Winnenden Gegenkandidat für Pröfrock

Siegfried Lorek aus Winnenenden will für die CDU in den Landtag. Foto: Privat Foto: Privat

Winnenden (wtg).
Matthias Pröfrock zeigt sich überrascht. Der CDU-Landtagsabgeordnete hat am 6. Februar einen Gegenkandidaten, wenn die CDU-Mitglieder aus Fellbach, Korb, Leutenbach, Schwaikheim, Waiblingen und Winnenden in Fellbach den Kandidaten für die Landtagswahl im Wahlkreis Waiblingen nominieren. Gegen Pröfrock kandidiert der 37-jährige Polizeioberrat Siegfried Lorek aus Winnenden. „Baden-Württemberg braucht dringend den politischen Wechsel hin zu einer CDU-geführten Landesregierung unter einem Ministerpräsidenten Guido Wolf“, teilte Lorek am Dienstag mit. „Dafür braucht er Rückenwind aus unserem Wahlkreis mit einem starken CDU-Wahlergebnis. Dies ist einem Kandidaten zuzutrauen, der nah bei den Menschen und präsent vor Ort ist - der glaubwürdig wirkt und sich tatkräftig für die Belange der Bürgerinnen und Bürger unserer Heimat engagiert.“

Ihm sei in persönlichen Gesprächen mit CDU-Mitgliedern der Wunsch nach einer Auswahlmöglichkeit zwischen mehreren geeigneten Bewerbern um die Landtagskandidatur herangetragen worden, begründet Lorek den Schritt, den er in der Sitzung des CDU-Kreisvorstands am 10. Januar bekanntgab. Auf seiner Internetseite präsentiert sich Lorek bereits als Landtagskandidat.

Siegfried Lorek ist eigenen Angaben zufolge verheiratet und wohnt mit seiner Frau Gabriele in Winnenden. Sein 21 Jahren ist er bei der Polizei. Seine Karriere führte ihn vom Streifenpolizisten in Freiburg bis zum Referenten im Innenministerium. Seit 2014 ist er Referatsleiter im Technikpräsidium der Polizei. Ehrenamtlich engagiert er sich als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden und als Abteilungsleiter Inline-Skaterhockey in der Sportvereinigung Winnenden. Er gehört dem CDU-Kreisvorstand Rems-Murr sowie dem Vorstand der CDU Winnenden an.

Wirklich überraschend ist die Gegenkandidatur nicht. Kurz nach den Landtagswahlen 2011 waren Plagiatsvorwürfe gegen den neu gewählte CDU-Landtagsabgeordneten aufgekommen; im Sommer entzog die Uni Tübingen dem Juristen Pröfrock wieder den Doktortitel. Die Staatsanwaltschaft Tübingen stellte 2012 die Ermittlungen gegen ihn mit einer Geldauflage ein. Zwar stärkte ihm der Kreisvorstand den Rücken, jedoch der Unmut in Reihen der CDU war groß und äußert sich nun in dem Gegenkandidaten. 2013 landete der Weinstädter Ulrich Witzlinger bereits einen Coup und nahm Pröfrock in einer Kampfabstimmung den Posten des stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden ab.

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