Wildunfälle Wildkatzen im Herbst in Gefahr

Symbolbild. Foto: pixabay.com (CC0 Creative Commons)

Seit der Zeitumstellung wird es wieder früher dunkel. Durch die frühe Dunkelheit kommt es häufiger zu Wildunfällen. Nicht nur Rehe und Wildschweine, auch Wildkatzen sind im Herbst besonders in Gefahr und oft Opfer von Wildunfällen. Der BUND bittet Autofahrer deshalb, insbesondere in waldreichen Gegenden aufmerksam zu fahren.

Junge europäische Wildkatzen verlassen in diesen Wochen ihren Geburtsort, um sich eigene Reviere zu suchen. Dabei begeben sich die Tiere oftmals auf eine gefährliche Wanderschaft, denn vielerorts wird ihr Lebensraum von vielbefahrenen Verkehrswegen durchschnitten. Vielen jungen Wildkatzen droht so der Tod an der Straße.

"Der Straßentod gilt als die häufigste unnatürliche Todesursache bei ausgewachsenen Wildkatzen", sagt Friederike Scholz, Wildkatzenexpertin des BUND. Durch die Zeitumstellung verlagere sich der Verkehr noch mehr in die dunklen Tagesstunden, sodass sich das Risiko für die dämmerungs- und nachtaktiven Wildtiere nochmal erhöht, so die Expertin.

Tipps für Autofahrer

Doch was kann man als Autofahrer tun, um einen Wildunfall zu vermeiden? Dazu rät Scholz:

  • Besonders in Gegenden mit Wäldern und in der Dämmerungszeit auf die Geschwindigkeitsbegrenzung achten.
  • Wildwechsel-Warnschilder ernst nehmen.
  • Den Straßenrand rechts und links im Auge behalten.
  • Abblenden, wenn ein Tier zu sehen ist und hupen, damit es flüchten kann.
  • Auf die eigene Sicherheit achten, und keine unkontrollierten Ausweichmanöver machen.

Bei Unfall: Jäger und Naturschutzbehörde informieren

Und was ist zu tun wenn es doch zu einer Kollision mit einer Wildkatze kommt? Wenn das Tier durch den Unfall getötet wurde, darf man es aus rechtlichen Gründen nicht mitnehmen. Stattdessen sollte sich der Unfallverursacher notieren, wo und wann das Tier überfahren wurde und diese Informationen an den zuständigen Jäger, an die untere Naturschutzbehörde und auch an die BUND-Landesverbände weitergeben, erklärt Scholz. 

Lebt das Tier trotz des Zusammenstoßes noch, sollten Jäger oder Naturschutzbehörde zügig informiert werden, damit so schnell wie möglich Hilfe zur Stelle ist. Auch die Polizei sei in diesem Fall ein guter Ansprechpartner, so die Expertin. Da die Wildkatze eine geschützte Art ist, sollte man immer darauf hinweisen, dass es sich bei dem angefahrenen Tier womöglich um eine Wildkatze handelt. Diese Information sei besonders für Tierärzte wichtig, da die Wildkatzen anders behandelt werden müssen, als gewöhnliche Hauskatzen.

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