Winnenden OB beantwortet Fragen zur geplanten Kita Koppelesbach

Die Stadt muss mit länger protestierenden Anwohnern rechnen, wenn sie am Südrand des Schelmenholzes ein Kinderhaus baut. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Winnenden. Die Stadt Winnenden plant mit Zustimmung des Gemeinderats am Rand des Schelmenholzes und auf einem Teil der sogenannten Hochzeitswiese eine Kindertagesstätte. Die FDP-Fraktionschefin Nicole Steiger hatte dazu noch Fragen, die Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth schriftlich beantwortet hat.

Wie sieht es mit der Bodenbelastung im gesamten Koppelesbach aus? Wo befinden sich die belasteten Stellen genau?

Die räumliche Lage der Altablagerung „Hanweiler Straße/Forststraße“ können Sie dem diesem Lageplan entnehmen:

Wie sieht es mit dem Vorwurf des Überschwemmungsgebietes aus? Resultieren daraus eventuell höhere Baukosten?

Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplans „Kinderhaus Koppelesbach“ in Winnenden befindet sich außerhalb des in der Hochwassergefahrenkarte (Stand 5. Juni 2013) dargestellten Überschwemmungsgebiete für 100-jährliches Hochwasser (HQ100). Das Gewässer „Koppelesklinge“ ist ein Gewässer II. Ordnung von wasserwirtschaftlicher Bedeutung mit einer Länge von rund 1,5 Kilometer. Eine Veränderung des Gewässers erfordert eine Plangenehmigung. Die Baugrundverhältnisse sind durch ein Baugrundgutachten und ein hydrogeologisches Gutachten zu untersuchen. Die Beauftragung der im Zusammenhang mit der Objektplanung erforderlichen fachtechnischen Untersuchungen sollte durch das Stadtbauamt erfolgen.

Welche Alternativstandorte wurden von der Verwaltung vorab geprüft?

Im Vorfeld des Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan „Kinderhaus Koppelesbach“ in Winnenden und die Satzung über örtliche Bauvorschriften gemäß § 74 der Landesbauordnung (LBO) wurde die Standortalternative im Bereich des Bebauungsplans „Körnle Erweiterung“ in Winnenden betrachtet. Am Freitag, 22. Februar 2019, wurde in einer erweiterten Dezernentenrunde festgelegt, dass beide Standorte jeweils für die Errichtung einer mehrgruppigen Kindertageseinrichtung weiterverfolgt werden. Der Gemeinderat hat in öffentlicher Beratung in der Sitzung des Gemeinderates am 26. März 2019 beschlossen, das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans „Kinderhaus Koppelesbach“ in Winnenden und einer Satzung über örtliche Bauvorschriften zu diesem Bebauungsplan einzuleiten.

An welcher Stelle genau soll Wohnbebauung erfolgen?

Es soll gar keine Wohnbebauung erfolgen. Einzig das bisherige Kindergartengrundstück im alten Bebauungsplan soll hierfür umgewidmet werden.


Mit vier Anwohnern schon besprochen

  • Abschließend schreibt Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth an Nicole Steiger: „All diese Fragen wurden mit den Anwohnern Oliver und Annette Menschel sowie Eric Friedl mit Partnerin am Dienstag, 7. Mai, in einem 90-minütigen guten Gespräch mit Bürgermeister Sailer und mir ausführlich besprochen. Es herrschte aus unserer Sicht großes Verständnis der Anwohner für unser Vorgehen. Bei der oben gestellten letzten Frage konnten wir die falsche Erwartung, dass Wohnbebauung ebenfalls geplant wird, ausräumen.“
  • Annette Menschel kandidiert auf der FDP-Liste für den Gemeinderat.
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