Winnenden Krankenhaus-Umzug: Straßensperren, Passierscheine, Hubschrauberflüge

Waiblingen/Backnang/Winnenden. Wer am Wochenende nur neugierig ist, muss sich bezähmen: Aufs Krankenhausgelände in Winnenden, Waiblingen und Backnang kommen nur Leute, die sich als befugt, weil umzugsbeteiligt ausweisen können, oder Menschen, die mit einem berechtigten Anliegen einen Passierschein bekommen haben. Die Polizei sorgt für Ordnung.

Achtung: All die Patienten, die schon seit Wochen in ihrem Terminkalender beispielsweise eine Behandlung in der Radiologie im Winnender Gesundheitszentrum stehen haben, können durchatmen und wieder entspannen. Dieser Termin ist nicht in Gefahr. Trotz Krankenhaus-Umzug. Alle Patienten, die irgendeinen Termin in einer der vielen Praxen im Gesundheitszentrum haben, können selbstverständlich zu ihrer Behandlung gehen. Aber: Es ist sicher klug, für den Weg an diesem Wochenende ein bisschen mehr Zeit einzuplanen. Denn der große Kreisel vor dem neuen Krankenhaus ist abgesperrt und die Polizei regelt den Verkehr. Ankömmlinge werden also nach ihrem Begehr gefragt. Wer ins Gesundheitszentrum, in die Kinder- und Jugendnotfallambulanz oder schon ins Krankenhaus muss, wird durchgelassen und auf einen Parkplatz geleitet. Dort steht ein Krankenhausmitarbeiter beziehungsweise ein Wachdienst der Firma Bunk, der nochmals wissen will, wo Problem und angepeiltes Ziel liegen. Dieser Kontrolldienst schreibt dann einen Passierschein aus.

Mit diesem Passierschein kann der Weg ins Gesundheitszentrum, in die Kinder- und Jugendambulanz oder ins Krankenhaus fortgesetzt werden.

Am Krankenhaus-Empfang allerdings wird nochmals jeder angehalten: Der Passierschein wird nochmals kontrolliert und der Weg gewiesen.

Das alles ist freilich nicht schön, aber absolut notwendig, um diesen großen Umzug ohne Schwierigkeiten meistern zu können. Kurz und deutlich gesagt: Je weniger Leute rumfahren und -rennen, desto besser. Will heißen: Auch alle diejenigen, die einen Verwandten haben, der im Krankenhaus liegt und mit umgezogen wird, tun gut daran, mit dem Besuch im neuen Krankenzimmer so lange zu warten, bis der ganze Spuk vorüber ist. Am Samstag soll das gegen 17 Uhr sein, am Sonntag gegen 14 Uhr.

Doch der Umzug wird noch weit mehr Straßen und Menschen streifen als jene, die im direkten Umfeld der alten und des neuen Krankenhauses zugange sind. 30 Fahrzeuge des Roten Kreuzes werden im Einsatz sein, Polizeihubschrauber überfliegen die Gegend, um gegebenenfalls und bei Verkehrsproblemen die Krankenwagen direkt auf freie Bahnen lenken zu können. Schließlich ist am Wochenende neben dem Umzug noch manch anderes los: Andrea Berg singt, Winnenden hat City-Treff, die Waiblinger laufen Marathon und so weiter. 18 Polizisten werden den Verkehr regeln, für Ruhe und Sicherheit sorgen und eingreifen, wo’s nötig ist. Das THW unterstützt die ganze Aktion mit fünf Leuten.

Damit die vielen Krankenwagen hindernisfrei am Samstag von Waiblingen nach Winnenden und am Sonntag von Backnang nach Winnenden kommen, wird die Polizei Straßen sperren und Parkverbote erlassen. Und zwar ab 7 Uhr morgens. Die Bewohner des Waiblinger Galgenbergs etwa sowie jene der Korber Höhe müssen durch Umleitungen fahren – die freilich bestens ausgeschildert sind. An anderen Stellen gibt es Teilsperrungen, manche Strecken sind nur in einer Richtung zu befahren. Die alte B 14 beispielsweise, also die K 1911 vom Waiblinger Krankenhaus über den Kreisel bei Schwaikheim in Richtung Winnenden, ist, weil Umzugsroute Nummer eins, für den normalen Verkehr so gut wie gesperrt. Wie auch die Zufahrten zu den vielen Sträßchen in die Gartenstücke und die Zufahrt ins Korber Industriegebiet Riebeisen.

Sollte durch unglückliche Umstände die Sperrung der alten B 14 aufgehoben werden müssen, hat die Polizei Ausweichrouten über Neustadt, Hohenacker und Schwaikheim.

Am Sonntag, beim Backnanger Umzug, geht’s weniger stressig zu: Die Polizei rechnet mit weniger Verkehr und lässt die Krankenwagen daher teilweise im normalen B- 14-Verkehr mitfahren. Auch in der Stadt selbst muss nur ums Krankenhaus herum gesperrt werden. Und wenn alles glatt läuft, ist am Sonntag ab etwa 14 Uhr alles geschafft.

Busverkehr

Die Busse zum Winnender Krankenhaus fahren auch am Tag des Umzugs bis direkt ans Krankenhaus.

Wer also ins Krankenhaus, in die Kinder- und Jugendnotfallambulanz oder ins Gesundheitszentrum muss, kann vom Winnender Bahnhof aus in wenigen Minuten mit der Linie 332 und der Linie 335 fahren.
Notdienste am Wochenende

Wer am Wochenende krank wird, kann wie immer die Notdienst-Ärzte aufsuchen. Diese haben Dienst von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 7 Uhr. Bitte vorher immer anrufen.

In Waiblingen hat die Notfallpraxis in der Zentralklinik, Alter Postplatz 2, ) 0 71 51/90 60 90, geöffnet.

In Schorndorf ist die Notfallpraxis in der Schlichtenerstraße 105 beim Kreiskrankenhaus, ) 0 71 81/9 93 03 30.

Die Notfallpraxis in Backnang ist in der Karl-Krische-Straße 11, gegenüber vom Krankenhaus, ) 0 71 91/3 43 55 33.

Achtung: Die Notfallpraxis in Winnenden ist noch nicht eröffnet.

Die Kinder- und Jugendambulanz im neuen Krankenhaus aber sehr wohl. Ab Samstag um 8 Uhr sind die Notdienst-Kinderärzte dort für kleine Notfälle zuständig. Die Kinderambulanz im Waiblinger Krankenhaus ist dafür geschlossen. Angerufen werden muss vor dem Besuch der neuen Ambulanz nicht. Es gilt aber die Nummer ) 0 71 95/5 91 37 00 00.
  • Bewertung
    1
 

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!