Winnenden Baugebiet Adelsbach: Grundstücke sind begehrt

Das künftige Neubaugebiet Adelsbach grenzt ans Wohngebiet Hungerberg (rechts) und an die freie Ackerlandschaft (links). Die künftige Hauptzufahrt über den Kreisel an der Backnanger Straße ist schon erkennbar, aber noch nicht fertig. Zügig laufen die Bauarbeiten, aber die 8,8 Hektar Gesamtfläche brauchen Zeit. Foto: Büttner / ZVW

Winnenden. Geduld, Geduld: Das größte Winnender Neubaugebiet braucht noch ein Jahr, dann sind alle Straßen und Leitungen verlegt und die Baufirmen dürfen anfangen zu baggern. Aber es lohnt sich jetzt schon, Möglichkeiten zu erkunden, denn die 8,8 Hektar bieten viel in dem Gebiet, in dem vor zwei Jahren noch der Weizen wuchs.


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Die meisten Grundstücke liegen schon fest in den Händen von Bauträgern, darunter praktisch alle Winnender Bauträgerfirmen und einige auswärtige, die auch an anderen Stellen in Winnenden Reihenhäuser und Wohnkomplexe bauen. Auf den Internetseiten der Firmen findet man noch nichts vom Adelsbach – sie haben noch andere Objekte zum Verkauf. Aber am Donnerstag dieser Woche wurde von Gemeinderäten schon der erste Bauantrag fürs Gebiet beraten: Die Firma Class möchte Reihenhäuser in der künftigen Anna-Hieber-Straße bauen. Von Pfleiderer in Winnenden ist schon bekannt, dass er drei Mehrfamilienhäuser plant. Das klassische freistehende Einfamilienhaus wird allerdings nicht zu haben sein.

Die Hungerberg-Grundschule liegt ganz nah bei den künftigen Häusern

Adelsbach wird ein typisches Neubaugebiet der 2020er-Jahre: Der neue Stadtrand liegt schon mehr als 1,5 Kilometer vom Bahnhof und vom Stadtzentrum entfernt. Zum Schulzentrum sind es mehr als zwei Kilometer, aber das Gebiet hat in nächster Nähe die Hungerberg-Grundschule für die Kleinen, der Hungerberg-Kindergarten besteht bereits ganz in der Nähe und ein neuer Kindergarten für Adelsbach ist im Bebauungsplan schon vorgesehen, wie Markus Schlecht und Lisa-Marie Völker vom Stadtentwicklungsamt berichten. Fest eingeplant ist auch ein Seniorenheim, für das eine Fläche freigehalten wird.

Der Schallschutzwall an der Backnanger Straße ist aufgeschüttet

Das Wohngebiet wächst jetzt. Fertig ist der Kreisel an der Backnanger Straße, und der lange Schallschutzwall ist schon zum Großteil aufgeschüttet – es fehlen nur noch die oberste Erdschicht und die Wand. Die Hauptzufahrtsstraße, die „Am Adelsbach“ heißen wird, ist als Schotterweg schon sichtbar. Davor liegen Kabelrollen bereit. Es werden noch vieles Leitungen verlegt. Bis November 2019 soll es dauern, bis alle Leitungen und Rohre unterm Boden sind und alle Wohnstraßen einen ersten Asphaltbelag haben. „Vorher darf kein Bauträger und kein Bauherr rein“, erklärt Lisa-Marie Völker. Interessierte können also zum Jahresbeginn 2020 mit den ersten Hausbauarbeiten rechnen. Die Erschließungsarbeiten, das Graben und Planieren, dauert etwa anderthalb Jahre – viel mehr Zeit brauchten die Verhandlungen zur Vorbereitung des Baugebiets. Der frühere Stadtentwicklungsamtsleiter und OB Holzwarth hatten vier Jahre lang mit den Grundbesitzern am Adelsbach verhandelt. Schon vor über zehn Jahren hätten Stadtverwaltung und Gemeinderat gerne ein Wohngebiet Adelsbach eingerichtet, aber sie schafften es damals noch nicht. Das künftige Neubaugebiet ist von der Region gewünscht, weil es nahe an der S-Bahn liegt. Richtlinie der Region ist: 90 Einwohner pro Hektar sollen erreicht werden, dann wären die Flächen gut ausgenützt. Die 90 Einwohner erreicht das Baugebiet nicht ganz, weil die Planer einen echten Grünstreifen entlang des Rotbachs festgelegt haben. Dieser Bach ist zwar nur ein Rinnsaal, das bei Regen Wasser in Richtung Buchenbach führt, aber er soll erhalten und fürs Dachrinnen- und Straßenflächenwasser der neuen Siedlung genutzt werden. Das ganze Wohngebiet fällt nach Norden hin ab. Deshalb mussten die Planer besonders auf die Sonneneinstrahlung achten und Abstände zwischen den Häusern wahren – auch das minderte die Bewohnerdichte. Zudem sind die Bewohner des künftigen Pflegeheims nicht eingerechnet.


Wen fragen?

Wer eine Wohnung oder ein Haus im Adelsbach bekommen möchte, wendet sich am besten an die Stadt, guckt auf der Homepage nach Immobilien und wird feststellen, dass auch die Stadt einige wenige Grundstücke hat. Die sind begehrt, aber fragen kann man ja mal.

Im Gebiet sind uns folgende Bauträger bekannt: Class-Hausbau, Projektbau Pfleiderer, Krämerbau, Baugenossenschaft Winnenden, Baustolz/Strenger, Brutschin, Riker.

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