Winnenden Neuer Busfahrplan ab dem 1. Januar

Römer fährt die Buslinien 332, 334 und 335 mit neuem Fahrplan, an dem viele mitgewirkt haben: OB Hartmut Holzwarth, Benno Gibbert (Fahrdienstleiter bei Römer), Dr. Peter Zaar (Dezernent im Landratsamt), Thomas Hachenberger (Geschäftsführer des VVS), Julian Schneider aus Leutenbach, Busunternehmer Harald Römer, Busunternehmer Markus Dannenmann, Jakob Schröder (Hauptamtsleiter von Leutenbach) und Landrat Dr. Richard Sigel. Foto: Schmitzer / ZVW

Winnenden/Leutenbach. Busfahren wird besser. Aber 1. Januar fahren die Linien nach Hertmannsweiler, Hanweiler, Leutenbach, Weiler zum Stein und Nellmersbach bis nach Mitternacht im Stundentakt. Das heißt: Abends kann das Auto stehen bleiben. Busfahrer machen das schon.

Es ist eine enorme Verbesserung für Stuttgart-Besucher, Konzertgenießer und Festlesfreunde, Weilermer, die in Winnenden festen wollen, oder Winnender, die in Hertmannsweiler einen draufmachen. „Die Busse fahren sieben Tage die Woche“, schwärmte OB Hartmut Holzwarth im Gespräch mit der Presse. Ausgedünnte Samstags- und Sonntagsfahrpläne sind passé. Der Stundentakt gilt und ist selbstverständlich wie bisher auf die S-Bahn abgestimmt. „An Sonntagen haben wir jetzt 50 Prozent mehr Busfahrten als bisher“, erklärte OB Holzwarth.

Alle Buslinien mussten europaweit ausgeschrieben werden

Landkreis, Verkehrsverbund Stuttgart, die Stadt Winnenden und die Gemeinde Leutenbach haben eine Busreform vollzogen, die wahrscheinlich geglückt ist. Der Landkreis war vor einem Problem gestanden. Von der Europäischen Union hatte er die Vorgabe, dass er alle Buslinien europaweit ausschreiben muss. Er fasste die Linien in Bündel zusammen und schrieb sie aus. Es zeigte sich, dass keine Bewerber von außerhalb des VVS-Gebiets kamen. Sechs Busbündel vergab der Kreis im freien Wettbewerb. Beim siebten Bündel, Winnenden-Leutenbach, gab der freie Wettbewerb zu wenig her. Schließlich vergab der Landkreis dieses Bündel nach harten Verhandlungen direkt an die Winnender Busfirma Römer, und darüber sind nun alle Beteiligten von Leutenbach bis Stuttgart froh, wie auch der Leutenbacher Hauptamtsleiter Jakob Schröder im Pressegespräch bestätigte.


Die Verbesserungen im Detail

Linie 332 (Hertmannsweiler – Winnenden – Rems-Murr-Klinikum – Schelmenholz – Hanweiler): Die Busse fahren nach Schelmenholz und Hanweiler künftig an allen Tagen bis 0.45 Uhr. Zudem fahren die Busse abends künftig generell im Stundentakt. Mitte 2020 wird der Linienweg der Busse auf die Anbindung des neuen Wohngebietes Hungerberg-Adelsbach angepasst.

Linie 334 (Schelmenholz – Winnenden – Leutenbach – Weiler zum Stein): Die Busse fahren nach Weiler zum Stein bis 0.15 Uhr. In Nächten vor Samstagen sowie Sonntagen wird es eine weitere Fahrt um 1.15 Uhr geben. Neu ist, dass Busse abends generell im Stundentakt im Einsatz sind. Die Ruftaxis entfallen.

Linie 335 (Rems-Murr-Klinikum – Winnenden – Nellmersbach): Die Linie fährt auch am Samstag immer stündlich zur gleichen Minute ab. Neu ist auch, dass die Linie in Winnenden und Nellmersbach verbesserte Anschlüsse zur Bahn bietet. Dadurch verbessert sich die Erreichbarkeit des Rems-Murr-Klinikums aus dem nördlichen Teil des Landkreises deutlich.

Busse der neuen Dannenmann-Linie 330 fahren seit neuestem montags bis freitags stündlich und am Wochenende sowie feiertags zweistündlich von Kaisersbach nach Winnenden.


Landrat Dr. Richard Sigel ist froh, dass die Linie bei der Winnender Firma bleibt. Die Firma Römer hat ihre Busflotte erneuert. „Wir haben alle Fahrzeuge bis auf eines auf Euro 6 umgestellt. Alle haben Klimaanlage und sind Niederflurbusse“, erklärte Harald Römer im Pressegespräch. Römer ist heute sehr begeistert vom Winnender Bus-System, das vor fünf Jahren eingeführt wurde. Es brachte deutlich mehr Fahrgäste auf seinen Linien. „Wir haben die Einnahmen innerhalb von vier Jahren um 60 Prozent gesteigert“, erzählte er.

Der Zuschuss fällt deutlich geringer aus als befürchtet

„Daran sieht man, was Verbesserungen im Bussystem bringen“, meinte Landrat Sigel. Für die Stadt Winnenden und die Gemeinde Leutenbach ist es wichtig, dass die Kosten stimmen. In Leutenbach gibt es finanziell eher noch eine Verbesserung mit dem neuen Fahrplan. Jakob Schröder ist höchst zufrieden damit. In Winnenden fällt der Zuschuss um ein Vielfaches geringer aus als befürchtet. 125 000 Euro hatte Finanzdezernent Jürgen Haas dafür einmal vorsichtshalber angesetzt. Jetzt seien es noch 8500 Euro, sagte er nebenbei.


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