Winnenden Baugebiet Adelsbach nimmt Form an

Arbeiter der Firma Klöpfer bauen die Straßen im künftigen Wohngebiet Adelsbach. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Winnenden. Die Bauträger machen sich startklar fürs Wohngebiet Adelsbach und reichen Baupläne bei der Stadt ein. Diese Woche billigte der Technische Ausschuss des Gemeinderats zwei Bauanträge für große Grundstücke am Eingang zum Baugebiet, und einige Räte freuten sich bereits über die besondere Architektur an dieser Stelle.


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Jetzt schon zeichnet sich ab, welche Form das Baugebiet bekommen wird. Wer von der Backnanger Straße her über den Kreisel einfährt in die Straße am Adelsbach, wird rechter Hand ein vierstöckiges Wohngebäude mit abgerundeter Giebelfront sehen. Links wird ebenfalls vierstöckig gebaut werden. Zumindest am Eingang zum Gebiet und an der Grenze zum bestehenden Wohngebiet Hungerberg werden die Grundstücke sehr dicht bebaut werden. Gemeinderäte im Technischen Ausschuss stellten dies diese Woche fest und billigten dann bewusst massive Überschreitungen des noch ganz frischen Bebauungsplans – weil ihnen die Architektur gefällt, weil sie wissen, dass Wohnraum gebraucht wird, und weil sie erfuhren, dass ein großer Teil der Überschreitungen auf eine große Tiefgarage zurückzuführen ist, die mehrere Mehrfamilienhäuser verbindet und die mehr Stellplätze hergibt, als vom Gesetz verlangt werden.

Die runde Giebelfront des Gebäudes kommt bei Gemeinderäten gut an

„Das ist ein großer Vorteil“, meinte Ali-Stadtrat Martin Oßwald-Parlow, „und die Bauform ist was Tolles am Eingang zum Wohngebiet.“ Die runde Form des Gebäudes passt zwar nicht zu Details des Bebauungsplans, aber FWV-Stadtrat Erich Pfleiderer erkannte: „Die Rundungen heben die Baugrenz-Überschreitungen teilweise wieder auf. Mir gefällt es sehr gut.“ Teilweise wird das Baufenster überschritten, teilweise wird es aber gar nicht ganz ausgenützt.

Für 34 Wohnungen sind 47 Stellplätze eingeplant

Der Bauträger plant drei Gebäude entlang der Eingangsstraße. Alle werden vier Stockwerke hoch und stehen auf einer gemeinsamen Tiefgarage. 34 Wohnungen sind geplant und dafür 47 Stellplätze eingerichtet in der Tiefgarage, die entweder von den Häusern oder von Erde bedeckt wird, deren Bauüberschreitungen also nicht sichtbar werden.

Technische Aufbauten auf Dächern zählen nicht zur Gesamthöhe

Auf die vier Stockwerke dürfen laut Bebauungsplan noch technische Bauteile aufgesetzt werden. Daran stört sich CDU-Stadträtin Anja Luckert. Sie monierte allgemein die Bauüberschreitungen in einem neuen Bebauungsplan und kritisierte insbesondere die technischen Aufbauten: „Wie kommt es dazu, dass die nicht im Bebauungsplan erfasst sind?“ „Es ist so. Sie sind im Bebauungsplan nicht berücksichtigt“, antwortete Entwicklungsamtsleiter Markus Schlecht. Er selbst sei bei der Entstehung dieses Bebauungsplans noch gar nicht in Winnenden gewesen. In künftigen Plänen würden die Technischen Aufbauten geregelt. „Diese Aufbauten waren bisher in allen Bebauungsplänen nicht eingetragen“, berichtete OB Holzwarth. Die Bauüberschreitungen insgesamt wurden aber von OB Holzwarth, Markus Schlecht und Tanja Deginus verteidigt. Sie seien vertretbar. Dem schlossen sich die Gemeinderäte an und befürworteten einstimmig das Bauvorhaben.

Gegenüber soll ebenfalls ein Mehrfamilienhaus entstehen

Auf der Straßenseite gegenüber will ein anderer Bauträger ein vierstöckiges Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen bauen, dahinter, direkt angrenzend an eine bestehende Hausreihe, möchte er fünf Reihenhäuser erstellen, zusammen also 16 Wohneinheiten. Alle werden auf einer gemeinsamen Tiefgarage stehen. Die Bewohner werden 21 frei anfahrbare Parkplätze haben. Die Gemeinderäte billigten auch dieses Bauvorhaben einstimmig. Weitere Projekte im Baugebiet sind bereits beantragt.


Straßenbau ist im Zeitplan

Das Wohngebiet Adelsbach kommt jetzt gut voran. Lisa-Marie Völker vom Stadtentwicklungsamt rechnet damit, dass im Dezember Bauherren und Bauträger mit dem Häuserbauen beginnen können: „Das Wetter spielt uns in die Karten“, sagt sie. „Aber man weiß nie“, sagt Markus Schlecht, Leiter des Stadtentwicklungsamts.

Wege, Straßen und Leitungen sollen bis Ende November hergestellt sein. Die Grünflächen sollen vorbereitet sein – ob sie schon komplett bepflanzt sind, ist noch nicht sicher.

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