusministerium wechselnden Ersten Bürgermeister Michael Föll war klar, dass eine Fortsetzung folgen muss. „In welcher Form, müssen wir uns nun gemeinsam überlegen“, sagte er Anfang Oktober 2018.

Besucher und Schausteller waren begeistert

Allerdings hat Föll durchscheinen lassen, dass er nicht jedes Jahr eine Million Euro zur Verfügung stellen will, um das Fest auf dem Schlossplatz auszurichten. Es soll einen Platz auf dem Wasen finden, hieß es. Ab März wird Föll jedoch nicht mehr im Rathaus in Amt und Würden sein, die Zukunft des historischen Volksfests ist unklar.

Der CDU-Kreisverband sagt, das Fest habe Besucher wie Schausteller begeistert und es mehrten sich die Stimmen, ein solches Fest künftig parallel zum Cannstatter Volksfest anzubieten. Die CDU Stuttgart unterstütze dieses Ansinnen ausdrücklich. Aus dem Rathaus seien bisher zwar positive Stimmen, aber keine konkreten Vorschläge zu hören, geschweige denn Maßnahmen getroffen worden, kritisiert die CDU. „OB Kuhn muss daher schnell handeln und das historische Volksfest zur Chefsache machen“, fordert Kreisvorsitzender Kaufmann.

Die CDU tendiert nach eigener Aussage dazu, das erfolgreiche Fest nicht auf dem Wasen zu installieren, will aber erst einmal eine Grundsatzentscheidung pro Fortsetzung .

Die Schausteller ihrerseits haben dazu eine klare Meinung: Sie plädieren mehrheitlich für den Schlossplatz. Und auch der Bezirksbeirat Mitte spricht sich klar für eine Neuauflage in der Innenstadt aus. Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle erinnerte in einer Sitzung des Rats im Oktober 2018 an den gemeinsamen Besuch der Bezirksbeiräte auf dem Fest. Am Ende hätten alle miteinander begeistert das Württemberg-Lied gesungen.

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