Winnenden Der Reitverein hat einen neuen Reitplatz

Präsident David Volkert und Reittrainerin Petra Andress mit ihrem Pferd Nelly auf dem neuen Sandplatz. Foto: ZVW/Alexandra Palmizi

Winnenden. „Endlich haben wir genügend Fläche, um mit dem Pferd auch mal galoppieren zu können“, sagt David Volkert, Präsident des Reitervereins. Seit 2016 gibt es Überlegungen in Höfen, den Rasen- durch einen Sandplatz zu ersetzen. Jetzt wurde aus den Überlegungen Realität.

Der alte Rasenplatz des Vereins war nur wenige Male im Jahr in Benutzung. Die restliche Zeit pflegten Mitglieder des Reitervereins die Anlage, um sie für Turniere in einen guten Zustand zu bekommen. „Wenn es regnet, ist ein solcher Rasenplatz, wie wir ihn hatten, für die Pferde sehr rutschig. Deshalb haben sich viele Reiter dafür entschieden, erst gar nicht beim Turnier in Winnenden anzutreten, sondern auf andere Turniere zu gehen“, erzählt David Volkert. Er ist seit kurzem der neue Präsident des Vereins und das, obwohl er erst 26 Jahre alt ist. Ziemlich jung für solch eine Position, könnte man meinen. „Ich bin in diesem Verein groß geworden“, erzählt er. „Wir haben uns jetzt einfach dazu entschieden, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen.“

Mitglieder haben in Eigenarbeit vieles renoviert

Stolz jedenfalls ist er auf den neuen Platz des Vereins. „Wir haben bisher viele gute Resonanzen von unseren Mitgliedern. Im Internet haben wir die Nachricht vom neuen Platz auf entsprechenden Seiten verbreitet. Auch dort haben wir gute Rückmeldungen bekommen“, sagt Volkert.

Vieles haben die Mitglieder in Eigenarbeit erledigt. So haben sie beispielsweise Löcher gegraben und Leitungen für die neue Bewässerungsanlage gelegt. Für die restlichen Aufgaben wurde der renommierte Platzbauer Vornbrock engagiert, der auch schon Plätze für Olympische Spiele präparierte. Bis die Platzbauer aus Nordrhein-Westfalen allerdings überhaupt anfangen durften, musste der Reitverein erst das Landratsamt überzeugen. Bedingung für einen Umbau war, dass der Platz aus reinem Naturmaterial besteht und sich so in die Landschaft drum herum einfügt.

Die Genehmigung der Behörde hat lange auf sich warten lassen. Als sie Ende des letzten Jahres kam, legten die Mitglieder sofort los und begannen mit ersten Arbeiten.

Überschüssiges Wasser soll durch ein Gefälle abfließen

Eine Drainage hat der Platz keine. Da es an dieser Stelle oft zu Hochwasser kommt, soll durch ein Gefälle überschüssiges Wasser vom Platz abfließen, so dass sich darauf keine Pfützen bilden. Der spezielle Sand auf dem Platz federt Sprünge der Pferde ab, sorgt zeitgleich auch dafür, dass diese nicht zu tief im Belag einsinken. 150 000 Euro hat der Verein sich den knapp 4000 Quadratmeter großen Platz kosten lassen. Finanziert wurde die Fläche großteils aus Mitgliederbeiträgen, die dafür erhöht wurden.

Unterstützung bekam der Reiterverein außerdem vom Württembergischen Landessportbund, von der Stadt kam keine Hilfe. Durch Sponsoren und Patenschaften sollen weitere Kosten abgedeckt werden. „Die Stoßzeiten in unserer Reithalle sind meist nachmittags. Durch den neuen Platz, auf dem bei jedem Wetter geritten werden kann, entzerrt sich das Ganze jetzt etwas“, berichtet Volkert.

Langfristig ist es das Ziel des Vereins, mehr Jugendliche, die auch auf Turniere und Wettbewerbe gehen, in den Verein zu holen. Der neue Platz soll dabei helfen.


Patenschaft

Durch eine Patenschaft kann der Reiterverein Winnenden unterstützt werden. Ein Quadratmeter des Sandplatzes kostet zehn Euro. Alle Paten werden auf einer Tafel namentlich verewigt.

Das 47. Große Springturnier in Winnenden findet vom 24. bis zum 26. Mai dieses Jahres statt.

Weitere Infos gibt es unter www.reiterverein-winnenden.de.

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