Wilhelma Stuttgart Süßer Nachwuchs bei den Schneeleoparden

Stuttgart.
Gleich doppelt darf sich die Wilhelma-Belegschafft freuen. Nach sechs Jahren haben die Schneeleoparden wieder Nachwuchs, wie der Zoologisch-Botanische Garten am Dienstag mitteilt. Um den Katzen optimale Aufzuchtbedingungen zu bieten, hatte der Zoologisch-Botanische Garten die Felsanlage umfangreich umgebaut. Am Mittwoch, 29. April brachte Katze Kailash zwei gesunde Jungtiere zur Welt. Nachdem sie zunächst in der Wurfbox heranwachsen durften, wagten sich die Zwillinge heute zum ersten Mal unter den wachsamen Augen ihrer Mutter nach draußen.

Ihre Jungtiere brachte Mutter Kailash am 29. April ganz unbeobachtet zur Welt. „In der ersten Woche kümmert sich die Katze eigentlich nur um die Jungtiere und frisst selbst nicht“, erzählt der Tierpfleger. Die Welpen wiegen bei der Geburt nur etwa 450 Gramm und sind anfangs blind. Erst nach sieben bis zehn Tagen öffnen sie ihre Augen. „Inzwischen schleppt Kailash das Fleisch bereits in die Nähe der Kleinen. Sie probieren schon die ersten Bissen, obwohl Milch im Moment noch ihre Hauptnahrung ist.“ Im Alter von acht Wochen verlassen kleine Schneeleoparden zum ersten Mal ihre Wurfhöhle. Ihre großen Tatzen richtig einzusetzen, will dann erst einmal geübt sein. „Anfangs schleichen sie eher, da schleift der Bauch noch über den Boden“, sagt Wössner. „Um aber draußen gut zurechtzukommen, müssen sie sich wirklich sicher fortbewegen können.“ 

Das Geheimnis um die Geschlechter konnte gelüftet werden: Eine Katze und ein Kater erfreuen sich bester Gesundheit.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Schneeleoparden liegt hauptsächlich in der Mongolei, in China und Indien. In Höhen von bis zu 6000 Metern führen die meist dämmerungsaktiven Gebirgsbewohner ein eher zurückgezogenes Leben. Obwohl sich das Habitat der Schneeleoparden insgesamt über mehr als 1,7 Millionen Quadratkilometer erstreckt, gibt es nur noch geschätzte 4.000 Tiere. Angesichts des stark zurückgehenden Freilandbestandes ist die Nachzucht der bedrohten Schneeleoparden in den Zoos weltweit von besonderer Bedeutung. Die Wilhelma unterstützt den Erhalt dieser Art nicht nur durch die Teilnahme am Europäischen Erhaltungszuchtprogram, sondern engagiert sich gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) auch im Lebensraum der Schneeleoparden für deren Schutz. Mit Spenden fördert der Zoologisch-Botanische Garten unter anderem eine Anti-Wilderer-Einheit und ein Rehabilitationszentrum für beschlagnahmte und verletzte Tiere in Kirgistan.

  • Bewertung
    5

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!