Winnenden Erst Mitte 2020 wird am Kronenplatz gebaut

Der Kronenplatz in Winnenden in seiner heutigen Form. Foto: Luftaufnahme: Projektbau Pfleiderer

Winnenden. In Sevilla, Hamburg und am Ufer des Schwarzen Meeres hat er schon seine Spuren hinterlassen. In den kommenden Jahren wird auch in Winnenden ein Gebäude von Stararchitekt Jürgen Mayer H. entstehen. Eines, das polarisiert.


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Da die Stadt während der Heimattage 2019 keine Großbaustelle in der Innenstadt haben möchte, wird Projektbau Pfleiderer gemeinsam mit der Kreisbaugesellschaft erst Mitte 2020 beginnen zu bauen. Bezugsfertig sollen die Wohnungen am Kronenplatz voraussichtlich Mitte 2023 sein, falls es bis dahin zu keinen Verzögerungen mehr kommt. Der Kronenplatz bleibt in seiner jetzigen Version also noch eine Weile bestehen, was vor allem die Nutzer der dortigen Parkplätze erfreuen dürfte.

Dort rollen somit in nächster Zeit noch keine Bagger und auch die Grundrisse sind noch nicht definiert. Wer jedoch unbedingt möchte, kann sich jetzt schon bei den Bauherren Projektbau Pfleiderer und der Kreisbaugesellschaft für eine der 60 vorgesehenen Ein- bis Vierzimmerwohnungen vormerken lassen.

Bäckereifiliale mit Straßencafé im Erdgeschoss

Laut Entwurf verbindet ein gemeinsames Sockelgeschoss die zwei geplanten Gebäudeteile miteinander. Im Untergeschoss entstehen Flächen für den Einzelhandel, während darüber die barrierefrei zu erreichenden Wohnungen liegen. Diese sollen auf einer Fläche von 0,28 Hektar Platz für 120 Menschen bieten. Bedingt durch den Bauplatz mitten in der Stadt also eine sehr dichte Bebauung. Bereits jetzt steht fest, dass die Bäckerei Maurer eine der Flächen im Erdgeschoss übernimmt. Dort soll zukünftig eine Bäckereifiliale mit Straßencafé Brötchen- und Kaffeeduft in der Stadt verbreiten. Außerdem ist ein Drogeriemarkt für eine der weiteren Flächen im Gespräch.

Kritiker sehen Gebäude als Fremdkörper

Über den markanten und unverwechselbaren Entwurf des gebürtigen Winnenders Jürgen Mayer H. entwickelten sich in der Bevölkerung rege Diskussionen. Während die Befürworter dieser Variante argumentieren, dass die umliegenden Fachwerkhäuser durch das neue Gebäude modern interpretiert werden, sehen die Kritiker dies naturgemäß anders. Sie beschreiben das Gebäude als Fremdkörper, der in einer Großstadt wie Berlin oder Hamburg stehen kann, nicht aber im schwäbischen Winnenden.

Mit der Bahn in weniger als einer Stunde in Stuttgart

Darüber, dass die Lage sehr zentral ist, gibt es jedoch keine zwei Meinungen. In Windeseile ist es möglich, einzukaufen, einen Kaffee zu trinken oder ein Steak im Restaurant zu genießen. Durch die gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel kommt man dort auch ohne ein Auto aus. In weniger als einer Stunde ist man mit der Bahn in Stuttgart, schaut ein Spiel des VfB in der Mercedes-Benz-Arena, besucht die Wilhelma oder lauscht einem Konzert in der Liederhalle. Auch den Flughafen erreicht man innerhalb von 60 Minuten.

Rund 120 Stellplätze in Tiefgarage

Durch den Neubau am Kronenplatz soll der Verkehr in der vorderen Bahnhofstraße, bis zur Kastenschule, für Pkw gesperrt werden. Um das Verkehrsaufkommen zu reduzieren, sollen hier nur noch Linienbusse fahren dürfen. Die Tiefgarage des neuen Gebäudes soll über die Alfred-Kärcher-Straße angefahren werden und laut dem vorläufigen Entwurf rund 120 Stellplätze auf zwei Ebenen bieten. Die Ausfahrt ist ebenfalls über diese Straße geplant. Die Zugänge zur Unterführung am Kronenplatz, wo aktuell noch Leute unter der Ringstraße hindurchlaufen und Kunstwerke zu sehen sind, sollen zugemauert werden. Die Bar „Bistro Number one“ in der Marktstraße 1 und das dort ansässige Wettbüro sollen aber weiter erreichbar bleiben.

Die neuen Wohnungen kommen für verschiedene Personen infrage

Bei Projektbau Pfleiderer geht man davon aus, dass die neuen Wohnungen für ältere Personen, die sich wohnungstechnisch verkleinern möchten, interessant sein könnten. Aber auch junge Leute, die vom Design und der Innenstadt- und S-Bahn-Nähe überzeugt sind, gelten als Interessenten. Im Gegensatz zu anderen Baugebieten, wie beispielsweise Nature 8, rechnet man zudem damit, dass eine noch größere Zahl der künftigen Bewohner (über 30 Prozent) aus Stuttgart und weiter entfernten Städten kommen wird.


Baugebiete am Holzmarkt und Seehaldenweg

Nahe dem Kronenplatz entsteht am Holzmarkt das nächste Baugebiet.

Dort sollen insgesamt 26 Wohnungen gebaut werden.

Zusätzlich sollen Büros und Geschäfte in das Gebäude einziehen.

15 bis 20 Kundenparkplätze sind in der Tiefgarage des neuen Wohn- und Geschäftshauses vom Bauträger Class Conceptbau geplant.

Rund um die neue Terrasse vor der Weinstube „Traube“ sollen eine Fußgängerzone und 20 oberirdische Stellplätze entstehen.

In Höfen, nahe dem Mineralbad, entwickelt sich ebenfalls ein stadtnahes Neubaugebiet.

Zwischen Seehaldenweg und der Bildackerstraße sind Wohnungen für 130 Personen geplant.

Baubeginn soll in circa anderthalb Jahren sein.

Laut dem Vorentwurf für dieses Baugebiet sollen flächenschonende Reihen- und Doppelhäuser entstehen. Entlang der Winnender Straße sind Mehrfamilienhäuser geplant.

Die Streuobstwiese zwischen der Winnender Straße und diesen Mehrfamilienhäusern soll nicht bebaut werden. 

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