Winnenden Das Wunnebad wird endlich saniert

Winnenden. Jetzt geht’s an die Substanz im Wunnebad. Eine Abbruchfirma schlägt die Fliesen weg, bricht mit dem Bohrhammer Zwischenwände raus, reißt die Decken runter und flext alle alten Wasserleitungen raus. Zu Gesamtkosten von 340 000 Euro saniert das Wunnebad die Damen- und die Herrendusche im Innenbereich.

Die Zeiten sind gut für die Sanierung. Das Wetter spielt mit. Wer heute schwimmen möchte, geht ins Freibad, legt sich auf den trockenen Rasen und duscht in den Duschen für den Außenbereich. So lange kann das Hallenbad gesperrt sein und kann der Baustaub durch die Innenbereichsduschen wabern. Der ganze Umkleidebereich ist gerade abgesperrt, auch wenn die Umkleide selbst vorerst nicht angetastet wird. Die Abbruchfirma agiert ausschließlich in den Duschräumen, dort aber heftig. Keine Fliese wird übrig bleiben, manche Mauer kommt raus. Bis Ende der Woche soll der Abbruch mit dem Gröbsten fertig sein.

Dann werden in den nächsten Wochen die Installateure kommen, neue Wasserleitungen verlegen und ganz nah bei den Duschen neue Warmwasseraufbereitungen installieren, damit das warme Wasser keine weiten Wege mehr hat wie bisher.

Das warme Wasser hatte sich auf dem Weg zur Dusche abgekühlt. Im Januar hatte es Wunnebadgäste eiskalt erwischt. Sie duschten kurz mit dem letzten Rest Warmwasser, seiften sich ein und wollten die Seife abduschen, da kam das Wasser nur noch eiskalt aus der Brause. Am schlimmsten war es in den Damenduschen, und findige Damen entwickelten Tricks: Eine hielt den Knopf minutenlang gedrückt, bis endlich doch wieder ein bisschen warmes Wasser kam.

Das Kaltwasserproblem war gelöst, aber nicht für die Dauer

Die Techniker der Stadtwerke hatten dieses Kaltwasserproblem nach einigen Tagen selbst gelöst, und die Wunnebadkunden waren dann auch schnell wieder zufrieden, wie es sich bei einer Zeitungsumfrage an der Wunnebadpforte herausstellte. Aber die Stadtwerkechefs wussten, dass die Probleme wieder aufkommen können, solange die alten Leitungen und die alte Wasserheiztechnik eingebaut bleibt. Also schoben sie ein größeres Sanierungsprojekt an, das jetzt in diesen halbwegs sonnigen Sommertagen begann.

Die ganzen Umkleideräume im Innenbereich des Freizeitbads sind gerade mit Cellophanhüllen abgedeckt. Man hört die Flex kreischen und die Bohrhammer rattern. Manchmal wird es ruhig und ein Arbeiter schiebt eine Schubkarre voller Bruchsteine zwischen den Umkleidekabinen durch. Die Umkleideräume des 25 Jahre alten Bads bleiben vorerst genau so, wie sie sind. Dort ist der Sanierungsbedarf noch längst nicht so offensichtlich dringend. Die Duschen sind jetzt wichtiger. Und die kommen gründlich dran. So gründlich, dass sich draußen hinter dem Wunnebad eine Schuttmulde füllt und ein Metallcontainer gleich dazu.

Sauna geschlossen

Wegen der Bauarbeiten sind die Sauna und die Badehalle geschlossen bis einschließlich 17. Juli. Die Bauarbeiten gehen weiter bis Ende August. Später, in einer zweiten Phase, werden die Umkleiden saniert.

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