Winnenden Heimattage: 30 000 Besucher zum großen Festumzug erwartet

Auf bunte Trachten können sich die Besucher des Festumzugs freuen. Foto: privat

Winnenden. Etwa 30 000 Besucher erwartet die Stadt, das SWR-Fernsehen überträgt live: Am Sonntag, 8. September, zieht der große Festumzug der Heimattage durch die Innenstadt. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich angekündigt. Die Stadt hat bei einer Pressekonferenz nun weitere Details bekanntgegeben.

83 Gruppen nehmen am Umzug teil: Sie musizieren, schwingen Fahnen oder führen traditionelle Tänze auf. Um 13.20 Uhr geht es los. Auch Winnender Schulen sind beim Umzug dabei, was Gunter Dlabal, den Vorsitzenden des Trachtenverbandes Südwest, besonders freut: „Dass Schulen in den Sommerferien am Umzug teilnehmen, gab es bei den Heimattagen noch nie“, sagt er.

An unterschiedlichen Stellen stehen Moderatoren. „An der Ringstraße stehen Gebärdendolmetscher bereit. Für Rollstuhlfahrer ist ein Platz in der Paulinenstraße eingerichtet“, sagt Sybille Mack, Kulturamtsleiterin der Stadt. Zuschauer können den Umzug vom Straßenrand aus verfolgen. Bis 17 Uhr sollen alle Gruppen die Umzugsstrecke passiert haben. „Im Schlosspark laden wir zum Tagesausklang ein“, so Sybille Mack weiter, „dort stehen Verpflegungsstände, die ab 14 Uhr bewirten.“ Auch an der Strecke werde es ausreichend Möglichkeiten zum Essen und Trinken geben.

Die Innenstadt ist an diesem Sonntag abgeriegelt. „Die Sperrung besteht von 7 bis 19 Uhr“, erklärt die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Birgit Pfleiderer. Anlieger müssen ihre Autos umparken, sie nehmen sonst zu viel Platz weg. „Am Abend übergibt der Ministerpräsident dann die Fahne der Heimattage an meinen Kollegen Jörg Albrecht aus Sinsheim“, so OB Hartmut Holzwarth. Sinsheim trägt das Fest des Landes im nächsten Jahr aus.

Innenminister Thomas Strobl eröffnet die Trachtenausstellung

Am Freitag, 6. September, eröffnet Innenminister Thomas Strobl in der Kreissparkasse (Marktstraße 51) eine Trachtenausstellung. Die Veranstaltung ist nichtöffentlich. Vom 9. September an bis zum 11. Oktober ist die Ausstellung dann für Besucher geöffnet. „Für die Ausstellung suchen wir uns bestimmte Regionen aus und zeigen aus diesen einen Querschnitt aus württembergischen und badischen Trachten“, sagt Gunter Dlabal. Auch um Kopfschmuck wird es in der Ausstellung gehen. Eine Tracht sei 2500 bis 3000 Euro wert. „Heutzutage kann so etwas kaum mehr jemand herstellen“, erzählt er. Dazu findet am Samstag, 7. September, ab 19 Uhr ein Brauchtumsabend in der Herrmann-Schwab-Halle statt.

Alte Handwerkskunst beim Brauchtumsabend

Dort wird gestickt und geschnitzt. „Alte Handwerkskunst wird präsentiert. Quasi alles, was nicht an eine feste Arbeitsstelle gekoppelt ist“, so der Vorsitzende des Trachtenverbands. Außerdem werden verschiedene Tänze aufgeführt, von Livemusik unterstützt. Welche Gruppen spielen? Es werde „ein zusammengewürfelter Haufen ohne Namen“ sein, so Dlabal mit einem Augenzwinkern. Der Abend ist bewirtet, jeder Bürger darf daran teilnehmen.

„Die Heimattage haben das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt gestärkt“, zieht OB Holzwarth bereits ein kleines Fazit. Das Festjahr sei mit einer Million Euro veranschlagt worden, wobei 370 000 Euro durch Sponsoren zusammengekommen seien. „Man arbeitet über Grenzen hinweg mit Bürgern und Vereinen zusammen und findet im Land sehr viel Beachtung. Das sieht man auch daran, welche Politiker bisher zu Gast waren. Bis jetzt kamen tolle Begegnungen zustande“, so Holzwarth weiter. „Außerdem habe ich viel Neues über Winnenden gelernt. Mein persönliches Highlight war bisher die Altarführung des Jakobusaltars von Maria Käß. Manchmal zählen die kleinen Momente.“

Shuttlebusse

Wie beim Baden-Württemberg-Tag Anfang Mai fahren auch zum Landesfestumzug am 8. September Shuttlebusse. Haltestellen: am Bahnhof, der Linsenhalde, Wiesenparkplatz (gegenüber Rems-Murr-Klinikum), Wunnebad, Bildungszentrum II und an der Schorndorfer Straße Ecke Eugenstraße.

Zwischen 11.15 Uhr und 12.30 Uhr sowie zwischen 16 und 18.30 Uhr fahren die Busse im 15-Minuten-Takt. Zwischen 12.45 und 15.45 Uhr fahren die Busse im 30-Minuten-Takt (letzte Fahrt 18.30 Uhr).

Parkplätze sind in der Nähe der Haltestellen. „Es stehen 1800 Parkplätze zusätzlich zur Verfügung“, so die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Birgit Pfleiderer.

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