Winnenden Schief-Entsorgung kauft AEG-Gebäude

Winnenden. Schief-Entsorgung übernimmt den Großteil der AEG-Produktionshallen im Industriegebiet Langes Gewand. AEG war früher die größte produzierende Firma in Winnenden und hat ein Areal von 6,3 Hektar. Jetzt bleibt bei AEG noch das Verwaltungsgebäude mit über 100 Arbeitsplätzen. Die Produktion wurde aufgelöst.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung berichten die Firma AEG Electric Tools GmbH, Schief Entsorgungs GmbH & Co.KG und die Stadt Winnenden vom Besitzerwechsel.

Die bisherigen Produktionsflächen der Winnender Traditionsfirma AEG Electric Tools GmbH sind an das benachbarte Winnender Unternehmen Schief Entsorgungs GmbH & Co.KG verkauft worden. Gleichzeitig bleibt der Sitz der Firma AEG Electric Tools im bisherigen Verwaltungsgebäude erhalten und soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

In enger Absprache mit der Stadtverwaltung haben sich die benachbarten Unternehmen AEG Electric Tools und Schief Entsorgung geeinigt, dass Schief den Löwenanteil des 6,3 Hektar großen Industrieareals übernimmt. Die Firma AEG nutzt als Mieterin noch einen Teil dieser früheren Produktionsflächen. Vor allem bleibt sie aber Eigentümerin des Verwaltungstraktes, von wo viele europaweite Funktionen wie Marketing, Finanzen, IT, Logistik, Engineering, Einkauf, Personal agieren und weiter ausgebaut werden sollen.

Die Firma Schief Entsorgung wird einen Teil des neu erworbenen Geländes für eigene Erweiterungsvorhaben nutzen. Auf dem bisherigen Betriebsstandort, der benachbart ist, herrscht drängende Enge, und schon früher sind Teilflächen bei der AEG angepachtet gewesen. Für die nicht selbst benötigten Bereiche stellt sich Firmeninhaber Michael Schief eine gewerbliche Verpachtung an interessierte Produktions- und Logistikunternehmen vor. Hier ist er bereits in die Vermarktungsphase eingetreten.

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth war in diese Gespräche von Anfang an eingebunden und hat in einer ersten Stellungnahme die Entwicklung begrüßt. Immerhin bietet die Firma Schief Entsorgungs GmbH & Co.KG mit Hauptsitz in Winnenden über 80 Arbeitsplätze mit steigender Tendenz. Auch bei der AEG bleiben mehr als 100 Arbeitsplätze mit ebenfalls steigender Tendenz erhalten. Ebenso kann die bisherige Gebäudesubstanz weitgehend weiter genutzt werden.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht in der Samstagsausgabe der Winnender Zeitung  (10.12.2011)

Die AEG in Winnenden - ein Rückblick:

  • 1963 ist die AEG-Werkzeugfabrik von Cannstatt nach Winnenden umgezogen. 1200 Mitarbeiter arbeiteten im Werk, später in den 60er Jahren hatten 2000 Menschen Arbeit bei der Winnender AEG.
  • 1970 wurden Zusatzbauten auf dem Werksgelände erstellt. Die Firma hatte von da an 65000 Quadratmeter Nutzfläche.
  • 1982 stellte der AEG-Konzern einen Vergleichsantrag, das Winnender Werk blieb aber verschont.
  • 1989 wollte Bosch die Winnender AEG kaufen, wurde aber vom Kartellamt zurückgepfiffen.
  • Die AEG, die Daimler gehörte, verkaufte 1991 ihre Elektrowerkzeugefabrik an Atlas-Copco. 1500 Mitarbeiter hatte das Werk.
  • 2005 verkaufte Atlas-Copco die Winnender AEG an TTI. Es waren noch 560 Mitarbeiter.
  • 2009 war diese Belegschaft auf rund 450 Leute geschrumpft.
  • Mitte 2011 wurden die ganze Produktion geschlossen und insgesamt 330 Beschäftigte entlassen. In Winnenden verbleibt lediglich die Verwaltung.
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