Winnenden Hier entstehen 44 neue Wohnungen

BGW-Vorstand Jürgen Schneider (links) und Geschäftsführer Michael Rieger stehen vor der Baugrube am Eichendorffweg. Im Oktober soll das Gebäude in der Hintergrundmitte ebenfalls abgerissen werden. Foto: Ralph Steinemann

Winnenden. Die Fassaden sind blass, teilweise bröckelt Farbe von der Wand. Die Häuser im Eichendorffweg, oberhalb der Schorndorfer Straße und neben dem neuen Aldi, sehen ziemlich mitgenommen aus. Sie gehören der Baugenossenschaft Winnenden. Im Oktober sind sie nach knapp 60 Jahren Geschichte, neue Mietwohnungen entstehen.

„Die Gebäude am Eichendorffweg 5 und 7 haben wir bereits im Februar abgerissen“, erzählt BGW-Geschäftsführer Michael Rieger und zeigt auf die große Baugrube. „Nummer 1 und Nummer 3 folgen im Oktober“, fährt er fort. Aktuell sind fünf Wohnungen noch bewohnt. „Wir waren bemüht, für alle Bewohner eine Alternative zu finden. Ich denke, wir sind zu guten Lösungen gekommen“, sagt er.

Per Anwalt gewehrt habe sich niemand, erfreut waren nicht alle über den Abriss. „Das ist doch klar. Es waren einige Gespräche notwendig“, sagt Rieger. „Es gibt Leute, die 60 Jahre in einer der Wohnungen gelebt haben.“ Ursprünglich war es geplant, alle Häuser gleichzeitig abzureißen. Doch Hausnummer 5 und 7 waren schon frühzeitig unbewohnt. „Leer wollten wir die Gebäude nicht stehen lassen“, berichtet Rieger.

35 neue Stellplätze durch eine Tiefgarage

Auf der frei werdenden Fläche sollen insgesamt 44 Wohnungen entstehen. Nicht mehr als bisher. Das ist Rieger wichtig. „Wir mosten die Fläche nicht weiter aus“, sagt er.

Moderner sollen die neuen Wohnungen aussehen und sich optisch am Baugebiet Nature 8, das Projektbau Pfleiderer in unmittelbarer Nähe baut, orientieren. Statt der bisherigen 15 Stellplätze entstehen 50. Eine Tiefgarage macht es möglich. „Die Zufahrt erfolgt über den im Zusammenhang mit Nature 8 neu erschlossenen Paul-Wöhrle-Ring und die Adam-Müller-Guttenbrunn-Straße“, erklärt Rieger. Ladesäulen für Elektroautos seien erst mal nicht geplant. „Wir werden aber dafür sorgen, dass man nachrüsten kann“, so Rieger.

Eine bestimmte Zielgruppe spricht die BGW mit den neuen Wohnungen nicht an. „Die Wohnungen sind für junge und alte Leute gleichermaßen geeignet“, berichtet Vorstand Jürgen Schneider. „Im Prinzip eine Art Mehrgenerationenhaus.“

Noch keine Erfahrungswerte mit dem neuen Mietspiegel

Auch barrierefrei sollen die Wohnungen werden. „Wobei mir das Wort barrierearm besser gefällt“, sagt Rieger. „Die Schwellen sind so niedrig und die Türen so breit, dass Rollstuhlfahrer keine Probleme haben“, fährt er fort. Da das Gelände ziemlich abschüssig sei, könne es sein, dass im Außenbereich Treppen nötig sind. Außerdem sei der Gehweg am Eichendorffweg ziemlich steil.

Die Mietpreise der Baugenossenschaft orientieren sich üblicherweise am Mittelwert des Mietspiegels. In den ersten fünf Jahren gebe es keine Mieterhöhungen. „Seit kurzem gibt es den neuen qualifizierten Winnender Mietspiegel. Damit haben wir noch keine Erfahrungswerte und können aktuell auch noch nicht sagen, wie sich die Preise in den nächsten Jahren entwickeln“, so Rieger. Er rechne aber damit, dass der Quadratmeterpreis bei über elf Euro liegen werde. Die Wohnungen im Erdgeschoss sollen dabei etwas günstiger sein als die Penthousewohnungen.


Warteliste

Der Baubeginn ist für April/Mai 2020 vorgesehen. Fertig sollen die Wohnungen Anfang 2022 sein. Eine Warteliste für Interessenten gibt es ab Mitte nächsten Jahres.

Es entstehen Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen. Die kleinste Wohnung hat 59 Quadratmeter, die größte 121 Quadratmeter.

Die Hälfte der 44 Wohnungen sollen Zweizimmerwohnungen sein. Die restliche Hälfte teilt sich jeweils zu einem Viertel in Drei- und Vierzimmerwohnungen.

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